Holstein Kiel U17 – Hannover 96 1:5 (0:2)

B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost

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Eine deftige Heimpleite setzte es für die U17 der KSV Holstein in der Junioren-Bundesliga. Die Jungstörche unterlagen Hannover 96 aufgrund zahlreicher Unzulänglichkeiten deutlich mit 1:5 (0:2). Die Mannschaft von Trainer Arne Witt agierte dabei vor allem im taktischen Bereich zu keinem Zeitpunkt wie ein Erstligist.

Nach einer von beiden Seiten aggressiv geführten Anfangsphase düpierte der Hannoveraner Willi Evseev Kjell Gonda und KSV-Kapitän Niklas Meyer in der 15 Minute, passte quer auf Gerbi Kaplan und der hämmerte aus 12 Metern halbrechter Position das Leder zur Gästeführung in die Maschen. Nur sechs Minuten später die erneute kalte Dusche für Holstein. Im Anschluss an einen Eckball von Kaplan bekommen die Kieler das Leder einfach nicht aus der Gefahrenzone und der 96er Tuncay Ayyildizil nutzte die Abstimmungsprobleme zum 2:0 für Hannover. Riesengroß die Enttäuschung im Lager der Störche. Fast hätten die Gäste aus der niedersächsischen Landeshauptstadt mit dem Pausenpfiff sogar noch das 3:0 erzielt, doch der Flachschuss von Nico Gieselmann strich knapp am linken Torpfosten der Kieler vorbei.

Nach der Pause kam Holstein etwas besser ins Spiel, doch die erste Chance im zweiten Durchgang hatten erneut die Hannoveraner. Evseev schickte Kai Reuer auf die Reise (49.), aber dessen Lupfer aus elf Metern über KSV-Schlussmann Mark-Andrè Hennings hinweg konnte Lennart Beckmann kurz vor der Torlinie klären. In der 60. Minute drang Holstein-Stürmer Michè Makome energisch in den Gästestrafraum ein, schob den Ball zum aufgerückten Timo Klotz und der traf mit einem wuchtigen Schuss aus 13 Metern zum Anschlusstreffer. In dieser Phase stand das Spiel für zehn Minuten auf der Kippe, doch spätestens das 3:1 für Hannover durch den Treffer von Evseev (71.) rückte die Machtverhältnisse im Nordderby auf dem Kunstrasen der Bezirkssportanlage Kiel-Projensdorf wieder zurecht. Marcel Halstenberg (72.) mit einem direkt verwandelten Freistoß ins rechte untere Toreck sowie Reuer per Abstauber (77.) sorgten für den 5:1-Endstand aus Sicht der „Roten“.

„Schon in der letzten Woche in Leipzig war unser Auftritt nicht grandios, heute haben wir das Ruder aufgrund unser Naivität jedoch nicht mehr herumreißen können“, ärgerte sich Kiels Trainer-Assistent Ingo Goetze über die Heimpleite seiner Mannschaft, während Chef-Coach Arne Witt noch deutlichere Worte fand: „Das Spiel war einfach nur schlecht!“ Teammanager Alf Baatz schien es vorher schon geahnt zu haben, denn er hatte bereits vor dem Anpfiff „ein seltsames Bauchgefühl“.

Trotz der Niederlage beträgt Holsteins Vorsprung auf einen Abstiegsplatz weiterhin sieben Zähler. In den nächsten beiden Heimspielen gegen die Kellerkinder aus Erfurt (18.11.) und Braunschweig (2.12.) kann sich die Witt-Elf für den schwachen Auftritt gegen die „Roten“ rehabilitieren und einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. (Patrick Nawe)

Holstein Kiel: Hennings – Heese, Klotz (74. Dose), N. Meyer, Kennedy – Gonda, Beckmann (65. Hertel), Kutaj (32. Yazgan) – Mellfsen (49. Gumradt), Avevor, Makome

Hannover 96: Gropius – Ayyildicli (79. Politze), Gießelmann, Halstenberg, Rutter – Taski, Evseev, Reuer (77. Schkurin), Kaplan (68. Bönsch) – Sieghan (65. Drizis), M. Meyer

Tore: 0:1 Kaplan (15.), 0:2 Ayyildicli (21.), 1:2 Klotz (60.), 1:3 Evseev (71.), 1:4 Halstenberg (72.), 1:5 Reuer (77.)

Schiedsrichter: Taugerbeck (Heide)

Zuschauer: 100

Foto: Miche Makome im Zweikampf mit dem Hannoveraner Patrick Sieghan.

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