Holstein Kiel U19 – Hannover 96 1:4 (0:1)

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Der U19 der KSV Holstein steht das Wasser in der A-Junioren Bundesliga weiter bis zum Hals. Gegen die Gäste von Hannover 96 setzte es in der heimischen SINALCO-Arena eine bittere 1:4-Pleite. Dabei hatte es nach dem Ausgleichstreffer von Sören Eismann in der 49. Minute noch ganz passabel ausgesehen für die Jungstörche. Doch am Ende konterten die „Roten“ die Bauer-Elf ein ums andere Mal klassisch aus und setzten die entscheidenden Stiche. Durch individuelle Fehler in der Defensive machte sich Holstein das Leben zusätzlich schwer.

Ohne Ole Werner mussten die „Störche“ in die immens wichtige Partie gehen und das Fehlen des Kapitäns machte sich über die 90 Minuten deutlich bemerkbar. Streckenweise fehlte den Kielern einfach der Kopf und eine führende Hand. Doch Holstein kam gut in die Partie, hatte zwischen der 11. und 16. Minute drei gute Möglichkeiten durch Björn Kastner, aber der Ex-HSV-er scheiterte jeweils an seinen eigenen Nerven oder an 96-Keeper Markus Peter. „In so einer Situation braucht man einfach ein Tor“, haderte KSV-Coach Bauer mit der mangelhaften Chancenverwertung. Und die Strafe folgte auf dem Fuße. In der 17. Minute setzte sich Sergej Bartel an der Grundlinie gegen seinen Bewacher Timo Ehlers durch, passte das Leder quer in den 5-m-Raum und dort wuchtete Michael Witzel den Ball aus drei Metern unter die Latte zur Gästeführung. Der Gegentreffer fiel für die „Störche“ zu einem psychologisch sehr ungünstigen Zeitpunkt und in der Folgezeit gelang der Bauer-Elf überhaupt nichts mehr.

Die zweite Halbzeit begann jedoch wunschgemäß für Holstein, als Danny Schindler sich auf der rechten Seite energisch auf den Weg machte und scharf in den Strafraum flankte, da war Sören Eismann zur Stelle und besorgte den vielumjubelten Ausgleich. Doch der neue Mut hielt nicht lange vor. In der 58. Minute profitierte Jaroslaw Lindner von einem kapitalen Torwartfehler von Tobias Dittmann, der das Leder aus neun Metern unter seinem Körper durchrutschen ließ. Der erneute Rückstand brach der KSV das Genick. Erneut Lindner in der 70. Minute und Bartel vier Minuten vor dem Ende schickten die „Jungstörche“ in das Tal der Tränen.

„Realistisch gesehen sind fünf Punkte Rückstand bei noch vier ausstehenden Spielen für uns nur schwer zu realisieren“, zeigte sich KSV-Trainer Michael Bauer nach dem Anpfiff sehr enttäuscht von dem Resultat. „Persönliche Fehler und fehlende Qualität waren heute offensichtlich“, so Bauer nach der verdienten Niederlage. (Patrick Nawe)

Holstein Kiel: Dittmann- Schindler, Ehlers (51. Gertz), Timm, Pinkert (90. Soranno) – Ziehmer, Hingst, Kilit, Eismann – Meshekrani (57. Imeri), Kastner

Hannover 96: Peter – Schepers, Herrmann, Hofmann – Vucinovic, Chahed (87. Yilmaz), Bartel (87. Meyer), Eckert – Witzel (83. Preuss), Lindner, Shala (85. Wetter)

Tore: 0:1 Witzel (17.), 1:1 Eismann (48.), 1:2 Lindner (58.), 1:3 Lindner (70.), 1:4 Bartel (86.)

Zuschauer: 150

Schiedsrichter: Rohde (Rostock)

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