Holstein Kiel U19– Tasmania 1:1 (0:1)

A-Junioren Bundesliga Nord / Nordost

Pinkert rettet Punktgewinn

Viel Kampf und Krampf sahen die 100 Zuschauer in der Kieler Sinalco-Arena beim Abstiegs-Duell zwischen der KSV Holstein und den Gästen von Tasmania Gropiusstadt. Nach der schmeichelhaften Führung durch den Berliner Mehmet Özdemir kurz vor der Halbzeitpause dauerte es bis zur 86. Minute, ehe Marcel Pinkert den „Jungstörchen“ wenigstens einen Zähler retten konnte.

„Für uns ist der Punkt viel zu wenig, aber für Tasmania ist das Remis noch weniger“, zog KSV-Coach Dirk Asmussen nach den 90 Minuten ein nüchternes Fazit. Vorher sahen die Zuschauer in Kiel-Projensdorf Abstiegskampf pur und eine Holstein-Elf, die zu keinem Zeitpunkt Engagement und Herz vermissen ließ. Einzig die Umsetzung der Bemühungen in zählbaren Erfolg war mangelhaft.

Holstein hatte in der ersten halben Stunde ein spielerisches Übergewicht gegen die schwachen Gäste von der Spree. In der 13. Minute der erste 22-m-Warnschuss der KSV durch Florian Ziehmer, aber Tasmania-Schlussmann Danny Kemper war auf dem Posten. In der 21. Minute musste Kemper dann gegen Paul Camps mit den Fingerspitzen ins Aus klären. Dann war es aber auch schon vorbei mit der Kieler Fußball-Herrlichkeit, die Gäste kamen immer besser ins Spiel. Erkut Ergiligür scheiterte nach einem Pinkert-Fehler aus sieben Metern an Holstein-Keeper Pascal Wenzkus (28.). Fünf Minuten später dann Großalarm im Berliner Strafraum. Nach einem Ziehmer-Freistoß aus zwanzig Metern halblinker Position verpassten Imeri mit einem Kopfball an den Pfosten, Pinkert mit einem Abstauber aus drei Metern und Eismann aus kurzer Distanz allesamt die Führung für die Asmussen-Elf. Glück für Tasmania in dieser Szene. Die kalte Dusche für die KSV dann kurz vor dem Pausenpfiff. Einen Kopfball von Özdemir konnten Pinkert und Ehlers nicht mehr von der Linie kratzen und es stand 1:0 für die Berliner.

Holstein nach der Pause endlich wieder mit mehr Schwung, aber Chancen blieben weiter Mangelware. Auch Neuzugang und Hoffnungsträger Björn Kastner, der in der Winterpause vom Hamburger SV zurückkehrte, blieb bei seinem Comeback über weite Strecken blass. Tasmania kaufte den „Jungstörchen“ immer wieder gekonnt den Schneid ab und ließ die KSV nicht zur Entfaltung kommen. In der 58. Minute die große Chance zum 2:0 für Tasmania, aber Özdemir konnte das Leder nach feiner Vorarbeit von Sami Simsek aus fünf Metern nicht im Gehäuse der Kieler unterbringen. In der Schlussphase warf Holstein noch einmal alles nach vorne und hatte in der 86. Minute das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Nach einer Ecke von Danny Schindler nickte Pinkert den Ball zum vielumjubelten Ausgleich in die Maschen.

„Wir haben sicherlich keinen Grund zur Freude heute, aber verschlechtert hat sich unsere Lage auch nicht wesentlich“, hofft Asmussen, dass der Knoten bei seiner Mannschaft bald platzen möge. (Patrick Nawe)

Holstein Kiel: Wenzkus – Gieseler (6. Ehlers), Pinkert, L. Hingst, Schindler – Eismann (66. Werner), Meshekrani – Kastner, Camps (75. Albers), Ziehmer (86. Kilit) – Imeri

Tasmania Gropiusstadt: Kempter – Asikoglu, Safak, Erman, Korkut – Ergiligür, Özipek (37. Altiparmak), Mentes (73.Abenroth), Uhlig – Özdemir, Simsek

Tore: 0:1 Özdemir (45.), 1:1 Pinkert (86.)

Schiedsrichter: Frömel (Ibbenbüren)

Zuschauer: 100 Tore

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