Holstein Kiel U23 – SV Eichede 2:1 (1:1)

Verbandsliga Schleswig-Holstein

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Glücklicher 2:1 (1:1)-Heimsieg für die 2. Mannschaft der KSV Holstein gegen den SV Eichede. Nachdem es durch die beiden Treffer von Rouven Abel (3.) und Dennis Sudbrak (8.) zur Halbzeit noch Unentschieden gestanden hatte, behielt die Mannschaft von Trainer Thorsten Gutzeit am Ende durch einen direkt verwandelten 25-Meter-Freistoß von Marc Nielsen (66.) knapp die Oberhand und geht nach vier Siegen binnen zwei Wochen gut gerüstet in das Spitzenspiel beim VfR Neumünster.

„Die bessere Mannschaft hat heute verloren“, zeigte sich Eichedes Trainer Kai Lass nach dem Abpfiff enttäuscht angesichts der Niederlage, zollte seinem Team jedoch ein dickes Lob: „Wir haben gegen den Spitzenreiter heute spielerisch mitgehalten und das ist aller Ehren wert.“ Auf der anderen Seite feierte der Tabellenführer aus Kiel den neuerlichen „Dreier“ ausgelassen. „Bayern gewinnt auch nicht immer mit Hurra-Fußball“, verteidigte Matchwinner Marc Nielsen nach dem Schlusspfiff die durchwachsene Vorstellung seiner Mannschaft und richtete eine deutliche Kampfansage an die „Veilchen“ aus Neumünster: „Wir haben ein riesiges Selbstvertrauen, jetzt wollen wir auch den VfR weghauen!“

Will die KSV am kommenden Wochenende beim VfR gewinnen, dann muss sie sich allerdings mächtig steigern. Gegen den SV Eichede lieferte Holstein zwar kämpferisch eine Glanzleistung ab, doch spielerisch ließ der Auftritt des Tabellenführers so ziemlich alle Wünsche offen. Darüber hinaus zeigte die Kieler Deckung gegen die Lass-Elf ungewohnte Abstimmungsschwierigkeiten und Nachlässigkeiten. So war es nicht verwunderlich, dass die Gäste aus Eichede die schnelle Führung durch Rouven Abel im Anschluss an einen Nielsen-Freistoß (3.) bereits fünf Minuten später ausgleichen konnten. Der stets gefährliche Dennis Sudbrak nutzte eine Unsicherheit im Kieler Abwehrverband und traf nach einer feinen Einzelleistung aus zehn Metern zum Ausgleich. Und der SV Eichede hatte weitere Einschussmöglichkeiten. In der 29. Minute musste KSV-Keeper Nico Beyer gegen den frei vor dem Tor auftauchenden Jan Nagel Kopf und Kragen riskieren, zwei Minuten vor der Pause war es dann Patrick Schönfeldt, der einen Querpass von Sudbrak am Elfmeterpunkt annahm und nur haarscharf rechts am Kieler Tor vorbei schob. Quasi mit dem Halbzeitpfiff reagierte Holstein-Schlussmann Beyer gegen den aufgerückten Torge Maltzahn und bereinigte auch die letzte Möglichkeit der Gäste vor der Pause.

Auch nach dem Wechsel viel Sand im Getriebe der Störche. Torchancen waren Mangelware. Immer wieder verrannte sich die KSV in der dicht gestaffelten Eicheder Abwehr. Erst der Freistoß von Marc Nielsen, der zuvor von Jan-Ole Riekhof unsanft vom Ball getrennt worden war, brachte die Entscheidung zugunsten der Platzherren. Doch auch die Führung gab Holstein kaum Sicherheit. Nur die Tatsache, dass die Mannschaft von Kai Lass im zweiten Durchgang nichts Zwingendes mehr vor dem Tor von Nico Beyer zustande brachte, ließ die Kieler am Ende jubeln.

„Nach all den personellen Problemen in den letzten Wochen und der Abstellung von Kevin Schulz und Nico Schrum für die Oberliga-Mannschaft dürfen wir uns auch mal über einen schwer erkämpften und knappen Sieg freuen“, ließ Holstein-Teammanager Martin Balsam keinen Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Erfolges, auch wenn die Schiedsrichter-Entscheidung, die zum spielentscheidenden Freistoß-Tor von Marc Nielsen führte, selbst den Kieler Fans unter den Zuschauern etwas zweifelhaft erschien. (Patrick Nawe)

Holstein Kiel II: Beyer – Hardock, Meshekrani, Schmitt, Hingst (86. Yankin) – Kastner, Hansen, Nielsen, Alioua (82. Rinaldi) – Abel, Imeri (70. Soranno)

SV Eichede: Venz (90. Lindtner) – Fürstenberg, Schönfeldt, Huber, Schacht – Bruhn (60. Brockmöller), Weidner, Riekhoff, Nagel – Maltzahn, Sudbrak

Tore: 1:0 Abel (3.), 1:1 Sudbrak (8.), 2:1 Nielsen (66.)

Zuschauer: 150

Foto: Kieler Jubeltraube nach dem 2:1-Siegtreffer von Marc Nielsen.

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