Holstein Kiel – VfB Lübeck II 0:2 (0:1)

Oberliga Nord

Holstein verliert das Derby gegen den VfB II / Fotos im Bildarchiv

„Die Niederlage tut uns genauso weh, wie unseren Fans“, haderte Routinier Holger Hasse nach der 0:2-Niederlage gegen den VfB Lübeck II im Kieler Holstein-Stadion. 3378 Zuschauer sahen eine schwache erste Hälfte der Kieler Störche und auch in der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Gäste als kompaktere Einheit. „Wir haben heute mit dem Sieg ein Stück norddeutsche Fußballgeschichte geschrieben“, freute sich VfBII-Coach Torsten Flocken und lobte die fleißige und kämpferische Vorstellung seiner Spieler.

KSV-Trainer Peter Vollmann musste im Derby vorerst auf seinen Torjäger Guscinas verzichten. „Dimi bekam vor dem Anpfiff eine Spritze, doch danach fühlte er sich nicht gut. Deshalb habe ich ihn erst nach der Pause eingewechselt“, erklärte Vollmann. Für ihn rückte Zmijak in das Störche-Team. Holstein fand von Beginn an nicht ins Spiel und baute die Lübecker deshalb unfreiwillig auf mutiger nach vorne zu spielen. Nach einem Lange-Freistoß wollte Petersen den Ball klären, doch aus acht Metern schoss er den Ball aufs eigene Tor. Eine große Parade von Schlussmann Henzler verhinderte den frühen Rückstand (20.). Nur neun Minuten später musste der Kieler Keeper dann doch hinter sich greifen und den Ball aus dem Tornetz holen. Schyrba wurde überlaufen und der quirlige Weber schob die Kugel in das linke untere Toreck (29.). Schock für die KSV. Anschließend hätten Zmijak mit einem 16-Meter-Schuss (30.) und Holt nach feinem Solo (39.) die Gäste-Führung egalisieren können. Doch so blieb es zur Pause beim 0:1 aus Kieler Sicht.

Die Vollmann-Elf kam dann engagierter aus der Kabine und drückte nun auf den Ausgleich. Eine Siedschlag-Ecke köpfte Schyrba auf das Lübecker Tor, die Zuschauer und KSV-Spieler sahen den Ball bereits hinter der Torlinie, aber Referee Bischof entschied auf Abstoß (56.). Vier Minuten später die gleiche Situation, doch Niemeyer klärte den Ball in letzter Not auf der Linie. Glück für den VfB II. Die Kieler bestimmten weiter die Partie und Stürmer Guscinas belebte sichtlich die Offensivbemühungen der Gastgeber. Aber auch der Litauer scheiterte zweimal an Lübecks Torwart Rott (69./74.). Es folgte das überraschende 0:2, nachdem Weber sich nach einem Konter den Ball im Mittelfeld schnappte, alleine auf Henzler zulief und den 0:2-Endstand markierte (78.). „Wir haben einfach zu wenig investiert und über die Außenbahnen zu wenig Druck auf die Lübecker ausgeübt“, resümierte Vollmann. Holger Hasse ergänzte: „Wir dürfen die Köpfe nicht hängen lassen und müssen uns am nächsten Spieltag rehabilitieren.“ (sh)

Holstein Kiel: Henzler – Petersen, Hasse, Schyrba (76. Wulff) – Hummel (46. Guscinas), Brückner, Zmijak – Siedschlag, Vujcic – Mazingu-Dinzey, Holt

VfB Lübeck II: Rott – Ehlers, Kalus, Niemeyer, Lange – Schefer, Lennard (80. Thomas)- Zimmermann, Martens, Bruhn (75. Kremer)- Weber (86. Lübcke)

Schiedsrichter: Bischof (Braunschweig)

Tore: 0:1 Weber (29.), 0:2 Weber (78.)

Zuschauer. 3.378

Foto: Der Kieler Tim Siedschlag umzingelt von den Lübeckern Bruhn und Lange

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