Holstein Kiel – VFC Plauen 0:0

Regionalliga Nord

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Die Kieler Störche mussten sich in einer kämpferisch geführten Partie vor 3828 Zuschauern im Holstein-Stadion gegen den abstiegsgefährdeten VFC Plauen mit einem 0:0 begnügen. Aufgrund des zeitgleichen Remis von Verfolger Halle gegen Hertha BSC Berlin II (2:2) rangiert die Mannschaft von Trainer Falko Götz jedoch weiter an der Tabellenspitze. Die Spannung im Rennen um den 3. Liga-Aufstieg ist bei zwei noch ausstehenden Spielen nun kaum mehr zu überbieten. „Wir haben weiter ein großes Ziel vor Augen, für das es sich zu kämpfen lohnt. Der Spitzenreiter heißt weiter Holstein Kiel. Nun wollen wir in Leipzig einen Sieg einfahren“, richtete Trainer Falko Götz nach dem „wenig zufriedenstellenden Resultat“ gegen Plauen den Blick schon wieder nach vorn.

Die Holstein-Fans sahen über 90 Minuten Einbahnstraßenfußball pur. Nur selten konnten sich die Gäste aus dem Vogtland vom Kieler Druck befreien. Allerdings besaß die Elf von Trainer Hermann Andreev in der vierten Minute die erste Möglichkeit, aber den 25-Meter-Schuss von VFC-Goalgetter Kai Zimmermann konnte Holstein-Keeper Michael Frech, wenn auch mit leichter Unsicherheit, entschärfen. Die erste gefährliche Aktion der Platzherren in der 15. Minute. Tim Siedschlag eilte an der Grundlinie auf das Plauener Gehäuse zu, aber seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte Gästetorhüter Jiri Hruby aufnehmen. Aufregung dann eine Minute später. VFC-Keeper Hruby hatte dem kroatischen Stürmer in Diensten der KSV, Velimir Grgic, außerhalb des Strafraums das Leder per Hand vom Fuß geholt. Schiedsrichter Dr. Manuel Kunzmann fackelte nicht lange und zeigte dem Schlussmann die Rote Karte. Für Hruby rückte Bezirksliga-Torhüter Patrick Schüler zwischen die Pfosten. Den anschließenden Freistoß hämmerte Christian Jürgensen aus 18 Metern an die Unterkante der Latte. Viel Glück für die Gäste in dieser Szene. In der 32. Minute die nächste Chance zur Führung für die Störche. Jürgensen hatte das Leder von der linken Seite in den Strafraum gezogen und dort wuchtete Jan Hoffmann den Ball Richtung VFC-Tor. Aber Schlussmann Schüler bereinigte die Situation mit einer tollen Parade. Nach 30 Minuten gelang es den Gästen erstmals, sich ein wenig Luft zu verschaffen. Holstein musste dem hohen Tempo Tribut zollen. Doch mehr als ein Distanzschuss von Rene Schulze (37.) brachte die Andreev-Elf nicht zustande. Die letzte Kieler Chance im ersten Durchgang besaß Marco Stier in der 44. Minute, aber sein Ball aus neun Metern spitzen Winkels sicherte erneut der glänzend agierende Patrick Schüler im VFC-Tor.

Nach der Pause setzte Holstein nach. Doch immer wieder fehlte die letzte Konsequenz oder in manchen Szenen auch das nötige Quäntchen Glück, um für den so wichtigen „Brustlöser“ zu sorgen. Ein Grgic-Kopfball nach Eckball von Stier (51.), ein Versuch aus 16 Metern von Alexander Nouri (62.) und ein Volleyschuss von Stier aus 12 Metern (64.) verfehlten nur knapp das Ziel. Und auch in der 65. Minute gelang es den „Störchen“ nicht, die Kugel aus einem Getümmel im Plauener Strafraum heraus über die Linie zu drücken. Hoffmanns Kopfball nach Vorarbeit von Tim Siedschlag (72.) und Stiers Schuss aus 12 Metern halblinker Position (79.) waren ebenfalls nicht vom Erfolg gekrönt. Der zur Pause eingewechselte Dmitrijus Guscinas besaß per Kopf nach einem Eckball von Stier in der 89. Minute die letzte Gelegenheit der Kieler, doch noch den „Dreier“ einzufahren. Glück für Holstein dann in der Schlussminute, denn dem urplötzlich vor Michael Frech auftauchenden Manuel Zemlin gelang es nicht, den herauseilenden Kieler Schlussmann zu überwinden.

„Irgendwie hatte Plauen heute immer einen Fuß oder sogar den ganzen Körper dazwischen, wir kamen nicht durch das Abwehrbollwerk hindurch“, trauerte Dmitrijus Guscinas der großen Chance hinterher, sich um zwei Punkte vom Halleschen FC absetzen zu können. „Nun wird es wohl doch erst eine Entscheidung am letzten Spieltag geben“, ergänzte Hendrik Großöhmichen.

Holstein Kiel: Frech – Siedschlag, Boy (58. Hasse), Schyrba, Jürgensen – Brückner (46. Guscinas), Großöhmichen, Nouri, Stier – Hoffmann (73. Holt), Grgic

VFC Plauen: Hruby – Fahrenholz (69. Schröder), Boden, Hoffmann, Six – Schulze (76. Zemlin), Paulick – Hoßmang, Schindler, Soltau (18. Schüler) – Zimmermann

Rote Karte: Hruby (18. / Handspiel außerhalb des Strafraums)

Schiedsrichter: Kunzmann (Bad Hersfeld)

Zuschauer: 3828

Foto: Plauens Daniel Fahrenholz im Zweikampf mit Marco Stier.

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