Holstein Kiel – VfL Wolfsburg II 1:0 (1:0)

Regionalliga Nord

Das Quentchen Glück war am Ende auf Kieler Seite: Die KSV Holstein gewann das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg II mit 1:0 (1:0) vor 2165 Zuschauern im Holstein-Stadion. Dabei reichten den Störchen 25 starke Minuten zur Verteidigung der Tabellenspitze in der Regionalliga Nord. Das Tor des Tages erzielte Tim Siedschlag in der 5. Minute. „Wir haben heute mit vielen defensiven Mittelfeldakteuren agiert und sind später richtig unter Druck geraten. Dennoch waren es heute ganz wichtige drei Punkte“, so KSV-Coach Peter Vollmann, der die Gäste als stärkstes U23-Team der Liga einstufte. VfL-Trainer Bernd Hollerbach erklärte: „Die Anfangsphase haben wir verschlafen. Am Ende kann ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen, denn wir haben alles versucht den Anschlusstreffer zu erzielen.“

So wie die KSV-Spieler am vergangenen Wochenende in Berlin bei Hertha BSC II aufhörten, begannen die Störche auch ihr Heimspiel gegen die „Wölfe“. Offensivfußball hieß die Marschroute in den ersten 20 Minuten, allerdings dieses Mal mit Erfolg. Erst tankte sich Mohammed Lartey in den gegnerischen Strafraum, legte den Ball quer zum wiedergenesenen Tim Wulff, aber der Youngster kam einen Schritt zu spät (3.). Es folgte das frühe Führungstor der Kieler durch eine schöne Ballstafette. Hendrik Großöhmichen spielte den Ball Christian Jürgensen auf der Außenbahn in den Lauf und seine Flanke stocherte Tim Siedschlag zum 1:0 in die Tormaschen (5.).

Bereits in der 17. Minute hätte Großöhmichen nach Tohuwabohu im VfL-Strafraum das 2:0 aus kurzer Distanz erzielen können, aber Keeper Patrick Platins war auf dem Posten. Danach stellten sich die Wolfsburger mit einer „Doppelsechs“ besser auf die Gastgeber ein und die Partie verflachte etwas. Die einzige Chance des VfL II resultierte in der 44. Minute, als Daniel Adlung den Ball nach Pass von Kevin Wolze am Tor vorbei schob. Ein „Kracher“ von Tim Wulff verfehlte das Tor auf der anderen Seite ebenfalls nur knapp. „Wir haben nach der guten Anfangsphase etwas den Faden verloren“, resümierte Holsteins Angreifer Wulff.

Nach der Pause gestalteten beide Teams die Partie offener. Gerade die Einwechslung von Dmitrijus Guscinas belebte vorerst das Kieler Angriffsspiel. Wulff kam jedoch nach einer Flanke von Lartey, mit anschließender Kopfballverlängerung von Guscinas, einen Schritt zu spät (62.). Ein misslungener Konter der Vollmann-Elf rächte sich dann fast in der 74. Minute. Gegenstoß des VfL Wolfsburg: Sergej Evljuskin passte den Ball zu Philipp Kreuls, doch sein Torschuss landete knapp neben dem KSV-Gehäuse. Glück für die Störche. Der VfL operierte fortan mit langen Bällen und drückte auf den Anschlusstreffer. Holstein agierte dagegen in der Schlussphase verunsichert, rettete aber die knappe Führung über die Zeit. „Am Ende war es eine Abwehrschlacht. Ich bin sehr glücklich, dass wir die Schlussphase überstanden haben“, meinte Torhüter Michael Frech.

Holstein Kiel: Frech – Hummel, Boy, Schyrba – Großöhmichen, Brückner – Lartey, Jürgensen (86. Meyer) – Vujcic (57. Guscinas) – Wulff (80. Hasse), Siedschlag

VfL Wolfsburg II: Platins – Riemer (63. Könnecke), Simunek, Klamt (18. Evljuskin), Wolze – Reiche, Schindzielorz – Adlung, Kreuels, Esswein (46. Neumann) – Brechtler

Tore: 1:0 Siedschlag (5.)

Schiedsrichter: Wenkel (Mühlhausen)

Zuschauer: 2165

Foto: Tim Siedschlag erzielt das Tor des Tages in der 5. Spielminute.

(sh)

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