Holstein schwitzt in Österreich

Die Kieler Störche haben ihr Trainingsdomizil am österreichischen Walchsee bezogen und arbeiten intensiv an der Saisonvorbereitung. „Eine gute Fitness erreichen, die Arbeit mit dem Ball forcieren und taktisch auf die neue Spielklasse einstellen“, so fasst Trainer Falko Götz die Ziele für die „Tiroler Arbeitswoche“ zusammen. Zur Umsetzung dieser Vorhaben stehen dem Drittliga-Aufsteiger von der Förde im idyllisch gelegenen Panorama Hotel sowie auf dem nahe gelegenen Rasenplatz ideale Bedingungen vor. Der kommende Testspielgegner Arminia Bielefeld bewohnt die nur 200 Meter entfernte Seeresidenz und genießt ebenso das tolle Ambiente.

Heftige Regenfälle zur Mittagszeit, aber beste Bedingungen beim Auftakttraining des Trainingslagers um 16 Uhr – Holstein betrat zwei Tage nach dem starken Auftritt gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg hochmotiviert den Hauptplatz des SV Walchsee. Während Torhüter Michael Frech (Muskelverspannung) sowie die beiden Neuzugänge Marc Heider (Aufbautraining) und Robert Müller (Wadenprellung) vorerst nur mit Physiotherapeut Christoph Stengel „üben“ können, ließen die anderen Störche das Leder schon recht gepflegt über das Geläuf rollen. Immer wieder unterbrach Trainer Falko Götz in das Geschehen ein und gab seinen dankbaren Akteuren wertvolle Hilfestellung.

Für amüsante Szenen sorgte das abschließende Bad in den vom Betreuerteam Norbert Duffner und Heiko Klenig angerichteten Eistonnen. Als regenerative Maßnahme hat sich der Sprung in das kalte Nass im Profibereich längst durchgesetzt. Und auch bei Holstein ist das Eis inzwischen zur Pflichtübung geworden. Dennoch war es selbst für die „gestählten“ Kieler ein echter Härtetest. „Wir befinden uns zurzeit in einer sehr hohen Belastungsphase, das erfordert nach den Anstrengungen zusätzliche Maßnahmen“, so Götz.

Bis zum kommenden Montag weilt der Holstein-Tross noch in Österreich. Zwei Testspiele sind im Rahmen des Trainingslagers geplant. Am 9. Juli gastiert die Elf von Trainer Falko Götz beim FC Reith bei Kitzbühel (2. Klasse Ost) und drei Tage später erwartet die KSV dann mit Arminia Bielefeld ein großer Brocken. Der Bundesliga-Absteiger steht vor einem Neuaufbau in der zweiten Liga und wird sicherlich mit einem starken Aufgebot antreten. (Patrick Nawe)

Foto: Falko Götz und Andreas Thom beobachten aufmerksam das erste Training in Österreich.

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