Holstein Stellungnahme

Offizielle Stellungnahme der KSV Holstein zu dem Vorfall in der 25. und 26. Minute der Oberliga-Begegnung am 28. September 2007 zwischen dem FC Oberneuland und Holstein Kiel:

Die Verantwortlichen der KSV Holstein sind am 29. September kurzfristig zusammengetreten, um die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Zünden eines Bengalfeuers und der Annullierung des ersten Kieler Treffers während des Spiels zu analysieren.

Präsidium, sportliche Leitung und Mannschaft der KSV Holstein distanzieren sich von den einzelnen Zuschauern, die am Freitag in Oberneuland dem Ruf des Vereins in erheblichem Maße geschadet, die Gesundheit anwesender Besucher aufs Spiel gesetzt und die sportliche Zielsetzung „Qualifikation für die Regionalliga Nord“, gefährdet haben. Das Präsidium der KSV Holstein räumt der Fan-Problematik höchste Priorität ein und wird die bereits vor der Saison und in den letzten Spielzeiten getroffenen Maßnahmen weiter mit aller Ernsthaftigkeit verfolgen.

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nord wurden die Sicherheitsauflagen des Deutschen Fußball Bundes ungültig. Die KSV Holstein betreibt dennoch, im Bewusstsein um Störpotenziale innerhalb einiger Fangruppierungen, weiterhin einen hohen Aufwand, um die Sicherheit im Holstein-Stadion, aber auch auf den gegnerischen Sportplätzen zu gewährleisten. Diese Gewährleistung ist für den Verein mit einem hohen Kostenaufwand verbunden, wird aber auch aufgrund der negativen Erfahrungen bei den letzten Auswärtsspielen in Wilhelmshaven, Osnabrück und Cloppenburg bis zum Saisonende weiter aufrecht erhalten. Auch in Oberneuland waren neben der Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden im Vorfeld der Begegnung sechs eigens von der KSV Holstein abgestellte und finanzierte Sicherheitsfachkräfte anwesend, um deeskalierend auf mögliche Vorfälle reagieren zu können. Diese Sicherheitskräfte haben die 90 mit der Bahn angereisten Anhänger während der kompletten An- und Abreise begleitet und trugen einen großen Anteil daran, dass ein nach der Annullierung des ersten Kieler Treffers drohender Spielabbruch seitens des Schiedsrichters und somit weitere schwerwiegende Folgen für den Verein abgewendet werden konnten.

Das Präsidium, die sportliche Leitung, die Mannschaft und die Sicherheitsbeauftragten der KSV Holstein zollen dem beherzten Auftreten der Unparteiischen, insbesondere der Herren Bartsch (Schiedsrichter) und Dornieden (Assistent), größten Respekt.

Die KSV Holstein sieht ein erhebliches Problem darin, dass die für die Bundesliga bis zur Regionalliga ausgesprochenen Stadionverbote des DFB in der Oberliga keine Gültigkeit mehr besitzen. Holstein Kiel hat sich daher vor dem Saisonbeginn dazu entschlossen, diese in der Oberliga außer Kraft gesetzten Verbote durch die Anwendung des Hausrechts zu erhalten. Die betroffenen Personen wurden vor dem 1. Spieltag der Saison 2007/08 davon in Kenntnis gesetzt und mit einem Hausverbot belegt. Ferner wurden die Sicherheitsvorkehrungen im Holstein-Stadion in den letzten Jahren kontinuierlich den vom DFB vorgegebenen Lizenz-Anforderungen angepasst. Leider hat die KSV Holstein keine Handhabe, um die Stadionverbote auch auf die Auswärtsspiele unserer Mannschaft auszudehnen.

Die angesprochenen Maßnahmen seitens des Vereins, vor allem in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei, haben in der Oberliga zu einer deutlichen Verbesserung der Sicherheit während der Heimspiele der KSV Holstein beigetragen. Auch die Medien haben in den letzten Wochen sowohl über die Atmosphäre, den friedlichen Charakter und das Entwicklungspotenzial in Bezug auf die Zuschauerzahlen im Holstein-Stadion überaus positiv berichtet. Die Verantwortlichen bedauern daher die Ereignisse während der Auswärtsspiele zutiefst und treiben weitere Strukturverbesserungen im Bereich der Sicherheit mit aller Intensität voran.

KSV Holstein von 1900 e.V.

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