Holstein Woman – Magdeburger FFC 1:1 (1:1)

Krauses Traumtor reichte nicht im Kellerduell

Es bleibt alles beim Alten! Nach
dem 1:1 zwischen den Frauen von Holstein Kiel und dem Magdeburger FFC in der 2.
Frauen-Bundesliga Nord gab es nach dem Kellerduell tabellarisch keinen Rutsch. Der Magdeburger FFC rangiert weiterhin mit 9 Punkten auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Dahinter stehen die „Holstein Woman“ punktgleich auf Platz 10 nach 13 von 22 ausgetragenen Punktspielen.

Dabei spiegelt das Unentschieden die Verhältnisse nach den 90 Minuten auf dem Kunstrasenplatz auf der Sportanlage Kiel-Projensdorf wider.Vom
ersten Ballkontakt bis zum Schlusspfiff gingen dabei beide Teams ein hohes
Tempo. Gepaart mit hohem kämpferischen Einsatz bis an die erlaubten Grenzen und
manchmal auch darüber hinaus sahen die knapp mehr als 100 Zuschauer ein
interessantes und zugleich spannendes Spiel. Trotz der fehlenden (vielen)
Torchancen hatte das direkte Duell um Platz 9 seinen Reiz. Neutrainer Christian
Fischer beorderte Mittelfeldspielerin Kranz auf die rechte Abwehrseite, wo
Holsteins Nummer sieben ihre Sache sehr gut machte. Ihre Position im zentralen
Mittelfeld nahm Rachel Jakubowski ein. Der Neuzugang aus Orlando debütierte bei
den Holstein Woman. Fehlte in der ersten Stunde noch etwas die Bindung zu dem
Mitspielerinnen, zeigte die US-Amerikanerin in der letzten halben Stunde ihre
Fähigkeiten als Ballverteilerin. In dieser Phase sammelten die Kielerinnen
einige Pluspunkte. „Da war mehr drin“, liebäugelte Fischer mit mehr nach dem
Schlusspfiff, „wir waren in der ersten Halbzeit nicht so gut, Magdeburg in der
zweiten Halbzeit.“ In der 58. und 75. Minute besass Holsteins Aktivposten Pank
zweimal die Möglichkeit für den enorm wichtigen Dreier. Beim ersten Mal
versprang der Ball auf dem rutschigen Geläuf etwas, so dass U20-Weltmeisterin
Almuth Schult rechtzeitig den Winkel auf ihr Tor verkürzte und so den Schuss am
Torraumeck abwehrte. Beim zweiten Mal war der Heber aus 18 Metern über die
herausgeeilte Schult zu hoch angesetzt.

Besser
hatte es Christina Krause in der ersten Hälfte gemacht. Die Stürmerin drosch in
Höhe linkes Strafraumeck den Ball aus 25 Metern unhaltbar für Schult rechts oben in den Torwinkel. Die Belohnung
für das aggressive Spiel der Kielerinnen. Vor allem Spielführerin Pashley zeigte
in den 90 Minuten mit einer guten Leistung, was im Abstiegskampf angesagt ist.
Mit dem plötzlichen 1:1 gewann der Gast aus Magdeburg jedoch Oberwasser. Nach
einem Eckball kam Roeloffs im Zentrum aus 11 Metern unbedrängt zum Torschuss
halbhoch ins Gehäuse der machtlosen Bendt. Danach war die Mannschaft von
Steffen Rau dem 2:1 näher als Holstein. Zum Glück rettete Krohn fast auf der
Torlinie das 1:1 zur Halbzeit.

Nach dem
Wechsel gaben sich beide Seiten nicht mit dem 1:1 zufrieden. Aufgrund der
prekären Lage beider Teams war die Marschroute beider Teams auf drei Punkte
getrimmt. Am Ende sollte es jedoch beim leistungsgerechten Ausgang bleiben.

Holstein
Kiel:
Victoria
Bendt – Kati Krohn, Svenja Bödeker, Stephanie Güldenzoph, Marialiiza Kranz –
Jeska Danielsen (61. Tina Hild), Rachel Pashley, Rachel Jakubowski, Joy
Grube – Christina Krause (64. Denise Jakubowski)

Magdeburger FFC: Almuth
Schult – Melanie Vogelhuber, Stephanie Abel, Anja Beinroth, Jennifer Horwege –
Patricia Steinbrück, Katja Gabrowitsch, Anne Roeloffs – Isabelle Knipp, Dania
Schuster, Ilda Mujovic (58. Caroline
Kunschke)

Schiedsrichter: Sandra Pansch (Ahrensburg)

Assistenten: Liane Lindenberg (Nienburg),
Susann Kunkel (Hamburg)

Zuschauer: 110

Gelbe
Karten:
Grube –
Steinbrück, Roeloffs

Tore: 1:0 Krause (16.), 1:1 Roeloffs
(22.)

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