HSV II – Holstein Kiel 0:2 (0:0)

Regionalliga Nord (29. Spieltag)

Regionalliga-Spitzenreiter Holstein Kiel kehrte mit einem verdienten 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den Hamburger SV II aus Norderstedt zurück. Stephan Vujcic (70.) und Michael Holt (80.) sicherten den Störchen mit ihren Toren drei wichtige Zähler im Aufstiegsrennen. „Wenn wir Fehler vermeiden so wie heute, dann kommt keine Mannschaft an uns vorbei. Wir wollen mit aller Macht in die 3. Liga“, so KSV-Coach Falko Götz nach dem Spiel.

Mit drei Spitzen sowie dem Bundesliga-Profi Maxim Choupo-Moting rückten die „Rotosen“ Holstein zu Leibe. Anfangs mit Erfolg, denn die erste gute Chance für den Tabvellenführer sahen die rund 850 mitgereisten Kieler Schlachtenbummler erst in der 32. Spielminute. HSV-Keeper Raphael Wolf warf sich nach einem Steilpass von Michael Holt vor den heraneilenden Marco Stier und konnte klären. Vier Minuten später wuchtete Kapitän Sven Boy einen Stier-Freistoß Richtung HSV-Tor, doch Boris Leschinski klärte kurz vor der Linie. In der 38. Minute eine gute Gelegenheit für die „Rothosen“. Boy hatte Maximilian Beister unsanft von den Beinen geholt. Den direkt geschossenen 22-Meter-Freistoß von Torun parierte Frech im KSV-Tor. Die erste Halbzeit lebte zumeist von der Spannung.

Nach der Pause trat Holstein deutlich energischer und spielte sich zahlreiche gute Möglichkeiten heraus. Michael Holt per Drehschuss aus 12 Metern (48.) und Velimir Grgic aus 14 Metern spitzen Winkels (52.) verpassten nur knapp das Tor. Auf der Gegenseite warf sich Sven Boy in höchster Not in einen Schuss von Torun und verhinderte somit Ungemach für seine Elf. In der 57. Minute Glück für Holstein als ein Kopfball von Kai-Fabian Schulz an die Querlatte klatschte. Diese Szene wirkte quasi wie ein Weckruf für die KSV, denn was dann folgte war die stärkste Phase der Störche. Erst klärte Fabian Franke vor Velimir Grgic (58.), dann verpasste Kevin Schulz aus kurzer Distanz haarscharf (59.) und in der 60. Minute setzte Michael Holt einen Freistoß aus 22 Metern halbrechter Position an die Querlatte des Hamburger Gehäuses. Angetrieben von Regisseur Alexander Nouri und dem immer stärker werdenden Mohammed Lartey rollten die Kieler Angriffe Richtung HSV-Tor. In der 61. Minute parierte Wolf einen Lartey-Schuss aus sieben Metern und nur kurz darauf setzte Boy einen Kopfball knapp über die Latte (62.).

In der 70. Minute war es endlich soweit. Franke und Keita hatten Stier kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Für den fälligen Freistoß hatten sich die Störche etwas Besonderes ausgedacht. Holt täuschte einen Schuss an und startete durch, Stier schob das Leder links an der Mauer vorbei in den Lauf von Holt, der bediente den in der Mitte lauernden Vujcic und der Kieler wuchtete die Kugel aus 14 Metern ins rechte obere Toreck. Riesenjubel bei den Holstein-Fans, die nun echte Heimspielatmosphäre verbreiteten. Endlich war der Bann gebrochen. In der 80. Minute erhöhte Holt per Foulelfmeter auf 2:0. Zuvor hatte der Hamburger Schulz den Kieler Angreifer im Strafraum zu Fall gebracht. Fünf Minuten vor dem Ende beinahe der dritte Kieler Treffer, aber Grgic scheiterte nach Vorarbeit von Lartey aus sieben Metern knapp.

„Das war heute streckenweise Gänsehautfeeling, denn unsere Anhänger haben uns wirklich zum Sieg gepusht“, zollte KSV-Schlussmann Michael Frech den Kieler Fans ein Sonderlob. „Wir sind wieder da und haben eine tolle Moral gezeigt“, freute sich Trainer Falko Götz über die Vorstellung seiner Mannschaft. Doppelte Freude beim hervorragenden Spielmacher Alexander Nouri. Neben der verteidigten Tabellenführung feierte der Ex-Osnabrücker auch die Geburt seines Sohnes, der mit einem Gewicht von 3290 Gramm das Licht der Welt erblickte. Damit steht der erste „Neuzugang“ der KSV Holstein für die neue Saison fest!

Bereits am Mittwoch um 18.30 Uhr empfängt Holstein die Elf von Hertha BSC Berlin II im Holstein-Stadion. Bonbon für alle Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 16 Jahre sowie deren erwachsene Begleitpersonen: Stehplatztickets für den Block M gibt es für nur einen Euro!

Hamburger SV II: Wolf – Franke, Schulz, Leschinski, Pressel – Keita, Kazior, Torun, Choupo-Moting – Beister, Schahin

Holstein Kiel: Frech – Schulz (89. Meyer), Boy, Schyrba – Vujcic, Hummel (35. Lartey) – Siedschlag, Nouri, Stier – Grgic, Holt (87. Wulff)

Tore: 0:1 Vujcic (52.), 0:2 Holt (Foulelfmeter, 80.)

Schiedsrichter: Rafati (Hannover)

Zuschauer: 1060

Foto: Erst Vaterfreuden, dann Auswärtssieg – Alexander Nouri spielte gegen den HSV groß auf.

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