Interview der Woche – Heute: Peter Vollmann

Das Holstein Magazin sprach im Interview mit Trainer Peter Vollmann über die taktische Ausrichtung der Mannschaft, mögliche Motivationsprobleme der Spieler und die neu zu besetzende Stelle des Co-Trainers.

Holstein Magazin: Herr Vollmann, nach dem Spiel in Henstedt-Rhen sagten Sie, dass 60 Punkte wohl reichen werden, um sich für die neue Regionalliga Nord zu qualifizieren. Gehen wir mal davon aus, dass Ihr Team die Punktezahl in den kommenden Spielen erreichen wird. Sind die Spieler für den Rest der Saison überhaupt noch motiviert?

Vollmann: Auch dann werden meine Spieler sich konzentrieren, da wir uns stetig verbessern wollen. Natürlich ist es auch eine Charakterfrage, weiterhin alles für den Klub und die Fans zu geben. Darüber denke ich aber im Augenblick noch gar nicht nach, da wir erst einmal die restlichen Punkte einfahren wollen!

Holstein Magazin: Im Fanforum wird darüber diskutiert, dass Sie die Mannschaft teilweise zu defensiv einstellen. Wollen Sie vielleicht kurz die taktische Ausrichtung der Mannschaft erklären?

Vollmann: Das kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt in der Regional- und Oberliga nur sehr wenige Teams, die mit drei Angreifern agieren. Unser 3-4-3 System lebt natürlich von den einzelnen Spielern bzw. den Akteuren, die mir zur Verfügung stehen. Aus der Dreierabwehrkette geht zwar kein Spieler mit nach vorne, wie es vielleicht bei einer Viererkette der Fall wäre, aber dafür dürfen sich alle anderen Akteure offensiv einschalten. In der letzten Spielzeit bekamen wir immer Probleme, wenn wir in Rückstand gerieten. Deshalb musste ich das System umstellen. Erst einmal defensiv sicher stehen und mit Ruhe und Geduld die Chance vor dem gegnerischen Tor suchen. Ich denke, unser System ist keinesfalls defensiv ausgerichtet, sondern sehr ausgewogen, sowohl nach hinten als auch nach vorne.

Holstein Magazin: Ihr Assistent Volker Manz wird sich nach dieser Spielzeit beruflich verändern. Gibt es schon einen neuen Kandidaten für den Posten des Co-Trainers?

Vollmann: Erst einmal bedauere ich es sehr, dass Volker uns verlässt, denn er leistet an meiner Seite hervorragende Arbeit. Der Zeitdruck ist nicht sonderlich groß. Dennoch versuchen wir bereits intern eine Lösung zu finden, um den Posten adäquat zu ersetzen.

Holstein Magazin: Wie verläuft die Genesung bei Sven Boy und Thorsten Rohwer?

Vollmann: Thorsten ist noch nicht beschwerdefrei, nimmt aber in den nächsten Tagen am Training teil. Sollte er am Ende der Woche voll belastbar sein, steht er am Sonntag im Kader. Bei Sven wird es sicherlich noch zwei bis drei Wochen dauern, bis er wieder auf dem Platz stehen kann. Allerdings beginnt er schon mit leichtem Lauftraining und Kraftübungen.

Das Interview führte Sven Hornung

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