„Joker“ Tim Wulff arbeitet akribisch

In der Schlussviertelstunde gegen den FC St. Pauli II setzte KSV-Coach Peter Vollmann alles auf eine Karte und wechselte Tim Wulff für Hauke Brückner in der 78. Minute ein. Holstein bestürmte nun das St. Pauli-Tor und wurde für den Kraftakt doch noch belohnt. Begünstigt durch einen Ballverlust der Hamburger gelangte das Leder zwei Minuten vor dem Ende in den Strafraum der Braun-Weißen und dort verwertete „Joker“ Wulff eine maßgeschneiderte Vorarbeit von Dmitrijus Guscinas aus sechs Metern zum Ausgleich.

„Ich habe mit meiner Laufbereitschaft versucht die gegnerische Abwehr zu verunsichern und bin sehr happy, dass uns noch der Ausgleich gelungen ist“, erzählt Wulff rückblickend und kann sich die jüngsten Ladehemmungen der Störche-Offensive nicht erklären: „Wir haben derzeit einfach Dreck am Fuß kleben. Es kann einfach nur besser werden.“ Der 20-Jährige arbeitet derzeit akribisch im Training, um sich für längere Einsätze in der Oberliga-Elf zu empfehlen. Seine Spielanteile waren in den vergangenen Wochen sehr gering und deshalb will sich der Kieler Stürmer in den Trainingseinheiten anbieten. „Er arbeitet sich langsam wieder heran und gibt immer 100%“, so Vollmann, der die Leistungssteigerung seines Spielers mit Interesse verfolgt.

Am kommenden Sonntag hofft Wulff auf den nächsten Einsatz und einen “Dreier” bei Bergedorf 85 und erinnert sich gerne an die vergangene Oberliga-Saison mit der zweiten KSV-Mannschaft zurück. Da erzielte er nämlich vier Tore im Heimspiel gegen die „Elstern“. Wulff: „Unser Team ist intakt und wir werden gemeinsam aus dem Zwischentief wieder herauskommen.”

Foto: Wulff würde die Holstein-Kritiker am liebsten mit Toren zum Schweigen bringen.

(sh)

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