„Kein Anlass auf den Tischen zu tanzen!“

Stimmen zum Spiel Holstein Kiel – VfL Osnabrück

Stefan Böger (Trainer Holstein Kiel): Wir haben nach einer harten Trainingswoche unser erstes Ziel erreicht, denn wir haben die Abstiegsränge verlassen können. Vor uns liegen nun weitere Monate ganz harter Arbeit. Schon in den letzten Wochen habe ich zahlreiche gute Ansätze gesehen. Heute wurden wir für unseren hohen Aufwand, den wir unter der Woche betrieben haben, belohnt. Der VfL Osnabrück hat in dieser Saison bislang spielerisch Maßstäbe gesetzt, da mussten wir mit Zweikampfstärke gegenhalten. Wenn man sich einmal unsere Aufstellung ansieht, dann kann man die Leistung der Mannschaft nicht hoch genug einschätzen. Ich bin heute von der ersten bis zur letzten Minute zufrieden mit meiner Truppe. Man sieht wieder einmal, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann, Überflieger gibt es nicht. Aber eines ist sicher, uns verbietet sich in unserer Situation der Blick auf die oberen Tabellenregionen. Besonders freut es mich natürlich, dass neben dem abermals famosen Matthias Hummel auch Christian Jürgensen bei seiner Premiere überzeugen konnte. Ein Qualitätsnachweis unserer U23. Das sollte allen unseren Nachwuchstalenten Mut machen für die Zukunft. Aber sicherlich wäre mir noch wohler in der Haut, wenn Leistungsträger wie Molata, Breitenreiter und Mikolajczak zur Verfügung stehen würden. Dann wird bei entsprechender Entwicklung eine noch höhere spielerische Qualität zur Verfügung stehen.

Peter Vollmann (Sportdirektor Holstein Kiel): Der Trainer hat in dieser Woche alles Nötige veranlasst und die Mannschaft optimal eingestellt. Wir haben spielerisch und kämpferisch überzeugen können. Doch schon am Sonntag früh muss bei allen Spielern Düsseldorf im Kopf sein. Die Leistung gegen Osnabrück müssen wir bestätigen, dann ist für uns auch in Düsseldorf etwas zu holen. Derzeit gibt es trotz des Sieges sicher keinen Anlass auf den Tischen zu tanzen. Der Blick auf die Tabelle verdeutlicht das.

Claus-Dieter Wollitz (Trainer VfL Osnabrück): Wenn man im richtigen Moment auf die richtige Mannschaft trifft, dann kommt man auch wieder auf die Erfolgsspur zurück. Heute hatte Holstein den richtigen Gegner, denn wir haben zu keinem Zeitpunkt unser Spiel gefunden. Holstein war toll organisiert, hat aggressiv, aber sehr fair agiert. Mehr als drei Ballkontakte waren uns gegen diesen Gegner nicht möglich, weder im ersten Durchgang noch nach der Pause. Meine Mannschaft hat heute einiges versucht, aber nichts ist passiert. Man kann verlieren, aber man muss wieder aufstehen und siegen und genau das werden wir tun. Es ist aber wieder einmal deutlich geworden, dass die Regionalliga von Platz 1 bis 19 ausgeglichen ist. Und wer den längsten Atem hat, der wird am Ende auf den beiden vorderen Plätzen stehen. Und das müssen nicht unbedingt die zwei besten Teams sein.

(Patrick Nawe)

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