Meilenstein für Nachwuchs-Fußball

Richtfest in Projensdorf

Ein großer Tag für den Fußball-Drittligisten KSV Holstein, die Landeshauptstadt Kiel und den Jugendfußball in Schleswig-Holstein. Mit dem Richtfest des Erweiterungsbaus des Nachwuchs-Leistungszentrums in Projensdorf machen die Störche in einer Gemeinschaftsaktion mit Stadt und Land den nächsten Schritt in eine sportlich erfolgreiche Zukunft. Mit der 500 Quadratmeter großen Sporthalle, den modernen Umkleideräumen und einem schmucken Verwaltungsgebäude erhält das Leistungszentrum des Kieler Traditionsvereins bis zum Frühjahr ein völlig neues Gesicht.

„Für einen Drittligisten wie Holstein Kiel ist so ein Leistungszentrum keine Selbstverständlichkeit, man kann nur begeistert sein angesichts der tollen infrastrukturellen Veränderungen“, freute sich Clubchef Roland Reime und fügte hinzu: „Der große Einsatz von Stadt und Land ist uns allen eine große Verpflichtung. Unsere Jugendmannschaften spielen alle in den höchstmöglichen Ligen. Aus diesem Reservoir an hoffnungsvollen Talenten wollen wir Kraft und Energie schöpfen, um die 1. und 2. Mannschaft weiter zu unterstützen und den Verein in eine sportlich erfolgreiche Zukunft zu führen.“

Für Kiel ist es enorm wichtig Symbole zu schaffen, die in die Zukunft weisen und den Namen der Landeshauptstadt bundesweit in den Mittelpunkt rücken. Unsere Stadt benötigt den Leistungssport ganz dringend. Und was über den THW, die Canes und Holstein gesagt wird, das sagt auch immer etwas über Kiel aus“, so Oberbürgermeister Torsten Albig, der als gebürtigen Ost-Westfale davon träumt, dass „die KSV Holstein in naher Zukunft auch einmal als Zweitligist an der Bielefelder Alm Erfolge feiern kann“.

Der SPD-Landesvorsitzende Dr. Ralf Stegner hob in seiner Rede die Bedeutung des Fußballs für Schleswig-Holstein besonders hervor: „Fußball ist in der Breitenwirkung in unserem Land die Sportart Nummer 1, auch wenn Holstein als stärkster Verein in der 3. Liga spielt. Mir blutet das Herz, dass wir im nördlichsten Bundesland im Herrenbereich keinen Erst- oder Zweitligafußball zu bieten haben. Mit einer entsprechenden Nachwuchsförderung können aber mittel- und langfristig höhere Ziele angestrebt werden. Unsere Talente sind die Wurzel späterer Erfolge. Die Erweiterung des Nachwuchs-Leistungszentrums der KSV Holstein ist ein wichtiger Schritt dafür, dass die Wartezeit auf Bundesliga-Fußball irgendwann eine Ende haben wird.“

Holstein-Chefcoach Christian Wück schwärmt schon jetzt: „In Kürze haben wir hier Bedingungen, die in Schleswig-Holstein einzigartig sind. Das ist vor allem auch ein deutliches Signal an die Fußballjugend im Land. Wir wollen und müssen unseren Talenten eindeutige Ausbildungsangebote machen und sie für Holstein gewinnen.“

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten wird für April gerechnet. Insgesamt standen für die neue Flutlichtanlage, die Sicherheitsvorkehrungen im Holstein-Stadion und das Nachwuchs-Leistungszentrum 4,2 Mio. Euro zur Verfügung. Im Schulterschluss stellten das Land Schleswig-Holstein (1,058 Mio. Euro), die Stadt Kiel (860 Tsd. Euro bis 2012) und der Verein (ca. 2,2 Mio. Euro) die Mittel für die umfangreichen Baumaßnahmen zur Verfügung.

Foto: Schulterschluss für den Nachwuchs-Fußball: der SPD-Landesvorsitzende Dr. Ralf Stegner, Architekt Holger Koppe (Firma AX5), Holstein-Präsident Roland Reime, Staatssekretär Dr. Arne Wulff und Oberbürgermeister Torsten Albig.

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