Mi. 16.30 Uhr: Holstein Kiel – Chemnitzer FC

Regionalliga Nord

Holstein Kiel befindet sich in der Fußball-Regionalliga Nord im Höhenflug. Morgen, zur ungewohnten Anstoßzeit um 16.30 Uhr, empfangen die Störche im Nachholspiel den Chemnitzer FC und peilen gegen die Sachsen den sechsten „Dreier“ in Folge an.

„Wir haben keinen Einfluss auf solche Situationen, ähnlich wie bei Verletzungen. Wir hätten gern am Sonntag gespielt, aber so werden wir uns eben intensiv auf Mittwoch vorbereiten und uns neu auf den Gegner und die Aufgabe einschwören“, so KSV-Coach Peter Vollmann nach dem Spielausfall am Wochenende.

1967 wurde der Chemnitzer FC DDR-Meister, spielte nach der Wiedervereinigung lange Jahre in der 2. Bundesliga. Doch der einstige Ruhm ist längst verblasst. Dem Absturz in die Viertklassigkeit folgte in diesem Sommer immerhin die ersehnte Qualifikation zur neuen Regionalliga. Mittelfristig soll es aber dorthin zurückgehen, wo Chemnitz schon einmal war und wo auch Trainer Gerd Schädlich lange Jahre in Aue tätig war: „Wir wollen zurück in den Profi-Fußball“, sagt Schädlich.

Der Chemnitzer FC hat in dieser Saison schon einige Höhen und Tiefen durchgemacht. Nach dem Heimspiel gegen Türkiyemspor Berlin (1:2) wurde der Verein bestraft, weil einige Besucher fremdenfeindliche und antisemitische Parolen gerufen hatten. Neben einer Geldstrafe bekam der CFC eine Zuschauerbeschränkung für das Heimspiel gegen Hannover 96 II (1:1) auferlegt. Nur 1.000 Besucher durften ins Stadion. Der Verein reagierte und erteilte gegen ermittelte Personen 18 bundesweite Stadionverbote. Die Mannschaft ließ sich davon nicht beirren und siegte im folgenden Auswärts-Spiel 4:0 bei Hansa Rostock II, spielte anschließend gegen die Niedersachen vor beschränkter Kulisse immerhin Remis (1:1). Doch das 0:1 unter der Woche in Oberneuland – Holstein-Coach Peter Vollmann verfolgte die Partie als Beobachter live im Stadion am Vinnenweg – warf die Sachsen wieder zurück. Nur fünf Zähler aus sechs Partien sind viel zu wenig für die hohen Ansprüche der ”Himmelblauen”.

Holstein hingegen rangiert nach fünf Siegen in Folge auf dem 2. Tabellenplatz der Regionalliga Nord und hat sich eindrucksvoll in der Spitzengruppe festgesetzt. Gegen den CFC soll die Siegesserie fortgesetzt werden. „Chemnitz ist eine kompakte Mannschaft, die nicht so schlecht ist, wie es der Tabellenplatz derzeit vielleicht vermuten lassen könnte“, so Vollmann über die Schädlich-Elf. Holstein muss also auf der Hut sein.

Personell kann Vollmann abgesehen von den Langzeitverletzten Holger Hasse und Michael Holt aus dem Vollen schöpfen. Allerdings muss Thorsten Rohwer nach seiner gelb-roten Karte in Oberneuland pausieren. Eine Alternative für Rohwer könnte neben Hendrik Großöhmichen auch Heiko Petersen sein, der den Störchen nach dem Bestehen einer Teilprüfung seines Jura-Studiums wieder voll zur Verfügung steht.

Chefcoach Peter Vollmann freut sich über die unverhoffte Verstärkung, denn eigentlich war die Rückkehr von Heiko Petersen erst für das Frühjahr geplant. „Mit seiner Erfahrung und Schnelligkeit wird er unseren Kader sicherlich verstärken“, freut sich Vollmann auf eine erneute Intensivierung des Konkurrenzkampfes bei den Störchen. „Heiko kann viele Positionen spielen, das macht ihn für uns sehr wertvoll“, so Vollmann über den 28-fachen Zweitliga-Spieler, der von 2001 bis 2005 für den VfL Osnabrück, VfB Lübeck und die TSG Hoffenheim aktiv war.(Patrick Nawe)

Foto: Heiko Petersen meldet sich zurück im Regionalliga-Kader der Kieler Störche.

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