Niederlage in Nordhorn

Kiel – Eintracht Nordhorn wird für den Fußball-Oberligisten Holstein Kiel II langsam zum Angstgegner: drittes Spiel, dritte Niederlage. Während sich der VfR Neumünster in Brinkum eine deftige 2:5-Packung abholte, schöpft die FT Eider Büdelsdorf nach dem 3:1-Erfolg über Eintracht Braunschweig II neue Hoffnung auf den Klassenverbleib.

Eintracht Nordhorn – Holstein Kiel II 4:2 (0:1)

Zum dritten Mal spielte die KSV II in der Oberliga Nord gegen Eintracht Nordhorn, zum dritten Mal bezog die Elf von Trainer Hans-Friedrich Brunner eine Niederlage. Doch die Kieler schrammten beim Tabellenzweiten von der niederländischen Grenze nur knapp an einem Punktgewinn vorbei. Immerhin führten die „Störche“ bis zur 56. Minute gegen bis dahin drucklosen Gastgeber mit 2:0, ehe die Partie doch noch kippte. „Das war echt bitter“, kommentierte Brunner, dessen Elf in der ersten Halbzeit die Akzente setzte. Der A-Jugendliche Fin Bartels (9.) hatte mit seinem 1:0 für KSV-Rückenwind gesorgt, als er ein Solo von der Mittellinie eiskalt abschloss. Als dann auch noch Adel Guemari (49.) einen an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter zum 2:0 versenkt hatte, standen die Zeichen auf Sieg. „Zumal wir immer für einen entscheidenden Konter gut sind“, so Brunner, der im Anschluss allerdings die Angriffsaktionen seiner Elf als „zu kompliziert angelegt“ kritisierte. „Der einfache finale Pass blieb aus.“

So rochen die Nordhorner nach ihrem Anschlusstreffer plötzlich Morgenluft. Eray Bayraktar (56.) hatte den chancenlosen Adrian Horn im KSV-Kasten nach Rechtsflanke von Sascha Gerritzen zum 1:2 bezwungen. Damit nicht genug. Bereits vier Minuten später glich Nordhorns Verteidiger Torben Rattelsdorfer zum 2:2 aus. Wieder hatte Gerritzen geflankt, wieder besaß Horn bei dessen Kopfball keine Abwehrmöglichkeit. Nun wurde das Eintracht-Publikum mobil und die KSV-Akteure wankten. So sehr, dass plötzlich Nordhorns Torjäger Gert Goolkate völlig freistehend nicht an seine eigene Trefferquote dachte, sondern per Querpass seinen Mitspieler Dennis Brode (68.) zum Einschieben der 3:2-Führung auflegte. Doch die KSVer bewiesen Moral, drehten den Spieß wieder um. Jedoch scheiterte der eingewechselte Christopher Hauptmann (76., 77.) nicht am eigenen Unvermögen, sondern an grandiosen Paraden von Nordhorns Keeper Ralf Cordes. Der Kieler Frust über eine mehr als unnötige Niederlage wurde zudem in vorletzter Minute durch Tim Stein erhöht, der den schmeichelhaften Nordhorner Sieg nach Konter besiegelte.

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