Niendorf – Holstein Kiel II 2:5 (0:2)

Aufstiegsrunde zur Frauen-Regionalliga Nord

Die Tür ist weit aufgestossen! Die zur Regionalliga Nord! Im ersten Spiel der Dreiergruppe, in der in einer einfachen Punktrunde der Gruppensieger in die dritte Liga aufsteigt, gewann Holstein Kiel beim Hamburger Landesmeister TSV Niendorf mit 5:2. Und das hochverdient! Waren die Chancen vor Spielbeginn auf fifty-fifty fixiert worden, sahen alle Beteiligten, dass dies eine Fehlschätzung bedeutete. „Holstein war vor allem im technischen Bereich klar vorne“, stellte Niendorfs Coach Mato Mitrovic bei der anschließenden Spielanalyse fest. Der Schleswig-Holsteinische Champion, in den Punktspielen in der Schleswig-Holstein-Liga unbesiegt geblieben, steckte sofort seinen Claim auf den Aufstieg in der Niendorfer Hälfte ab. Die Gastgeberinnen versuchten mit Kampf dagegen zun halten, konnten aber in der Offensive nicht viel bewegen. Keeperin Borreck hatte erst in der 35. Minute ihren zweiten Handkontakt mit dem Ball. Auf der anderen Seite klärte Holstein schnell die Fronten. Die viel Gefahr ausstrahlenden Thomsen und Bannas sorgten für die sichere Führung. Thomsen lupfte mit einer schönen Einzelleistung den Ball über der guten Torhüterin Freitag ins lange rechte Eck zum 1:0 für Kiel. Bannas verwandelte einen Elfmeter – einige Sekunden vorher war ein klares Foul an Bannas ungeahndet geblieben – sicher zum 2:0. Es kam nie das Gefühl auf, das die Hamburgerinnen am schönen Sonntag etwas bewegen könnten. Zu dominant und bestimmend erwies sich die KSV mit der anschließenden 4:0-Führung. Doch wie aus heiterem Himmel stand es plötzlich nur noch 2:4. Nach dem ersten Eckball für die Platzelf traf Fumesa völlig frei aus elf Metern. Kurze Zeit später segelte ein Freistoß von Simone von Palubicki aus gut und gerne 35 Metern von der rechten Niendorfer Aussenseite an den Torraum, trumpfte im Fünf-Meter-Raum auf und schlug unberührt von Freund und Feind im linke Eck ein. „Da habe ich gedacht, wenn jetzt das dritte Tor fällt“, schmunzelte Coach Mitrovic. Doch Thomsen mit einem Flachschuss im Strafraum an Torhüterin Freitag vorbei zum 5:2 setzte allen Hoffnungen ein Ende. Und Hand aufs Herz, ein knapperes Ergebnis wäre nicht gerecht gewesen. Die Mannschaft von Dieter Menke-König verpasste eine weitaus höhere Torausbeute. Bannas (9., 63.) und Pürwitz (28., 67., 87.) besassen noch sehr gute Möglichkeiten. Mit einem Sieg am Pfingstmontag in Kiel-Schilksee gegen Werder Bremen II ist der Aufstieg perfekt. Bei einem Remis könnte das einzige Manko gegen den TSV Niendorf, die Chancenverwertung, zum Bumerang werden. Falls Bremen am 7. Juni ein höheres Ergebnis im Heimspiel gegen den TSV Niendorf erzielt. So oder so, mit mehr wie einem Bein steht Holstein Kiel weit in der Regionalliga-Tür.

TSV Niendorf: Nadine Freitag – Gabi Harms (37. Nicole Huwald (46. Christina Schmidt)), Simone Weselmann, Simone von Palubicki, Katja Promprein (85. Kathy Martins – Gesa Ehlers, Saskia Breuer, Sandra Mader, Merle Siebert, Christina Arp – Angela Fumesa

Holstein Kiel II: Fredericke Borreck – Tessa Schildt (72. Gönna Gabriel), Svenja Nefen, Rosa Pérez Traulsen, Gyde Fuhrmann – Jytte Stelck, Siri Thomsen, Sabrina Eckhoff (87. Elisabeth Dekarz, Sabine Pürwitz, Kati Krohn – Sandra Bannas (72. Tina Hild)

Schiedsrichter: Nadine Lange

Tore: 0:1 Thomsen (11.), 0:2 Bannas (21., FE), 0:3 Schildt (47.), 0:4 Bannas (57.), 1:4 Fumesa (59.), 2:4 von Palubicki (62.), 2:5 Thomsen (70.)

gelbe Karten: Pomprein – keine

Bild: das Siegerteam aus Niendorf.

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