Preiss wieder im Gleis

2. Frauen-Bundesliga Nord

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Gibt es ein besseres Geschenk zum Geburtstag? Woman-Spielerin Stephanie Güldenzoph feierte am Sonntag – mit einem Brunch – ihren 31sten Geburtstag. Als passendes Präsent gab es von den Teamkolleginnen vier Stunden später ein 4:1 in der zweiten Liga gegen den 1. FC Union Berlin. Dabei scheint Goalgetterin Nicole Preiss ihre Ladehemmung aus der letzten Saison ad acta zu legen. Mit zwei Treffern ist sie auf dem Weg zu ihrer Rekordmarke von 15 Toren aus der Spielzeit 2005/2006.

Ehe sich die mit der Deutschen Bundesbahn angereisten Berlinerinnen umsahen, lag die Holz-Elf hoffnungslos in Rückstand. Unglaublich, aber wahr! Nach knapp 20 Minuten kann sich Union glücklich schätzen, mit 0:4 gut bedient zu sein. Krohn (1.), Preiß (2.), Leugers und Jokuschies (9., 10. Pfostentreffer aus spitzem Winkel) boten sich weitere klare Chancen. Den Gästen schien die sechsstündige Anreise in den Beinen zu stecken. Mit präzisen Anspielen in die Nahtstellen durchlöcherten die Woman die Vierer-Abwehrkette von Union ein ums andere Mal. „Das ist kein Trainingsspiel“, schimpfte Union-Coach Marcel Holz an der Seitenlinie. So sah es aber aus. Zügig und zielstrebig durchschritten die Kielerinnen mit Meilenstiefeln und schnellen Ballpassagen die Abwehrzone der träge wirkenden “Eisernen Ladies“. Schneller als die Polizei es erlaubt startete die Mannschaft von Cheftrainer Heinz Siebolds in den ersten 30 Minuten durch. Um dann in der restlichen Spielzeit Tempo und Spielwitz schleifen zu lassen. Angesichts der klaren Führung tendierte die Begegnung nun Richtung Mittelfeldgeplänkel und Augenhöhe zwischen den Teams.

Die in Abschnitt zwei stärker auftretenden Gäste sorgten in der 53. Minute zum ersten Mal für Gefahr vor dem Tor von Katna Ihrens. Doch Christin Vogt, unauffällig aber gut in der Abwehr, klärte im letzten Augenblick gegen die durchgestartete Sarah Hupfer. Den Lohn für die kämpferisch verbesserten Bundeshauptstädter besorgte die eingewechselte Susanne Weissenborn. Wer weiss, was passiert wäre, wenn die gleiche Akteurin eine Viertelstunde vor Schluss aus aussichtsreicher Position das 2:4 erzielt hätte. Auf der anderen Seite liessen Leugers (77.) und Jokuschies (87., ungenaues Passspiel auf die freistehende Krause) weitere Möglichkeiten für die Holstein Woman aus.

Am Ende gelang den Schützlingen von Heinz Siebolds nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Hohen Neuendorf und Gütersloh der erhoffte Befreiungsschlag. Wie weit reicht dieser? Bereits am kommenden Sonntag wird diese Frage gegen die Elf aus Lütgendortmund beantwortet. (Isi)

Holstein Woman: Ihrens – Vogt, Schrum, Wölki, Thode (63. Pulkis) – Krohn, Pashley (86. Schildt), Güldenzoph, Leugers (80. Krause), Jokuschies – Preiss

1. FC Union Berlin: Westphal – Scherbaum (18. A.-L. Mewes), Braumann, F. Klausch, Thoms- Dommenz, Schlotte (54. Weissenborn), C. Klausch, Hupfer – Stein, Hillmann (83. Kockat)

Tore: 1:0 Preiss (3.), 2:0 Leugers (7.), 3:0 Jokuschies (13.), 4:0 Preiss (18.)

4:1 Weissenborn (64.)

Schiedsrichter: Pansch (Ahrensburg)

Gelb: Thode, Krohn, Krause – Braumann

Zuschauer: 72

Foto: Rechtsverteidigerin Sarah Thode (li.) im rassigen Zweikampf gegen Unions Anne Stein.

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