RW Erfurt – Holstein Kiel 1:3 (1:1)

Holstein zurück in Erfolgsspur –

„Störche“ landen 3:1 Erfolg beim Zweitliga-Absteiger RW Erfurt – Dobry (2) und Würll trafen

Die KSV Holstein kehrt in der Fußball-Regionalliga Nord zurück in die Erfolgsspur. Nach zwei sieglosen Partien gegen HSV II und Werder Bremen II meldete sich die Neubarth-Elf durch ein verdientes 3:1 (1:1) beim Zweitliga-Absteiger RW Erfurt eindrucksvoll zurück. Nach dem Rückstand durch ein Eigentor von Björn Lindemann (27.) konnten die „Störche“ die Partie durch eine Energieleistung im zweiten Durchgang noch umbiegen. Patrick Würll drei Minuten vor der Pause und Pavel Dobry (62./90.) nach dem Wechsel festigten den Aufstiegsplatz der KSV.

„Ich bin heute sehr stolz auf meine Mannschaft“, kommentierte Holstein-Coach Frank Neubarth nach der Partie den Gewinn der drei wertvollen Zähler. Zu Beginn der Begegnung vor den 3.500 Zuschauern im Steigerwaldstadion zeigten sich die Kieler noch unkonzentriert und wenig bissig. Bereits nach drei Minuten tauchte Björn Brunnemann urplötzlich allein vor Henrik Preuß auf, doch der Kieler Schlussmann riskierte Kopf und Kragen und gewann das Duell gegen den quirligen Erfurter. Die Gastgeber kamen immer wieder schwungvoll über die Außenbahnen. Vor allem David und Brunnemann sorgten stets für Gefahr. Nach 27. Minuten konnte Schnetzler sich über rechts durchsetzen und das Leder in den Kieler Strafraum ziehen. Ein unglücklicher Rettungsversuch von Björn Lindemann lenkte den Ball unhaltbar für Preuß in die Maschen des Kieler Gehäuses. Eigentlich hätte der Führungstreffer der Dotchev-Elf Sicherheit verleihen müssen, doch nach dem Tor zeigten die Kieler „Störche“ endlich ihr wahres Gesicht. Holstein übernahm immer deutlicher die Initiative und kam aussichtsreich vor das Tor der Erfurter. Doch es sollte bis zur 42. Minute dauern, ehe die 150 mitgereisten KSV-Fans Grund zum Feiern hatten. Eine scharfe Ecke von Lindemann lenkte der für Ryan Coiner in die Anfangsformation gerückte Patrick Würll aus drei Metern per Kopf in die Maschen.

Der Ausgleich kam zu einem psychologisch günstigen Augenblick, denn beflügelt durch das Tor lieferte Holstein nach dem Wechsel eine ganz starke Partie ab. Mit Aggressivität, Konzentration und effektiven Kontern zum richtigen Zeitpunkt hebelte die Neubarth-Elf die im zweiten Durchgang verunsichert wirkenden Erfurter aus.

Einen Stellungsfehler in der Abwehr des Zweitliga-Absteigers nutzte KSV-Stürmer Pavel Dobry in der 62. Minute aus 12 Metern halblinker Position zur vielumjubelten Kieler Führung. Holstein hatte in der Folgezeit durchaus Möglichkeiten, endgültig den Sack zuzumachen. Aber auch die mangelnde Konsequenz in einigen Torschuss-Situationen konnte den „Störchen“ nicht mehr zum Verhängnis werden. Letztlich konnte RWE mit seinen hilflosen Bemühungen die „Störche“ nicht mehr in Verlegenheit bringen. Zu konzentriert ging der Tabellenzweite in den zweiten 45 Minuten zu Werke, zu ideenlos rannte die Dotchev-Elf gegen die sattelfeste Kieler Innenverteidigung an.

Den Schlusspunkt setzte dann abermals Pavel Dobry, der in der 90. Minute eine Lindemann-Vorarbeit in abseitsverdächtiger Position aufnahm und RWE-Keeper Orlishauser von der Strafraumgrenze mit einem gekonnten Schlenzer ins rechte untere Eck keine Abwehrchance ließ.

„Alle Kritiker haben uns einen Einbruch prophezeit, aber meine Mannschaft hat sich heute nach den Rückschlägen der letzten beiden Wochen überzeugend zurückgemeldet“, freute sich Frank Neubarth nach dem Schlusspfiff des umsichtigen Schiedsrichters Josef Maier über den sechsten Auswärtssieg seiner „Störche“. Am kommenden Freitag um 19.30 Uhr kann die KSV im Holstein-Stadion gegen den Aufsteiger Kickers Emden sogar die Tabellenführung der Regionalliga Nord zurückerobern. (nawe)

RW Erfurt – Holstein Kiel 1:3 (1:1)

Erfurt: Orlishausen – Schnetzler, J. Nowak, Holst, Six – Brunnemann (79. Kacani), Pätz, Schnuphase (71. Mensah), Onwuzuruike (68. Anicic) – Hebestreit, David – Trainer: Dotchev

Kiel: H. Preuß – Molata, Rohwer, Boy, Spasskov – Breitenreiter, Paulus, Niedrig, B. Lindemann (90. Tutas) – Dobry (90. Coiner), Würll (83. Sandmann) – Trainer: Neubarth

Tore: 1:0 B. Lindemann (23., Eigentor), 1:1 Würll (42.), 1:2 Dobry (62.), 1:3 Dobry (90.)

Schiedsrichter: Maier

Zuschauer: 3533

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