Sa. 14 Uhr: FC Heidenheim – Holstein Kiel

3. Liga

Gestartet sind beide Teams in die 3. Liga-Saison 2009/10 als Aufsteiger, doch getrennt haben sich die Wege beider Mannschaften aufgrund unterschiedlicher Formkurven bereits frühzeitig. Am Sonnabend um 14 Uhr treffen die beiden „Neuzugänge“ der Liga aufeinander und niemand kann es sich erlauben, bei der Erfüllung seiner sportlichen Wünsche auf Zählbares zu verzichten. Dabei geht es für die Kieler Störche einzig und allein um den Sprung ans rettende Ufer. Der FC Heidenheim peilt nach einem fulminanten Zwischenspurt derweil den Aufstieg in die 2. Bundesliga an. Unterschiedlicher können die Voraussetzungen beim Duell der Aufsteiger also nicht sein.

Wer es dieser Tage mit Assistenztrainer Bernd Heemsoth und dessen Motto „Kleine Erfolgserlebnisse werden in der Summe zu großen!“ hält, der gehört zur Anhängerschar, die nach dem starken Auftritt und dem Punktgewinn gegen Kickers Offenbach neuen Mut geschöpft hat. Im Storchennest hat inzwischen jeder erkannt, dass man im Tabellenkeller mit bedingungslosem Zusammenhalt vielleicht wirklich Berge versetzen – zumindest aber wichtige Punkte einfahren – kann.

„Es war unheimlich wichtig, nach den letzten Nackenschlägen ohne Gegentor zu bleiben und einmal ganz kurz durchatmen zu können“, zeigte sich auch KSV-Coach Christian Wück erleichtert angesichts der Tatsache, dass der Zähler gegen das Spitzenteam aus Hessen neues Selbstvertrauen bei seinen Spielern geweckt hat. Und Wück will sich weiterhin nicht „verrückt machen lassen“, sondern besteht trotz der misslichen Tabellensituation darauf, dass die Störche nur auf sich selbst schauen. „Wir haben es weiter in der Hand und werden mutig attackieren“, möchte Wück auch in Heidenheim punkten. „Wir sollten unbedingt positiv an die kommenden Aufgaben herangehen“, so Wück, der in Heidenheim erneut auf Peter Schyrba verzichten muss. Ebenfalls passen müssen Massimo Cannizzaro (Grippe) und Alexander Nouri (5. Gelbe Karte). Fit zurück meldeten sich kürzlich Patrick Nagel und Marc Heider. Christian Jürgensen hat seine Gelbsperre abgesessen und auch „Geheimwaffe“ Matthias Hummel dürfte erneut eine Alternative darstellen. Die Hoffnungen ruhen ferner auf der Rückkehr von Florian Meyer, der gegen Offenbach aufgrund muskulärer Probleme frühzeitig das Feld verlassen musste.

Pausieren muss auch Holsteins Keeper Michael Frech, der am Freitag aufgrund von Magenproblemen das Training abbrechen musste. Für ihn wird Simon Henzler zwischen die Pfosten rücken. Tobias Dittmann wird als zweiter Mann in Heidenheim auf der Bank Platz nehmen.

Für Holstein geht es bei den Shooting Stars der Liga um sehr viel. Doch Spieler, Fans und Verantwortliche versuchen Ruhe zu bewahren. Die tolle Stimmung im Holstein-Stadion am vergangenen Dienstag gegen den OFC war so etwas wie der Schulterschluss vor dem Saisonendspurt. „Die Unterstützung von außen wird in den kommenden Wochen ein wichtiger Faktor sein“, setzt Wück weiter auf den Support der Kieler Fans. Ein Erfolg in der GAGFAH-Arena würde der positiven Stimmung vor den „Wahrsagern“ gegen Unterhaching, Wuppertal, Stuttgart und Wiesbaden sicherlich äußerst zuträglich sein.

Foto: Beifall spendete Trainer Christian Wück während der Partie gegen Offenbach seiner Mannschaft. Das gleiche Bild erhoffen sich die Kieler Fans auch in Heidenheim.

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