Sachsen Leipzig – Holstein Kiel U17 2:3 (2:0)

B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost

Mit einem überaus wichtigen „Dreier“ kehrten die Bundesliga B-Junioren der KSV Holstein vom Auswärtsspiel beim FC Sachsen Leipzig an die Förde zurück. Dabei gelang es der Mannschaft von Trainer Arne Witt mit einem wahren Kraftakt, die Partie nach einem 0:2-Pausenrückstand noch in einen Sieg zu verwandeln. Die Treffer für die Jungstörche erzielten Michè Makomè (56.), Kjell Gonda (64.) und Gramoz Kurtaj (77.). Nach dem fünften Saisonsieg beträgt der Vorsprung der Witt-Elf auf die Abstiegsränge bereits acht Zähler.

„Mit Kampfkraft haben wir heute den wichtigen Sieg nach Hause gefahren“, freute sich Arne Witt nach dem Schlusspfiff über die Moral seiner Mannschaft im zweiten Durchgang, während Teammanager Alf Baatz die zweiten 40 Minuten des Spiels beim Einsteigen in den Teambus der Störche noch einmal in Fußballersprache zusammenfasste: „Das ging richtig geil ab hier!“

Dabei fand die KSV im ersten Durchgang überhaupt nicht statt. Hilflosigkeit und mangelhaftes Zweikampfverhalten prägte das Spiel der Kieler. Folgerichtig fiel bereits frühzeitig der Führungstreffer für die Gastgeber. Matthias Buschkowiak überlistete in der 4. Minute den schlecht postierten und in dieser Szene zögerlichen Störche-Schlussmann Mark-Andrè Hennings mit einem Lupfer aus elf Metern zum 1:0. In der 26. Minute erhöhte der agile Vincent Müller, nachdem er die Kieler Kjell Gonda, Danny Heese und Niklas Meyer gekonnt ausgetanzt hatte, auf 2:0. Zu diesem Zeitpunkt setzte niemand der anwesenden Zuschauer mehr einen Pfifferling auf Holstein.

Eine deftige Halbzeitansprache durch den erzürnten Holstein-Trainer Arne Witt sowie die Einwechslungen von Michè Makome für Yannick Hertel sowie Christopher Avevor für Ferhat Yazgan sollte die Wende bringen. Eine Viertelstunde nach dem Wechsel traf Makome aus 16 Metern ins linke untere Eck zum Anschlusstreffer für die KSV. Acht Minuten später stand es urplötzlich 2:2. Ein verunglückter 25-m-Schuss von Gonda setzte in Nähe des Fünfmeterraumes auf, veränderte sehr zur Verwunderung des Leipziger Torhüters Stephan Pingel seine Richtung und schlug unten rechts im Eck ein. „Kurios, denn wir alle hatten die Szene bereits abgehakt“, wunderte sich Teammanger Alf Baatz über den Ausgleichstreffer. Beflügelt vom zweiten Treffer setzte Holstein noch einmal nach und hatte das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Im Anschluss an eine Ecke von Gonda drei Minuten vor dem Spielende landete das Leder bei Niklas Meyer, der schlug das Leder ins Strafraumzentrum und dort ließ Sachsens indisponierter Schlussmann Pingel den Ball vor die Füße des aufgerückten Kurtaj abklatschen. Der bedankte sich aus sechs Metern mit dem vielumjubelten Siegtreffer für die Jungstörche. Bemerkenswert auch die Leistung von KSV-Keeper Hennings im zweiten Durchgang, denn mehrfach bewahrte er sein Team bei Großchancen von Christopher Römling vor dem dritten Gegentreffer. (Patrick Nawe)

FC Sachsen Leipzig: Pingel – Faust, Chieu (72. Markgraf), Palme, Baierlein (68. P. Müller) – Haufe (62. Freudenberg), V.Müller, Buschkowiak, Winkler – Tabel, Römling

Holstein Kiel: Hennings – Heese, Klotz (72. Stabenow), N. Meyer, Kennedy (31. Gamradt) – Hertel (41. Makome), Gonda, Beckmann, Yazgan (41. Avevor) – Melfsen, Kurtaj

Tore: 1:0 Buschkowiak (4.), 2:0 V. Müller (26.), 2:1 Makome (56.), 2:2 Gonda (64.), 2:3 Kurtaj (77.)

Fotoquelle: www.leutzscher-jungs.de

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