Sechs Fakten zum SVD 98: Wiedersehen mit KSV-Trio

Carsten Wehlmann, heute Sportchef der Darmstädter, arbeitete neun Jahre lang als Torwarttrainer und Chefscout für die KSV.

Der Verein: Der SV Darmstadt 98 wird aufgrund der Lilie im Darmstädter Stadtwappen als auch im Logo des Vereins „Die Lilien“ genannt. Die Fußballer tragen ihre Heimspiele im traditionsreichen Merck-Stadion am Böllenfalltor aus, benannt nach Pappeln, den sogenannten Böllen. Der Rest des Namens leitet sich – abgesehen vom Sponsor Merck – von einem ehemaligen (selbst zufallenden) Tor ab, das den Zugang zum nahe gelegenen Wald ermöglichte und das sich in unmittelbarer Umgebung des heutigen Stadions befand. Während des derzeit stattfindenden Umbaus beträgt die Zuschauerkapazität zwischen 15.600 und 17.800.

Der Ursprung: Die 98er entstammen zwei unterschiedlichen Lagern. Ihr älterer Vorgängerverein, der FK Olympia, wurde in elitären Gymnasiastenkreisen gegründet. Der andere, der DSC 05, war der Club der Volksschüler und Handwerker. Seit 1919 bilden beiden den SV 98. Trotz renommierter Trainer konnte sich Darmstadt zur Zeit der Weimarer Republik nie im Spitzenfußball etablieren. Auch nach dem Krieg blieb es bei nur einem Jahr in der erstklassigen Oberliga Süd (1950/51).

Die Erfolge: Die größten Erfolge der Vereinsgeschichte waren ohne Zweifel die drei Aufstiege in die 1 Bundesliga 1978 (Trainer Lothar Buchmann), 1981 (Werner Olk) und 2015 (Dirk Schuster). Ferner gelang 2014  unter Dirk Schuster der Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1974 unter Trainer Udo Klug die Qualifikation für die neu eingeführte 2. Liga Süd. Der größte Erfolg im DFB-Pokal war der Einzug ins Viertelfinale in der Saison 1986/87. In der Ewigen Bundesligatabelle belegen die Darmstädter Platz 40.

Das Kultspiel: Im Mai 1973 kam es in der damals zweitklassigen Regionalliga Süd zu einem denkwürdigen Spiel gegen den 1. FC Nürnberg, der am heimischen Böllenfalltor vor über 20.000 Zuschauern mit 7:0 geschlagen wurde. Die Lilien waren erstmals Süddeutscher Meister. In der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga wurde die Mannschaft schließlich Zweiter hinter RW Essen und verpasste somit den Aufstieg. In der folgenden Spielzeit schaffte der SV 98 die Qualifikation für die neu geschaffene 2. Bundesliga.

Ex-Störche: Neben dem Wiedersehen mit Carsten Wehlmann (jetzt D98-Sportchef) und Mathias Honsak treffen die Störche auch auf ihren einstigen „Fußballgott“ Patrick Herrmann. Der inzwischen 31-jährige Berliner trug von 2011 bis Januar 2019 das Störche-Trikot und feierte mit Holstein 2013 den Drittliga- und 2017 den Zweitliga-Aufstieg. Familie Herrmann hat noch immer ihren Wohnsitz in Kiel.

Statistik: Im letzten Aufeinandertreffen siegten die Lilien am 4. August 2019 durch die Tore von Tim Skarke (11.) und Serdar Dursun (64.) vor über 13.000 Zuschauern mit 2:0. Am heutigen Spieltag steigt das insgesamt achte Duell zwischen Lilien und Störchen. Dreimal verließen die 98er als Sieger den Platz, zweimal gewann die KSV, zweimal hieß es am Ende unentschieden.

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