SV Wilhelmshaven – Holstein Kiel 0:1 (0:1)

Dobry traf in der 31. Minute –

Erster Auswärtssieg seit April

Aufatmen im Storchennest. Die KSV Holstein konnte sich beim Regionalliga-Aufsteiger SV Wilhelmshaven am Freitagabend mit 1:0 durchsetzen und landete damit nach vier Spielen ohne Erfolg auf des Gegners Platz den ersten Auswärtssieg der Saison 2006/07. Das Tor des Tages vor den 1.508 Zuschauern im Jadestadion erzielte der Tscheche Pavel Dobry in der 31. Minute. Holstein Kiel rückt damit zunächst einmal zurück ins gesicherte Tabellenmittelfeld, während sich die Steinmann-Schützlinge nach der neuerlichen Niederlage weiter Richtung Tabellenende orientieren müssen.

Holstein wollte aggressiv und offensiv agieren, sah sich in der Anfangsphase jedoch von den Gastgebern unter Druck gesetzt. Bereits in der 1. Spielminute ein Warnschuss der Wilhelmshavener durch Kotula, der seinem Bewacher Spasskov entwischt war. Holstein musste bis zur 10. Minute warten, ehe Bartels, bedrängt durch Bewacher Barten, das Leder zum ersten Mal Richtung Tor von Damerow schicken konnte. Die Neubarth-Elf versuchte es in der den ersten zwanzig Minuten häufig mit langen Bällen in die Spitze, doch entweder liefen die KSV-Stürmer in die Abseitsfalle des SVW oder die Pässe landeten beim Gegner.

Wenige Torraumszenen hüben wie drüben. Abgesehen von einigen etwas unnötigen Attacken auf beiden Seiten plätscherte die Partie Mitte der ersten Hälfte so vor sich hin. Erst die 31. Minute rüttelte die Besucher im Jadestadion wach. Nach einem Befreiungsschlag von Grieneisen schnappte sich Dobry in der gegnerischen Hälfte den Ball, eilte auf den Kasten von Damerow zu und schob das Leder zu der zu diesem Zeitpunkt ein wenig überraschenden Kieler Führung flach ins linke untere Eck ein. Wilhelmshaven wehrte sich entschieden, hatte aber abgesehen von einem Kolm-Kopfball acht Minuten vor der Pause sowie einer Chance für Zimin (41.) aus sechs Metern keine nennenswerte Möglichkeit zu bieten. Auch wenn Wilhelmshaven in der 1. Halbzeit deutlich mehr Spielanteile besaß, die KSV Holstein nahm immer wieder geschickt das Tempo aus dem Spiel und rührte in der Defensive Beton an.

Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff die Chance der Kieler zum 2:0, doch im Anschluss an einen langen Ball von Petersen kommt Neubert einen Schritt zu spät gegen Damerow, der die Situation bereinigen konnte. In der 56. Spielminute erneut eine gute Möglichkeit für Neubert, doch dieses Mal köpft er das Leder auf Vorarbeit von Grieneisen völlig freistehend vor dem Wilhelmshavener Tor am linken Pfosten vorbei. Doch die Steinmann-Elf ließ sich durch den andauernden Rückstand nicht beirren und hatte zwischen der 70. und 80. Minute ihre stärkste Phase im zweiten Durchgang. In der 71. Minute musste sich KSV-Schlussmann Henzler nach einem 35-m-Schuss von Suchy ganz lang machen und den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte lenken, im Anschluss an den folgenden Eckball kann Mandel den Ball aus kurzer Distanz nicht im Kieler Gehäuse unterbringen. Durchatmen bei den Kieler Verantwortlichen. In der 78. Minute parierte Henzler dann einen Tuma-Schuss in Klassemanier und bewahrte seine Mannschaft vor dem Ausgleich. Holstein überstand aber auch diese kritische Phase, hatte das Glück des Tüchtigen diesmal auf seiner Seite und verteidigte die wertvolle Führung bis zum Abpfiff erfolgreich.

Holstein gab die passende Antwort auf die von außen geschürte Unruhe der letzten beiden Wochen. Sicherlich war es kein ansehnliches Spiel im Jadestadion, doch letztlich zählt in der derzeitigen Situation für die Störche einzig und allein das Ergebnis. (nawe)

SV Wilhelmshaven 92 – Holstein Kiel 0:1 (0:1)

Wilhelmshaven: Damerow – Mandel, Barten, Diamesso, Suchy – Lekki, Mayer (60. Wella), Isailovic (80. Özkaya), Kotuna, Zimin, Kolm (80. Tuma).

Kiel: Henzler – Grieneisen, Boy, Petersen, Spasskov (89. Heithölter)- Niedrig – Kazior (73. Paulus), Breitenreiter, Bartels – Dobry, Neubert (75. Hauptmann).

Tore: 0:1 Dobry (31.)

Schiedsrichter: Metzger (Aachen)

Zuschauer: 1508

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