TB Berlin – Holstein Kiel U19 1:2 (1:1)

Asmussen-Elf zwang TB in die Knie

Die A-Junioren der KSV Holstein haben sich mit einem Erfolg zurück gemeldet. Nach den beiden letzten Niederlagen gegen Werder Bremen (0:6) und den VfL Wolfsburg (0:2) landeten die „Jungstörche“ mit dem 2:1 beim Hauptstadt-Club Tennis-Borussia Berlin den zweiten Auswärtssieg der laufenden Saison. Wie schon zum Auftakt bei Tasmania Berlin, so war auch die Partie gegen die technisch starke Borussia ein hartes Stück Arbeit für die Kieler.

Das Spiel hatte noch gar nicht richtig begonnen, da stand es auch schon 1:0 für die Gastgeber. Bei einem Freistoß in das Strafraumzentrum der „Störche“ hinein stand Pinkert nicht eng genug an seinem Gegenspieler Milanovic und der hatte keine Mühe, den Ball zur TB-Führung im Kieler Tor unterzubringen. Nach dem frühen Rückstand stand die Asmussen-Elf zwanzig Minuten lang neben der Spur und musste sich der gefährlichen Angriffe der Berliner erwehren. Doch TB zeigte sich fahrlässig in der Chancenverwertung sowie arrogant in der Spielführung. Holstein bestrafte die Nachlässigkeit der Platzherren eiskalt. Als Kilit im Anschluss an einen Konter vom Berliner Keeper Apelyushynsky zu Fall gebracht worden war (44.), zeigte Schiedsrichter Lämmchen sofort auf den Elfmeterpunkt. Imeri ließ sich nicht zweimal bitten und erzielte zu einem günstigen Zeitpunkt den schmeichelhaften Ausgleich.

Nach dem Wechsel wütende Angriffe der Berliner. Holsteins Defensive hatte in dieser Phase Schwerstarbeit zu leisten, überstand die Drangphase von TB jedoch schadlos. Mitte der zweiten Halbzeit kam die Asmussen-Elf wieder besser ins Spiel und nutzte die erste echte Möglichkeit nach dem Wechsel zur Führung. Imeri setzte sich auf der linken Seite gegen zwei Bewacher durch, flankte scharf in den Strafraum auf Ziehmer, der das Leder mit der Brust stoppte, einmal aufprallen ließ und dann voller Energie volley unter die Latte hämmerte. Das letzte Aufbäumen von TB Berlin verpuffte. Holstein hatte durch Ziehmer in der 70. Minute sogar noch das 3:1 auf dem Fuß. Doch dass wäre des Guten dann doch zuviel gewesen.

„Es war ein Sieg der Leidenschaft“, freute sich Asmussen nach dem dritten Saisonerfolg seiner Mannschaft. Der Kieler Trainer hatte zwar eine spielstarke Berliner Mannschaft gesehen hatte, sich jedoch vom Herzblut seiner Elf begeistern lassen. Ein etwas glücklicher Sieg des Bundesliga-Aufsteigers, der aber aufgrund der eklatanten Abschlussschwäche der Berliner durchaus nicht unverdient war. (nawe)

Berlin: Apelyushynsky – Milanovic, Konal, Kalkan, Dilber (81. Ismail) – Topuz, Tetik, Moschko – Akgün, Aydin, Scheinig (67. Yildirim)

Kiel: Wenzkus – Timm, Ehlers (46. Aliuoa), Pinkert, Ziehmer (90. Hansen) – Schindler, Kilit, Gieseler, L. Hingst (80. Khomkhonsu) – Meshekrani, Imeri

Tore: 1:0 Milanovic (1.), 1:1 Imeri (45. Foulelfmeter), 1:2 Ziehmer (61.)

Schiedsrichter: Lämmchen (Meuselwitz)

Zuschauer: 117

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