Unterhaching – Holstein Kiel 3:1 (1:1)

3. Liga (7. Spieltag)

Ohne Punkte muss Holstein Kiel die Heimreise in die Landeshauptstadt antreten. Im Generali Sportpark in Unterhaching unterlag die Mannschaft von Trainer Falko Götz vor 3100 Zuschauern verdientermaßen mit 1:3. Die Führung der KSV durch Michael Holt (13.) reichte somit nicht für Zählbares auf dem Punktekonto der Nordlichter.

Unterhaching musste gegen die Kieler Störche auf die angeschlagenen Routiniers Roman Tyce und Milan Susak verzichten. Holstein hatte keine personellen Sorgen und Falko Götz erneut die Qual der Wahl.

Die Gäste begannen engagiert und erarbeiteten sich gute Tormöglichkeiten. Die erste davon nutzte Holt nach Vorarbeit von Fiete Sykora zur Führung. In der Folgezeit verpassten Florian Meyer aus kurzer Distanz (18.) und Sven Boy per Schlenzer aus 24 Metern (20.) den zweiten Kieler Treffer. Holstein spielte immer wieder schnell in die Spitze, doch dann kam die kalte Dusche für die Störche. Schiedsrichter Marcel Unger aus Halle ahndete einen Rempler von Christian Jürgensen an Tobias Schweinsteiger mit einem Strafstoß. Der Gefoulte trat selbst an und sorgte in der 33. Minute für den Ausgleich. Danach übernahmen die Platzherren das Kommando. In der 37. Minute scheiterte Sebastian Mitterhuber aus 13 Metern.

Nach der Pause war die Elf von Ralph Hasenhüttl deutlich spielbestimmend. Holstein zeigte Unsicherheiten, offenbarte viele technische Fehler und ließ auch das nötige Durchsetzungsvermögen vermissen. Die Schwächen der Kieler nutzte Unterhaching immer wieder für brandgefährliche Vorstöße. Doch die Führung für die Spielvereinigung resultierte aus einem Traumtor in der 62. Minute. Leandro Grech zirkelte das Leder aus 25 Metern in den rechten oberen Torwinkel, Michael Frech war machtlos. Nur drei Minuten später beinahe das 3:1, doch Orkan Balkan setzte den Ball aus 12 Metern haarscharf am rechten Pfosten vorbei. Führungstorschütze Grech (70./71.) hatte weitere gute Möglichkeiten. Den Endstand stellte in der 74. Minute der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Marcus Steegmann her, der nach feiner Einzelleistung flach aus 12 Metern einschieben konnte.

„Der Sieg für Unterhaching geht völlig in Ordnung. Wir haben nur 40 Minuten lang angedeutet, was wir wirklich spielen können. Der Elfmeter war für uns ganz klar der Knackpunkt im Spiel“, so Holstein-Coach Falko Götz nach dem Abpfiff. Sein Kollege Hasenhüttl zeigte sich nach dem 3:1-Erfolg hingegen hocherfreut: „Das war ein toller Abend für uns. Nachdem wir mit einer taktischen Umstellung Holsteins Spielmacher Jerat aus der Partie nehmen konnten, hatten wir es deutlich einfacher.“

Die Spvgg Unterhaching gehört nicht erst seit dem Sieg gegen die Störche zum heißesten Anwärterkreis für den Zweitliga-Aufstieg. Auch Kiel konnte die Siegesserie der Hasenhüttl-Elf nicht stoppen. Am Mittwoch früh kehren die Störche vom Flughafen München in die Heimat zurück.

Unterhaching: Kampa – Schulz, Brysch, Hain, Schaschko – Mitterhuber (89. Schwabl), Konrad, Balkan, Leandro – Schweinsteiger (73. Stegmann), Zillner

Holstein Kiel: Frech – Lamprecht, Müller, Boy (74. Schyrba), Jürgensen – Vujcic, Jerat, Holt (77. Siedschlag), Meyer (68. Heider) – Sykora, Sembolo

Tore: 0:1 Holt (14.), 1:1 Schweinsteiger (33., Foulelfmeter), 2:1 Leandro (62.), 3:1 Steegmann (74.)

Schiedsrichter: Marcel Unger (Halle/Saale)

Zuschauer: 3100

Foto: Holstein Spielmacher Tim Jerat im Zweikampf mit dem Führungstorschützen Leandro Grech.

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