VfL Wolfsburg – Holstein Kiel 1:1 (1:0)

Regionalliga Nord

Mit einem 1:1-Unentschieden im Gepäck kehrten die Kieler Störche aus dem VfL-Stadion am Elsterweg an die Förde zurück. Nach dem Führungstreffer der „Wölfe“ durch Mike Könnecke (37.) gelang der KSV durch Alexander Nouri (65.) zwar noch der Ausgleich, doch erneut ließ Holstein zwei wichtige Zähler im Aufstiegsrennen liegen.

Im ersten Durchgang erlebten die 153 Zuschauer eine zerfahrene Partie ohne große Höhepunkte. Torchancen waren Mangelware. In der Anfangsphase machte Holstein das Spiel und drängte den VfL in die eigene Hälfte zurück. Die Elf von Lorenz-Günther Köstner kam nur selten über die Mittellinie. Doch in der 19. Minute brannte es im Kieler Strafraum lichterloh. Nach einem Freistoß von Kevin Wolze wuchtete der Wolfsburger Daniel Reiche das Leder aus fünf Metern per Kopf Richtung KSV-Tor, doch Schlussmann Michael Frech drückte die Kugel mit einem Reflex über die Torlatte und bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand. Mitte der ersten Hälfte entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Pech für Holsteins Mittelfeldakteur Hendrik Großöhmichen in der 25. Minute. Nach einem Foul des Wolfburgers Riemer musste der Kieler das Spielfeld mit einer Knöchelverletzung verlassen. Für den Ex-Hannoveraner rückte erstmals seit sechs Monaten Jan Hoffmann ins Team. Fortan erwiesen sich die Offensivbemühungen der Störche als zielstrebiger. Dennoch musste die Götz-Elf in der 37. Minute einen herben Rückschlag hinnehmen. Eine Hereingabe von Thomas Brechler von der Grundlinie nickte Mike Könnecke mutterseelenallein aus acht Metern gegen die Laufrichtung von KSV-Keeper Frech in die Maschen. Entsetzen bei den Kielern nach dem Rückstand.

Im zweiten Durchgang setzte Holstein alles auf eine Karte, drängte mit Vehemenz in Richtung des gegnerischen Strafraumes und attackierte den VfL massiv. Nachdem Spielmacher Alexander Nouri in der 54.Minute aus kurzer Distanz noch mit seinem Schuss in der Deckung der „Wölfe“ hängengeblieben war, erzielte der Routinier 11 Minuten später mit einem fulminanten Schlenzer aus 23 Metern den Ausgleich für die KSV. Nun berannte Holstein das VfL-Tor mit aller Macht. In der 73. Minute hatte Hoffmann die Führung auf dem Fuß, doch seinen verdeckten Drehschuss aus neun Metern entschärfte VfL-Schlussmann Patrick Platins mit einer Klasseparade. Kurz darauf zögerte Hoffmann zu lange und vertändelte das Leder am 5-Meter-Raum (76.). Holstein drückte und ermöglichte den Platzherren immer wieder gute Konterchancen. In der 80. Minute entwischte der Wolfsburger Sefa Yilmaz KSV-Kapitän Sven Boy, scheiterte jedoch aus zehn Metern halblinker Position am aufmerksamen Michael Frech. Drei Minuten später war es Thomas Brechler, der nach einem Konter urplötzlich vor Frech auftauchte, doch erneut zeigte der Kieler seine Klasse und bewahrte sein Team vor einem neuerlichen Rückstand.

Aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung der Götz-Elf im zweiten Durchgang war das Remis am Ende verdient. Mit ein wenig Glück wären die Störche sogar als Sieger vom Platz gegangen.

VfL Wolfsburg: Platins – Schulze, Reiche, Klamt, Karimow – Yilmaz (84. Weiss), Riemer, Wolze, Neumann (80. Beismann)- Brechler, Könnecke (72. Evljuskin).

KSV Holstein: Frech – Hummel (88. Guscinas), Boy, Schyrba, Jürgensen – Siedschlag, Größöhmichen (30. Hoffmann), Brückner, Nouri – Grgic, Stier (90.+2 Hasse).

Schiedsrichter: Steinberg: – Tore: 1:0 Könnecke (38.), 1:1 Nouri (66.)

Zuschauer: 250

Foto: Rassige Zweikämpfe lieferten sich Velimir Grgic und Julian Klamt.

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