VfL Wolfsburg – Holstein Kiel U19 5:1 (2:0)

A-Junioren Bundesliga –

Asmussen-Elf nun auf Abstiegsplatz

Die sportliche Situation der Holstein U19 wird immer prekärer. Nach der 1:5-Niederlage beim VfL Wolfsburg und den Erfolgen der direkten Konkurrenten Rot Weiß Erfurt und Tasmania Berlin rangiert die Asmussen-Elf erstmals in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz. Am kommenden Sonntag ist ein „Dreier“ im Heimspiel gegen Tennis Borussia Berlin fast schon Pflicht für die Jungstörche, will man nicht frühzeitig den Anschluss verlieren.

Eine Woche nach der Niederlage gegen den Spitzenreiter SV Werder Bremen musste man sich auch dem Top-Team des VfL Wolfsburg beugen. Und auch gegen die „Wölfe“ machten sich die Kieler das Leben durch individuelle Fehler wieder einmal selber schwer. Die Führung für die Gastgeber bereits in der 13. Spielminute. Nach einem Ballverlust von Albers im Mittelfeld und einem Pass in das Sturmzentrum besorgte Brendel die Führung für die Grün-Weißen. Nur acht Minuten später nutzten die VW-Städter durch Schlimpert einen Torwartfehler von Pascal Wenzkus, der den Ball nach einer Ecke nicht aus der Gefahrenzone boxen konnte, zum 2:0. Die Partie war praktisch schon zur Halbzeit entschieden, auch wenn Holstein durchaus gefällige Spielzüge auf den Weg bringen konnte. „Gegen die ständigen Fehler kommen wir einfach nicht gegenan“, so Trainer Asmussen zur Pause.

Und auch im zweiten Durchgang waren die „Wölfe“ am Drücker. In der 54. Minute nutzte Thomsen ein Missverständnis zwischen den Kieler Innenverteidigern Pinkert und Hingt. Ein Pass in die Gasse, ein platzierter Schuss und es stand 3:0. Zwei Minuten später dann sogar das 4:0 durch Anacleto. Wie schon gegen Bremen so brachte auch in Wolfsburg ein Doppelschlag die endgültige Entscheidung. Der Anschlusstreffer durch Ehlers (74.) aus kurzer Distanz im Anschluss an einen Eckball war nur noch Makulatur. Zehn Minuten vor dem Ende traf nach einer hohen Hereingabe Marchese per Kopf zum 5:1.

„Jede Kleinigkeit wird derzeit bestraft“, zeigte sich Asmussen enttäuscht von der neuerlichen Pleite seiner Mannschaft in der Bundesliga. Dennoch „sollte man die Qualität unserer Truppe nicht an den Spielen gegen die Spitzenteams aus Bremen und Wolfsburg messen“, setzt Asmussen auf eine Trotzreaktion gegen Tennis Borussia Berlin am kommenden Wochenende. Selbige ist auch bitter nötig, warten die Jungstörche doch inzwischen seit September 2006 auf einen „Dreier“. Zu wenig zum Überleben in der Eliteliga des deutschen Jugendfußballs.

„Jetzt sind Charakter und Herz gefragt“, gibt sich der Kieler Coach trotz der drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer weiter kämpferisch. (Patrick Nawe)

VfL Wolfsburg: Deumeland – J. Meier, Celikyurt, Schlimpert (62. Klamt), Schulze (62. Flettner) – J. Neumann, Thomsen, Maek (27. F. Neumann) – Brendel, Anacleto, Weiß (46. Marchese)

Holstein Kiel: Wenzkus – D. Schindler, Kastner (76. Aliuoa), Pinkert – Eismann, Ziehmer, L. Hingst, Kilit, Meshekrani (46. Werner) – Yankin, Albers (46. Ehlers)

Tore: 1:0 Brendel (13.), 2:0 Schlimpert (25.), 3:0 Thomsen (54.), 4:0 Anacleto (56.), 4:1 Ehlers (74.), 5:1 Marchese (77.)

Schiedsrichter: Marx (Karlstein)

Zuschauer: 100

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