Vier- und Marschlande – Holstein Kiel U19 2:0

A-Junioren Bundesliga Nord / Nordost

Erneuter Rückschlag für die Holstein U19 in der Bundesliga. Mit 0:2 unterlag man dem SC Vier- und Marschlande. Die Jungstörche warten nun inzwischen seit dem 5. Spieltag am 17. September 2006 auf einen dreifachen Punktgewinn. Nur die Tatsache, dass Rot Weiß Erfurt sein Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg mit 0:3 verlor, verhinderte den Absturz auf einen Abstiegsrang. Doch angesichts der beiden bevorstehenden Aufgaben des Kieler A-Junioren Bundesligisten gegen den Spitzenreiter SV Werder Bremen und den Tabellendritten VfL Wolfsburg dürfte den Kieler Verantwortlichen in den kommenden 14 Tagen fast schon Angst und Bange werden.

Viel hatte man sich vorgenommen für die Partie in Hamburg. Doch für beide Mannschaften war die Ausgangslage alles andere als viel versprechend. Während Vier- und Marschlande vor der Begegnung mit nur zwei Saisonsiegen abgeschlagen auf den vorletzten Tabellenplatz rangierte, so vergab Holstein in diesem Jahr in den Begegnungen mit den direkten Konkurrenten aus Rostock (0:2) und Gropiusstadt (2:2) wichtige Zähler.

Abgesehen vom enttäuschenden Resultat in Hamburg konnte Trainer Asmussen mit der Vorstellung seiner Mannschaft allerdings zufrieden sein. Im Gegensatz zur Vorwoche hatten die Jungstörche Spiel und Gegner im Griff. Allerdings reichten den Gastgebern zwei Tormöglichkeiten zum Erfolg. Sander (79.) erzielte nach einem langen Befreiungsschlag der Hamburger die 1:0-Führung. Khomkhonsu und Timm waren in dieser Szene nicht energisch genug dazwischen gegangen und Torschütze Sander traf, nachdem er den herausstürmenden Kieler Schlussmann Wenzkus ausgespielt hatte. Drei Minuten vor dem Ende sorgte Iliev (87.) nach einem völlig unnötigen Fehlpass von Kilit in der Vorwärtsbewegung für die Entscheidung. Den schlecht postierten Wenzkus hatte der Hamburger zuvor gekonnt ausgetanzt. Die KSV Holstein wurde trotz ihrer guten Spielanlage bitter dafür bestraft, dass Kastner, Albers, Kilit, Eismann, Schindler und Meshekrani im zweiten Durchgang reihenweise ihre 100prozentigen Chancen fahrlässig ausließen. Zu allem Überfluss gab Schiedsrichter Klatte einen Kilit-Kopfballtreffer im Anschluss an einen indirekten Freistoß von Eismann in der 65. Minute nicht. Und vier Minuten zuvor hatte Werner nur den Pfosten des Hamburger Gehäuses getroffen.

„Uns sitzt das Abstiegsgespenst weiter im Nacken und es wird immer schwerer. Jetzt müssen wir Spiele gewinnen, die wir eigentlich nicht auf dem Zettel hatten. Vor dem 26. Spieltag wird der Klassenerhalt nur schwer zu realisieren sein. Wer sich mit dem Fußball auskennt, der weiß das“, bewertete Trainer Asmussen nach der missglückten Dienstreise seiner Mannschaft die prekäre Lage der KSV Holstein in der Junioren-Bundesliga äußerst realistisch. (Patrick Nawe)

Holstein Kiel: Wenzkus – Timm, Schindler (85. Yankin), Hingst – Eismann (85. Pinkert), Kilit, Ziehmer (46. Khomkhonsu), Meshekrani – Werner – Imeri (46. Albers), Kastner

Vier- und Marschlande: Berndt – Wojcik, Pettersson, Caja, Mahnke (60. Iliev), Sander, Argetim, Ucan, Bediato – Pichienot (87. Ioannou) , Delacuesta (60. Güven)

Tore: 1:0 Sander (79.), 2:0 Iliev (87.)

Schiedsrichter: Klatte

Zuschauer: 72

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