Werder Bremen – B1 Holstein 3:1 (1:0)

B-Juniorinnen Finale Norddeutsche Meisterschaft

Die B-Juniorinnen von Holstein mussten im Finale der Norddeutschen Vereinsmeisterschaft eine unglückliche 1:3-Niederlage bei Werder Bremen einstecken. Symptomatisch der Schlußpunkt der Begegnung: Eine von Sachau von der rechten Seite lang gezogene Flanke knallte unhaltbar gegen den langen Pfosten und von dort ins Tor. Dabei waren es die Gäste aus Kiel, die zum größten Teil den besseren Fußball boten. Und die klareren Torchancen. In der ersten Viertelstunde spielte nur ein Team. Und das war der Schleswig-Holsteinische Meister. Doch wie in den meisten Punktspielen sollte die Chancenverwertung das grosse Manko der Mannschaft um Ismail Yesilyurt und Rebecca Winkels sein. Im Finale bestraft durch Werder Bremen, das aus eigentlich zwei Chancen drei Tore machte. Holstein hingegen vergab in der ersten Halbzeit dreimal durch Heinrich – dabei mit einem Lattentreffer – und einen Kopfball von Tabea Lycke seine größten Möglichkeiten. Entsprechende Treffer hätten dem dezimierten und teilweise angeschlagenen Kader der Nordlichter die notwendige Rückdeckung gegeben. So rannte Holstein wie aus dem Nichts dem 0:2 hinterher. Schröder erhielt nach einem Stellungsfehler freie Schussbahn. Auf der anderen Seite hatte Fortuna kein Einsehen mit den ”Störchinnen”. Weitschüsse von Nöhr verfehlten knapp das Ziel. Und Heinrich schob frei vor dem Tor den Ball am Bremer Gehäuse vorbei. Schließlich traf die Stürmerin doch noch. Nach einem Pass von Beese umkurvte die Kielerin auch noch Torhüterin Niegel und verkürzte auf 1:2. Das verdiente 2:2 sollte indes nicht fallen. Zumal auch die Schiedsrichterin bei zwei torgefährlichen Szenen im Bremer Strafraum unerklärlicherweise gegen die Gäste entschied. So endete schließlich ein unglücklicher Fußballtag für Holstein Kiel mit einem 1:3. Eine insgesamt gute spielerische Leistung, auch wenn in der zweiten Hälfte teilweise das Einzelspiel zunahm, erhielt nicht mit dem gerechten Ergebnis die Belohnung. Auf der anderen Seite überzeugte Werder Bremen bei hochsommerlichen Temperaturen mit guter kämpferischer Einstellung und nutzte eiskalt seine Chancen. Das spricht schließlich auch für ein Team. Damit ist die Mannschaft von der Weser für die am kommenden Wochenende in Berlin stattfindende Endrunde der Deutschen Meisterschaft der acht besten Teams qualifiziert.

Werder Bremen: Niegel, Liebs, Sachau, Ulbrich, Bohling, Bopp, Lorenz, Martens, Meier (41. Liesigk ), Schröder, König (70. Kempin)

Holstein Kiel: Victoria Bendt – Julia Kibbel, Marie Becker, Lina Beese, Meike Matthiessen – Tabea Lycke (70. Denise Jakubowski), Carolin Schuhmann, Annika Bahr (64. Alexandra Reimler), Finja Ewering, Louisa Nöhr – Seda Heinrich

Ergänzungsspielerin: Alina Lycke

Tore: 1:0 Martens (20.), 2:0 Schröder (48.), 2:1 Heinrich (68.), 3:1 Sachau (80.)

Bild (Foto Axel Matthiessen): Seda Heinrich, beste Torschützin der Kielerinnen, klebt das Pech an den Schuhen.

Bilder vom Spiel von Axel Matthiessen

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