Woman I – Magdeburg 0:3 (0:2)

2. Frauen-Bundesliga Nord

Völlig misslungener Saisonstart für die Holstein Woman in der 2. Frauen-Bundesliga Nord! Gegen den Aufsteiger Magdeburger FFC agierten die Frauen aus Schleswig-Holstein beim 0:3 ohne Bundesligareife.

Dabei hatte sich Neutrainer Gudio Gehrke viel vorgenommen. Mit einem 4-3-3-System sollte das primäre Saisonziel, offensiven Fußball zu bieten, in der Praxis umgesetzt werden. Doch weit gefehlt! Bis auf eine kurze Phase nach dem Seitenwechsel blieben die Störchinnen in der Offensive sehr blass. Fehlende Laufbereitschaft, fehlende richtige Laufwege in der Offensive und fehlende Passgenauigkeit brachten den Magdeburger FFC bei herrlichem Sommerwetter nicht ins Schwitzen. Der Gast aus Sachen-Anhalt war den Kielerinnen im individualtaktischem und individualtechnischem Bereich mindestens einen Schritt voraus. Auch als Mannschaft funktionierte der FFC weitaus besser. Und das FFC-System mit meistens einer Dreierkette war auf dem Kilia-Platz effektiver. Bei Ballbesitz besetzten Träbert auf rechts und Krakowski auf links die Angriffspositionen, so dass aus zwei sehr beweglichen Spitzen vier wurden. Nicht nur die Angreiferinnen Schuster und Knipp liefen immer wieder aus dem Deckungsschatten heraus in die Paßlücken hinein. Alle FFC-Spielrinnen waren gedanklich hellwach. Und in ihren Aktionen bissiger und aggressiver.

Auf der anderen Seite fehlte eben diese Spiel ohne Ball um das erwünschte Offensivspektakel anzukurbeln. Zudem erreichten mit Pulkis und Wölki nur zwei Holstein-Spielerinnen Normalform. Ohne Selbstbewußtsein, Mut und manchmal kraftlos wirkend torkelten die Holstein Woman die 90 Minuten zuende. Nur einige Minuten nach dem Wiederanpfiff gab es Hoffnung zur Besserung. In der 46. Minute vergaben die Gastgeberinnen eine Möglichkeit. In der 50. Minute schrammte Bannas nach Flanke von Pank nur Zentimeter am Torraum am Anschlusstreffer vorbei. Das war es aber auch bis auf vereinzelte Ausnahmen, in denen die Kielerinnen nicht entschlossen vor dem Gäste-Tor agierten.

Spätestens mit dem 3:0 durch die erst 15jährige Knipp war der Sonntag für Holstein endgültig nicht mehr zu retten. Ins Hintertreffen geraten war die Heimelf durch einen zu kurz geratenen Abstoß von Torhüterin Borreck. Beim 2:0 nutzte Schuster nach einem Schuss von Knipp aus 22 Metern den von Borreck abgewehrten Ball aus knapp elf Metern. Zwei Lattentreffer nach Freistössen von Kipp (19.) und Stübing aus 40 Metern (39.) rechtfertigten den verdienten Erfolg des Teams von Steffen Rau. Nach dem Seitenwechsel verwaltete der Gast gegen eine bemühte, aber glücklose und drucklose Woman-Truppe ohne Probleme seinen Vorsprung.

Fazit: Die Holstein Woman haben schon am ersten Spieltag einen Tiefpunkt erreicht. Aber! ”Es kann nur besser werden und aufwärts gehen”, bemerkte ein treuer Fan. Fürwahr! Am nächsten Sonntag bei Hohen Neuendorf hat Holstein Kiel die Gelegenheit zur Wiedergutmachung.

Holstein Kiel: Fredericke Borreck (25. Victoria Bendt) – Christin Vogt, Lena Schrum, Svenja Woelki, Martina Pulkis – Kati Krohn, Sandra Bannas, Justine Pank – Marialiiza Kranz (76. Gyde Fuhrmann), Christina Krause (60. Jeska Danielsen), Rachel Rinast

Magdeburger FFC: Almuth Schult – Stephanie Abel (57. Elsner), Jofie Stübing, Anja Beinroth – Melissa Krakowski, Katja Gabrowitsch (34. Jaqueline Köbernik), Stefanie Mücke, Stephanie Träbert, Jaqueline Ernst – Isabelle Knipp (73. Melanie Vogelhuber), Dania Schuster

Schiedsrichter: Dittmann (Stadthagen)

Zuschauer: 150

Tore: 0:1 Schuster (11.), 0:2 Schuster (20.), 0:3 Knipp (71.)

Foto: Lena Schrum (li.) gegen die zweifache Torschützin Dania Schuster.

Videoclip von Rudi Koschnitzke auf Nordkick

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