Verein Archive - Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V. https://www.holstein-kiel.de/kategorie/verein/ Holstein Kiel Mon, 02 Feb 2026 18:04:27 +0000 de hourly 1 https://www.holstein-kiel.de/wp-content/uploads/2022/12/cropped-Holstein-Kiel-Favicon-32x32.png Verein Archive - Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V. https://www.holstein-kiel.de/kategorie/verein/ 32 32 Holstein und Hebbelschule planen weitere Projekte https://www.holstein-kiel.de/verein/holstein-und-hebbelschule-planen-weitere-projekte/ Mon, 02 Feb 2026 18:04:26 +0000 https://www.holstein-kiel.de/?p=189927 Unsere historische und freundschaftliche Verbindung mit der Hebbelschule Kiel, der Gründerschule des FC Holstein von 1902, soll auch im Jahr eins nach dem 125. Vereinsgeburtstag der KSV weiter intensiviert werden. Im Sommer soll erstmals überhaupt im Rahmen einer Schul-Projektwoche das Thema „Holstein Kiel im Kontext der Kieler Stadtgeschichte“ angeboten werden. Viele Große der Holstein-Vereinsgeschichte drückten […]

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Unsere historische und freundschaftliche Verbindung mit der Hebbelschule Kiel, der Gründerschule des FC Holstein von 1902, soll auch im Jahr eins nach dem 125. Vereinsgeburtstag der KSV weiter intensiviert werden. Im Sommer soll erstmals überhaupt im Rahmen einer Schul-Projektwoche das Thema „Holstein Kiel im Kontext der Kieler Stadtgeschichte“ angeboten werden.

Viele Große der Holstein-Vereinsgeschichte drückten die Schulbank an der Hebbelschule oder an ihrer Vorgängerschule, der Ober-Realschule I. Unser Präsident Steffen Schneekloth ist nur einer von ihnen. Darüber hinaus feierten die Störche sowohl im Jahr 2000 ihre 100-Jahr-Feier als auch im vergangenen Oktober ihre 125-Jahr-Feier in der traditionsreichen Aula der Hebbelschule.

Am heutigen Montag planten rund 70 Kolleginnen und Kollegen der Hebbelschule im Rahmen ihres Schulentwicklungstages Projekte für die anstehende Projektwoche Ende Juni/Anfang Juli. Gemeinsam mit Holstein-Clubhistoriker Patrick Nawe wurden spannende Themen für Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen erarbeitet, die auch die enge Verbundenheit zwischen Schule und Verein betonen, u.a. aus den Bereichen Geschichte, Sport und Wirtschaft.

Karsten Jonas, Schulleiter der Hebbelschule, sagte anlässlich der Veranstaltung: „Ich freue mich über die Kooperation zwischen der Hebbelschule und Holstein Kiel. Diese Zusammenarbeit eröffnet unseren Schülerinnen und Schülern neue Türen, ihre Heimatstadt mit ihrer Geschichte und ihrem sozialen und sportlichen Umfeld kennenzulernen.“ Patrick Nawe, selbst ehemaliger Gymnasiallehrer und in direkter Nähe zur Hebbelschule aufgewachsen, meinte: „Es ist immer auch ein Stück weit Heimat, hierher zu kommen. Sowohl für die Störche als auch für mich persönlich. Es gibt einfach unheimlich viele Verbindungen zwischen unserer Gründerschule und Holstein Kiel. Ich freue mich daher sehr über die anstehenden Projekte!”

Abgesehen von der engen historischen Verbundenheit, die auf ganz unterschiedliche Weise in den zukünftigen Projekten Niederschlag finden soll, steht natürlich vor allem die Freude am Miteinander und der Zusammenarbeit im Mittelpunkt. „Wir finden es toll, das Verbindende weiter zu intensivieren und auf so konstruktive und kreative Weise auszubauen“, so Lehrkraft Marco Finke, der das Projekt „Holstein Kiel im Kontext der Kieler Stadtgeschichte“ auf Seiten der Hebbelschule eng begleiten wird.

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Schweigeminute gegen Fürth: „Nie wieder“ ist jetzt. Und immer. https://www.holstein-kiel.de/verein/schweigeminute-gegen-fuerth-nie-wieder-ist-jetzt-und-immer/ Sat, 31 Jan 2026 16:10:46 +0000 https://www.holstein-kiel.de/?p=189838 Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Rund um diesen Tag erinnert der deutsche Fußball jedes Jahr mit allen Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga gemeinsam mit der Initiative „Nie wieder!“ an die Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Auch wir haben uns als KSV Holstein an diesem […]

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Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Rund um diesen Tag erinnert der deutsche Fußball jedes Jahr mit allen Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga gemeinsam mit der Initiative „Nie wieder!“ an die Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden.

Auch wir haben uns als KSV Holstein an diesem Erinnerungstag beteiligt und dieses Datum zum Anlass genommen, innezuhalten und Verantwortung zu zeigen. Kurz vor Anpfiff des Heimspiels gegen die SpVgg Greuther Fürth haben beide Mannschaften gemeinsam mit ihren Funktionsteams und allen 11.594 Zuschauern inne gehalten, um Haltung zu zeigen und die Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. So sorgten alle Beteiligten für einen würdevollen Gänsehaut-Moment vor Beginn der Partie.

„Nie wieder“ ist für uns kein Rückblick, sondern ein Auftrag – gestern, heute, morgen und immer.

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Steffen Schneekloth als Vertreter der DFL in den Aufsichtsrat der DFB GmbH & Co. KG benannt https://www.holstein-kiel.de/verein/steffen-schneekloth-als-vertreter-der-dfl-in-den-aufsichtsrat-der-dfb-gmbh-co-kg-benannt/ Fri, 30 Jan 2026 15:00:00 +0000 https://www.holstein-kiel.de/?p=189773 Das Präsidium des DFL e. V. hat in seiner Sitzung am 27. Januar 2026 KSV-Präsident Steffen Schneekloth einstimmig als Vertreter der DFL für den Aufsichtsrat der DFB GmbH & Co. KG benannt. Schneekloth ist seit 2017 Präsident unseres Vereins und gehört dem Präsidium der DFL seit Oktober 2018 in verschiedenen Funktionen an. Erst am 3. […]

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Das Präsidium des DFL e. V. hat in seiner Sitzung am 27. Januar 2026 KSV-Präsident Steffen Schneekloth einstimmig als Vertreter der DFL für den Aufsichtsrat der DFB GmbH & Co. KG benannt.

Schneekloth ist seit 2017 Präsident unseres Vereins und gehört dem Präsidium der DFL seit Oktober 2018 in verschiedenen Funktionen an. Erst am 3. September 2025 wurde er erneut in das DFL-Präsidium gewählt.

„Ich danke dem Ligapräsidenten der DFL, Hans-Joachim Watzke, sowie DFB-Präsident Bernd Neuendorf für das mir entgegengebrachte Vertrauen und dafür, dass sie mich für diese Aufgabe vorgeschlagen haben. Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben und darauf, mich weiterhin in die gemeinsame Arbeit von DFL und DFB einzubringen“, sagt Schneekloth.

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KSV-Historiker zu Gast bei der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte https://www.holstein-kiel.de/verein/ksv-historiker-zu-gast-bei-der-gesellschaft-fuer-kieler-stadtgeschichte/ Fri, 30 Jan 2026 12:10:56 +0000 https://www.holstein-kiel.de/?p=189763 Anlässlich einer Einladung der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte in der Forstbaumschule überreichte Clubhistoriker Patrick Nawe (li.) am heutigen Freitag die Holstein-Jubiläumschronik sowie das aktuelle Stadionmagazin mit Berichten zum 150. Geburtstag von Vereinsikone Georg P. Blaschke sowie zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar an den Vorsitzenden Rolf Fischer (Mi.) und Vorstandsmitglied Uwe Nieber. Die 2025 begonnene Kooperation […]

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Anlässlich einer Einladung der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte in der Forstbaumschule überreichte Clubhistoriker Patrick Nawe (li.) am heutigen Freitag die Holstein-Jubiläumschronik sowie das aktuelle Stadionmagazin mit Berichten zum 150. Geburtstag von Vereinsikone Georg P. Blaschke sowie zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar an den Vorsitzenden Rolf Fischer (Mi.) und Vorstandsmitglied Uwe Nieber.

Die 2025 begonnene Kooperation zwischen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte und Holstein Kiel sorgt für spannende und wertvolle Impulse in der historischen Arbeit. Seit 1875 fördert die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte durch ihre Tätigkeit und durch finanzielle Unterstützung die Erforschung und Archivierung der städtischen Geschichte. Sie kann sich dabei auf eine breite Basis stützen: Mit nahezu 1.400 Mitgliedern zählt sie zu den größten stadtgeschichtlichen Vereinigungen in Deutschland.

Weitere Informationen findet ihr unter kieler-stadtgeschichte.de.

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Bis 12. April: Ausstellung „Jüdische Identität im Fußballstadion“ wird verlängert https://www.holstein-kiel.de/verein/bis-12-april-ausstellung-juedische-identitaet-im-fussballstadion-wird-verlaengert/ Thu, 29 Jan 2026 14:08:28 +0000 https://www.holstein-kiel.de/?p=189633 Seit Juli vergangenen Jahres beleuchtet eine Ausstellung in Rendsburg die jüdische Geschichte und Identität im Fußball und zeigt, wie sich Profivereine heute für ihre satzungsgemäß verankerten Werte einsetzen. Neben Rekordmeister FC Bayern München sind auch die Nordclubs Werder Bremen, Hamburger SV, FC St. Pauli und Holstein Kiel Teil dieser Ausstellung. Ursprünglich sollte die Ausstellung bis […]

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Seit Juli vergangenen Jahres beleuchtet eine Ausstellung in Rendsburg die jüdische Geschichte und Identität im Fußball und zeigt, wie sich Profivereine heute für ihre satzungsgemäß verankerten Werte einsetzen. Neben Rekordmeister FC Bayern München sind auch die Nordclubs Werder Bremen, Hamburger SV, FC St. Pauli und Holstein Kiel Teil dieser Ausstellung. Ursprünglich sollte die Ausstellung bis zum 1. Februar geöffnet sein, wurde nun aber aufgrund der positiven Resonanz bis zum 12. April verlängert.

Die Ausstellung basiert auf einer gleichnamigen Schau des Jüdischen Museums Wien. Das Museum im Zentrum von Rendsburg um Museumsleitung Jonas Kuhn und Mirjam Gläser, zuständig für Bildung und Vermittlung, zeigt in dieser Ausstellung, welche Rolle das Judentum im Fußball historisch spielte und auch heutzutage einnimmt. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl einzelne Persönlichkeiten, wie der jüdische Kaufmannssohn und Fußballfunktionär Kurt Landauer, der Aufgrund seiner Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt und nach seinem Tod zum Ehrenpräsidenten des FC Bayern München ernannt wurde, als auch der Umgang von Fangruppen mit jüdischen Begriffen und Symbolen.

Der Fokus der Ausstellung liegt in diesem Zusammenhang aber auch auf Altmeister Holstein Kiel. Als bürgerlicher Verein mit einer ausgeprägt guten Beziehung zur Marine stand die KSV bis 1933 im konservativen bis deutsch-nationalen Lager, um sich dann nahtlos in den NS-Staat eingliedern zu lassen. Es gab einige wenige jüdische Mitglieder im Verein, die aber vermutlich alle bis 1932 aus dem Verein gedrängt wurden. Offenbar hat eine Ausgrenzung und Verdrängung jüdischer Vereinsmitglieder in Einzelfällen stattgefunden, auch wenn in der Satzung von 1935 kein „Arierparagraph“ zu finden ist, weiß die Chronik „125 Jahre Holstein Kiel“ zu berichten. Parallel dazu erlebte die KSV – auch aufgrund zahlreicher Verstärkungen mit militärischem Hintergrund – 1943 mit Platz 3 in der Deutschen Meisterschaft einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte.

Die Ausstellung in Rendsburg behandelt zudem verschiedene Fragestellungen: Wie arbeiten die Vereine ihre Vergangenheit auf, welche Rolle spielten jüdische Spieler, Funktionäre und Fans und wie gehen die Klubs heute mit der Thematik um? Als Kooperationspartner der Ausstellung stellte Holstein mit Unterstützung von Vereinshistoriker Patrick Nawe und Historiker Jürgen Weber Bilder und Geschichten aus der langen Vereinsgeschichte zur Verfügung. Dabei bezieht die KSV klar Stellung zu den in der Satzung verankerten Werten: Integrität, Respekt, Toleranz, Vielfalt, Gleichberechtigung und Fairplay. Annika Hartmann, Leitung Nachhaltigkeit bei Holstein Kiel, betont: „Als Verein stehen wir zu jeder Zeit für unsere Werte ein und engagieren uns mit vielfältigen Projekten, wie zum Beispiel dem ligaweiten Together-Spieltag, den Inklusionsferiencamps oder dem Lernhafen. Daher freuen wir uns sehr, auch Teil dieser besonderen Ausstellung zu sein und einen Teil unserer langen Vereinshistorie aufarbeiten und mit der Öffentlichkeit teilen zu können.“

Die Ausstellung im Jüdischen Museum in Rendsburg ist noch bis zum 12. April 2026 dienstags bis sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Weitere Infos sind unter jmrd.de zu finden. Bereits im September vergangenen Jahres hatte es eine KSV-Fanfahrt zur Ausstellung gegeben. Wer darüber hinaus mehr über die Verflechtung von jüdischer Geschichte, Identität und Fußballkultur bei der KSV Holstein erfahren möchte, findet in der Jubiläumschronik der Störche die bislang umfassendste Darstellung über die KSV in der Zeit des Nationalsozialismus.

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Licht ins Dunkel – gemeinsames Erinnern am Flandernbunker https://www.holstein-kiel.de/verein/licht-ins-dunkel-gemeinsames-erinnern-am-flandernbunker/ Tue, 27 Jan 2026 09:35:54 +0000 https://www.holstein-kiel.de/?p=189619 Wie kaum ein zweites Bauwerk in Kiel-Wik erinnert der Flandernbunker an die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs. Deutlich sichtbar, kompakt und massiv befindet sich der Betonwürfel gegenüber vom Eingang des Marinestützpunktes an der Kiellinie. 1943 durch die Kriegsmarine erbaut und nach dem Krieg auf Anordnung der britischen Militärregierung zunächst für militärische Zwecke unbrauchbar gemacht, dokumentiert der […]

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Wie kaum ein zweites Bauwerk in Kiel-Wik erinnert der Flandernbunker an die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs. Deutlich sichtbar, kompakt und massiv befindet sich der Betonwürfel gegenüber vom Eingang des Marinestützpunktes an der Kiellinie. 1943 durch die Kriegsmarine erbaut und nach dem Krieg auf Anordnung der britischen Militärregierung zunächst für militärische Zwecke unbrauchbar gemacht, dokumentiert der Bunker heute Kriegswahnsinn und Niederlage zugleich.

2004 wurde der Flandernbunker unter Denkmalschutz gestellt und der Verein “Mahnmal Kilian” etablierte die Kriegsruine seitdem als Ort der Bildung und der Völkerverständigung. Heute ist der Flandernbunker Bildungs-, Kultur- und Gedenkstätte für Besucher (täglich 10 bis 17 Uhr) und dient als Ausgangspunkt für anschaulichen Geschichtsunterricht.

Am heutigen Dienstag jährt sich der internationale Gedenktag für die Opfer des Holocaust. Aus diesem Anlass laden die Mitglieder des Vereines „Mahnmal Kilian“ wie in jedem Jahr mit der Aktion „Licht ins Dunkel – der Flandernbunker leuchtet“ um 18 Uhr zum gemeinsamen Erinnern und Beisammensein auf den Vorplatz des zu diesem Anlass beleuchteten Flandernbunkers an der Kiellinie 249 ein. Gäste können eigene Kerzen und Lichter mitbringen. Ab 18.45 Uhr wird die Veranstaltung mit der Lesung „Judenstern“ von Philipp Eilenberger im beheizten Veranstaltungsraum des Bunkers fortgesetzt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Die Aktion „Licht ins Dunkel – Der Flandernbunker leuchtet“ geht zurück auf eine Initiative des Berliner Gedenkortes „Haus der Wannseekonferenz“ und wird jährlich vom Verein Mahnmal Kilian mit Bunkerbeleuchtung und Kerzen am 27. Januar ausgerichtet, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die sowjetische Armee 1945.

„Die KSV Holstein ist sich ihrer Vergangenheit und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung sehr bewusst. Und gerade die Marine und der Marinestützpunkt in Kiel-Wik haben in der Historie unseres Traditionsvereins eine prägende Rolle gespielt. Die heutige Veranstaltung des Vereines Mahnmal Kilian gehört zu den besonders wertvollen Aktivitäten rund um den heutigen Internationalen Holocaust-Gedenktag und Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“, so Holsteins Clubhistoriker Patrick Nawe.

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Zum Holocaust-Gedenktag: Antisemitismus in der KSV? https://www.holstein-kiel.de/verein/zum-holocaust-gedenktag-antisemitismus-in-der-ksv/ Tue, 27 Jan 2026 07:00:00 +0000 https://www.holstein-kiel.de/?p=189609 In diesem Artikel findet Ihr zunächst einen Gastbeitrag von Historiker Jürgen Weber zum Thema „Antisemitismus in der KSV“ und anschließend Informationen über den Erinnerungstag im deutschen Fußball anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar. Gastbeitrag von Historiker Jürgen Weber Zum Umgang mit der Geschichte unseres Vereins gehört auch […]

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In diesem Artikel findet Ihr zunächst einen Gastbeitrag von Historiker Jürgen Weber zum Thema „Antisemitismus in der KSV“ und anschließend Informationen über den Erinnerungstag im deutschen Fußball anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar.

Gastbeitrag von Historiker Jürgen Weber

Zum Umgang mit der Geschichte unseres Vereins gehört auch die Beantwortung der Frage, ob und inwieweit die KSV Holstein an der gesellschaftlichen Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung in Kiel beteiligt war. Wie antisemitisch war der Verein? Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist ein guter Anlass, das zu beleuchten. Die Forschungen im Rahmen des 125. Jubiläumsjahrs der KSV haben dazu einiges zu Tage gefördert. Historiker Jürgen Weber berichtet in seinem Gastbeitrag.

Im Mai 1947 fuhr Reuven Golan, ein nach Palästina ausgewanderter in Kiel geborener Jude, von Bergen-Belsen nach Kiel. In dem ehemaligen Konzentrationslager (KZ) arbeitete er im Auftrag der Jewish Agengy, um sich um Juden, die überlebt hatten, zu kümmern. Mit einem Jeep der britischen Armee machte er sich auf die Reise in seine Geburts- und ehemalige Heimatstadt. Er hatte sich entschlossen, sich mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren. Als er noch in Kiel lebte und bevor er emigrieren musste, trug er den Namen Kurt Goldmann. In Kiel angekommen fuhr er durch eine in weiten Teilen zerstörte Stadt und besucht Plätze seiner Kindheit und Jugend. Darüber berichtet er:

„Ich kann nicht darauf verzichten, zum Sportplatz von Holstein Kiel zu gehen, auf dem ich jahrelang als Mitglied der Knaben- und Schülermannschaft Fußball und Handball gespielt habe. Leider ist der Zugang zum Platz versperrt, und ich fahre zum ‚Schloßhof‘,(heute: Metro-Kino) dem Vereinslokal von Holstein Kiel. 1932 legte man mir nahe, den Verein zu verlassen, da auch Holstein Kiel ‚judenrein‘ sein wollte. Damals war ich begeisterter Anhänger dieses Vereins gewesen und gab mein Bestes als Verteidiger der Fußballschülermannschaft. Da ich Geige und Trompete spielte, war ich auch Mitglied des Vereinsorchesters und nahm an den alljährlichen Weihnachtsfeiern und Konzerten teil… Dem wurde 1932 ein Ende gesetzt. Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich den Leitern nie verziehen, daß sie mich aus ihrem Verein gewiesen haben.“

Kurt Goldmann wurde im Sommer 1925 Mitglied der KSV Holstein und sieben Jahre später aus dem Verein gedrängt. Diese eindrucksvolle Quelle spricht für sich und gibt einen Hinweis auf das Klima in Teilen der bürgerlichen Kieler Stadtgesellschaft im Jahr vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. In den monatlich erscheinenden Mitgliederheften des Vereins finden sich zwar keine Hinweise auf einen Ausschluss von jüdischen Vereinsmitgliedern. Und in der Satzung der KSV gab es auch keinen sogenannten „Arierparagraphen“, der die Mitgliedschaft von jüdischen Sportlerinnen und Sportlern im Verein prinzipiell ausschloss wie z.B. in vielen Kieler studentischen Verbindungen. In den Veröffentlichungen des Vereins vor und unmittelbar nach dem Machtantritt der NSDAP finden sich reichlich nationalistische und völkische Beiträge, aber keine explizit antisemitischen Texte.

Ostern 1924 spielt Holstein gegen den europäischen TOP-Club Makkabi Brünn. In der Anzeige für das Spiel, die die KSV geschaltet hatte, hieß es: „Makkabi ist eine tschechische Mannschaft, doch, ihrer Zusammensetzung nach, eine rein ungarische Elf“. Dass es tatsächlich eine jüdische Elf war, wurde verschwiegen.

Verdrängung von jüdischen Mitgliedern

Es hat dennoch unzweifelhaft eine Ausgrenzung und Verdrängung von jüdischen Vereinsmitgliedern stattgefunden, ohne dass es dazu eine propagandistische Begleitung gab. Angesichts der Tatsache, dass es in der Vereinsführung z.B. mit dem späteren stellvertretenden Vorsitzenden Karl Künzel auch schon vor 1933 aktive NSDAP-Mitglieder gab und der Jugendleiter Richard Volkmer ausgeprägt im nationalsozialistischen Sinne tätig wurde, verwundert das nicht.

Wie viele jüdische Mitglieder können betroffen gewesen sein? Vollständige Mitgliederlisten des Vereins existieren nicht mehr. Mittlerweile recherchiert sind Holstein-Mitglieder in den 1920er Jahren aus den jüdischen Familien Vinzelberg, Herzberg, Rosenblum und Goldmann. Alle hatten bereits vor 1933 den Verein wieder verlassen bzw. verlassen müssen. Die jüdische Gemeinde in Kiel hatte damals ca. 600 Mitglieder, von denen nur etwa die Hälfte sog. ‚deutsche Juden‘ waren, die als Teil der bürgerlichen Stadtgesellschaft vor 1933 angesehen werden können. Diese Teilgemeinde war auch noch sehr überaltert. Zudem gab es in Kiel einen jüdischen Turnverein, in dem zumindest zeitweise auch Fußball gespielt wurde. Die Sozialstruktur der jüdischen Gemeinde – viele Mitglieder hatten einen kaufmännischen oder akademischen beruflichen Hintergrund – deckte sich durchaus mit derjenigen der KSV. Holstein wird für sport-, v.a. fußballbegeisterte jüdische Kinder und Jugendliche eine favorisierte Adresse gewesen sein. Groß kann die Zahl der jüdischen Vereinsmitglieder aber dennoch nicht gewesen sein. Sicher feststellen können wir, dass kein Ligaspieler oder Kicker der „Ligareserve“ einen jüdischen Hintergrund hatte.

Das Hinausdrängen von Juden, wohl weitgehend jugendlichen, aus dem Verein erfolgte sukzessive und individuell. Man nötigte erfolgreich zum Austritt. Einzelne Personen aus der Vereinsführung sowie Spartenleiter oder Mannschaftsverantwortliche werden selbständig gehandelt haben. Es bedurfte keiner spektakulären Maßnahmen, um jüdische Mitglieder loszuwerden, die im Einzelfall im Verein auch nicht unumstritten gewesen wären. Man wird bei Vorgängen wie dem von Reuven Golan beschriebenen annehmen dürfen, dass es dafür eine grundsätzliche Zustimmung bei den Vereinsverantwortlichen gab – sei es aus einem allgemein antisemitischen Grundkonsens heraus, weil sich im Verein nationalsozialistische Haltungen bereits durchzusetzen begannen oder einfach nur aus opportunistischer Anpassung heraus.

So wenig, wie offener und sichtbarer Antisemitismus vor 1933 im Verein in den überlieferten Quellen dokumentiert ist, ebenso wenig ist überliefert, dass irgendjemand im Verein sich dem Hinausdrängen von jüdischen Mitgliedern entgegenstellte, als es noch möglich war.

Kriegsverbrecher Bruno Holling

Ein besonders dunkles Kapitel der Vereinsgeschichte ist mit dem Namen Bruno Holling verbunden. Bereits im Frühjahr 1933 beschloss die KSV Holstein die Einrichtung einer Wehrsportgruppe als neue Abteilung im Verein. Das war zum einen eine vorauseilende Verbeugung vor den neuen NS-Machthabern, entsprach zum anderen aber auch den Anschauungen verantwortlicher Akteure im Verein. Zum Abteilungsleiter machte man den Polizeioffizier Holling. In seinem Begrüßungsstatement schrieb er an die Vereinsmitglieder: „Wir Holsteiner lieben es nicht, in der Etappe zu bleiben, wir wollen an die Front“.  Dass der militaristisch-kriegerische Tonfall im Zusammenhang mit dem Wehrsport allen im Verein gefallen hat, kann vielleicht bezweifelt werden. Ihn als notwendige Maßnahme der Anpassung an das neue Regime zu akzeptieren und umzusetzen, wurde aber von allen als selbstverständlich oder zumindest unumgänglich angesehen und letztlich einstimmig beschlossen. 

Der Holsteiner Bruno Holling, Mitglied der NSDAP und der SA, später auch der SS, sollte dann später eine schreckliche Rolle in der Besatzungspolitik im Osten während des Zweiten Weltkriegs spielen. Holling wurde Major der Schutzpolizei und war ab Juni 1941 Kommandeur des Polizei-Bataillons 310, das in Weißrußland an Deportationen und Massen-Erschießungen von Juden beteiligt war. Holling konnte für seine Taten nach dem Weltkrieg nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden. Er starb in einem Kriegslazarett in Russland. In der Vereinszeitung der KSV vom April 1943 wird er in einer Todesanzeige mit dem Text gewürdigt: „Er starb den Heldentod im Kampfe für Großdeutschland und Europas Lebensrecht“. Auch noch in dem Band „50 Jahre Holstein Kiel“ aus dem Jahr 1950 wird ihm mit anderen gefallenen Holsteinern des Zweiten Weltkriegs unter der Überschrift „Wir stehen in Ehrfurcht vor ihren Gräbern“ gedacht.

Mit der im letzten Jahr erschienen Holstein-Chronik haben wir auch dieses Kapitel der Vereinsgeschichte beleuchtet. Geschichte verträgt weder eine Verengung auf wenige Aspekte noch ein Ausblenden von Geschehnissen, die Teil der Bewältigung unserer Geschichte sind. Lernen setzt Wissen Wollen voraus! Heute ist die KSV ein demokratischer und geschichtsbewusster Verein, der sich gegen menschenfeindliche, intolerante und totalitäre Ideologien und Akteure engagiert. 

(Jürgen Weber)

Jürgen Weber ist Ur-Holsteiner, jahrzehntelanger Aufsichtsrat, Historiker und gehört zum Team der Vereinschronik “125 Jahre Holstein Kiel”.

Über den Erinnerungstag im deutschen Fußball

Auch in dieser Saison unterstützen die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga den „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ rund um den 27. Januar 2025 (19. & 20. Spieltag der Saison 2025/26) der Initiative „Nie Wieder“. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Demokratie verteidigen – Lernen aus der Geschichte des Fußballs“.

Demokratie verteidigen – Lernen aus der Geschichte des Fußballs

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Jedes Jahr rund um diesen Tag gedenkt der deutsche Fußball gemeinsam mit der Initiative „Nie wieder“ der im Nationalsozialismus verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen.

Sport und Fußball – nie unpolitisch

Das NS-Regime hat sich den Sport auf unterschiedliche Weise zu Nutze gemacht. Sport sollte unter anderem Arbeitsmoral und Kriegstüchtigkeit steigern und die Freizeitgestaltung normieren. Vor allem diente der Sport als Propagandamittel. Die Olympischen Spiele vor 90 Jahren waren das sportliche Großereignis schlechthin, das die Nazis dafür nutzten, ihre Macht zu demonstrieren und ihre Ideologie zu verankern – weit über Deutschland hinaus.

Auch der deutsche Fußball mit seinen englischen Wurzeln und seinen vielen jüdischen Pionieren wie Walther Bensemann, der im Jahr 1900 an der Gründung des DFB beteiligt war und 1920 den „kicker“ ins Leben rief, war nicht immun gegen den nationalsozialistischen Hass. Im Gegenteil: Viele Vereine wirkten an der Entrechtung jüdischer Bürger aktiv mit – obwohl die NS-Führung dies im Sport mit Rücksicht auf die Olympischen Spiele 1936 zunächst nicht forcierte. Es bedurfte vielerorts also nicht einmal von oben verordneter Gleichschaltung. Selbst für Nationalspieler wie Julius Hirsch, der mit dem von Bensemann gegründeten Karlsruher FV 1910 Deutscher Meister wurde, war in ihrem Sport kein Platz mehr. Hirsch wurde in Auschwitz ermordet.

Viele führende Sportfunktionäre blieben trotz alledem nach 1945 in ihren Ämtern. Mehr als ein halbes Jahrhundert sollte es dauern, bis Vereine und Verbände mit der Aufarbeitung ihrer Rolle während der NS- Zeit begonnen haben.

Was hat das heute mit uns zu tun?

All dies zeigt: Politische Neutralität des Sports ist eine Fiktion. Sportvereine sind per Organisationsform politische Institutionen, denn sie basieren auf demokratischen Grundwerten, leben von Mitbestimmung und Gleichberechtigung.

Der Blick in die Geschichte zeigt: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Und fast immer, wenn die Demokratie unter Druck gerät, geht dies einher mit antisemitischen Tendenzen. Der Fußball mit seiner Strahlkraft trägt Verantwortung, unsere demokratischen Werte zu leben und zu verteidigen. Aktives Gedenken bedeutet daher gelebte Solidarität mit Jüdinnen und Juden, auch und gerade dann, wenn dies – wie derzeit – Courage und Haltung erfordert. 2026 gilt umso entschlossener die Botschaft der Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz: „Nie wieder!“

„Nie wieder“ ist jetzt. Und immer.

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Gedenktafel für Vereinsikone Blaschke enthüllt   https://www.holstein-kiel.de/verein/gedenktafel-fuer-vereinsikone-blaschke-enthuellt/ Tue, 20 Jan 2026 18:46:30 +0000 https://www.holstein-kiel.de/?p=189368 Am 20. Januar 2026 wäre mit Georg P. Blaschke einer der vielleicht bedeutendsten Funktionäre unserer Vereinsgeschichte 150 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass hat unsere KSV Holstein am Dienstag bei einer feierlichen Gedenkveranstaltung zu seinen Ehren eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Dänischen Straße 24 aufgehängt – und so einen weiteren Erinnerungsort der Kieler und […]

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Am 20. Januar 2026 wäre mit Georg P. Blaschke einer der vielleicht bedeutendsten Funktionäre unserer Vereinsgeschichte 150 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass hat unsere KSV Holstein am Dienstag bei einer feierlichen Gedenkveranstaltung zu seinen Ehren eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Dänischen Straße 24 aufgehängt – und so einen weiteren Erinnerungsort der Kieler und deutschlandweiten Fußballgeschichte geschaffen.  

„Wir haben uns heute hier eingefunden, um diesem großen Fußballpionier – denn genau das war Georg P. Blaschke – zu gedenken. Uns als Verein ist es ein großes Anliegen, sein Andenken zu bewahren. Deshalb wollen wir heute, am 150. Jahrestag seines Geburtstages, eine Gedenktafel vor seinem früheren Wohnhaus enthüllen“, eröffnete KSV-Präsident Steffen Schneekloth die Gedenkfeier im benachbarten Lüneburg-Haus. Dort waren zahlreiche geladene Gäste zusammengekommen, darunter auch Familienmitglieder Blaschkes, um an den Gründervater der KSV zu erinnern. Vor Ort lauschten die Anwesenden drei Kurzvorträgen: Club-Historiker Patrick Nawe sowie die Historiker Jürgen Weber und Rolf Fischer gaben dabei eindrucksvolle Einblicke in Leben und Wirken Blaschkes als Fußballpionier, Sportfunktionär und Kieler Stadtrat.  

Anschließend wurde die Gedenktafel vor dem Hauseingang von Blaschkes ehemaligem Wohnhaus in der Dänischen Straße 24 von seinen Ururenkeln Justus und Annika Blaschke enthüllt. Auf der 37 cm × 55 cm großen Bronzetafel sind die wichtigsten Meilensteine seines Wirkens verewigt.  

Historiker Rolf Fischer wusste mit seinen Ausführungen zu Georg P . Blaschke die Zuhörenden in den Bann zu ziehen.
Blaschkes Ururenkel Justus (li.) und Annika hatten die Ehre die Gedenktafel zu enthüllen.

Blaschkes Leben und Wirken

Der 1876 im schlesischen Glatz geborene Georg P. Blaschke kam als junger Mann nach Kiel, war einer der Mitbegründer des 1. Kieler Fußballvereins von 1900 und erzielte in Lübeck das erste Tor unseres heutigen Traditionsvereins. Von seinen Mannschaftskameraden aufgrund seiner eher geringen Körpergröße liebevoll „Little“ genannt, entwickelte sich Blaschke zu einem der großen Gründerväter des Fußballs. So trug Blaschke 1917 etwa maßgeblich zur Fusion des 1. KFV und dem SV Holstein zur heutigen KSV Holstein bei und führte den Verein anschließend durch die turbulente Nachkriegszeit und konsolidierte ihn sportlich wie wirtschaftlich. 

Doch nicht nur in Kiel war sein Wirken als Vorreiter bei der Etablierung des Fußballs spürbar. So war der Fußballpionier als Gründer und Initiator an der Entstehung des Verbands der Kieler Fußballvereine 1903 sowie des Norddeutschen Fußballverbandes 1905 beteiligt. Darüber hinaus engagierte Blaschke sich auch für den Deutschen Fußball-Bund (DFB): Von 1910 bis 1928 war er Schriftführer des DFB und von 1916 bis 1927 auch ehrenamtlicher Geschäftsführer. Daher fungierte Kiel während seiner Amtszeit als Standort der Geschäftsstelle des DFB. Zunächst war diese in seinem Wohnhaus in der Dänischen Straße, wo nun auch die Gedenktafel hängt, später im Sophienblatt. Als er 1924 zum ehrenamtlichen Stadtrat gewählt wurde, konnte Blaschke den Fußball noch weiter fördern.   

1928 übernahm er den Vorsitz des Norddeutschen Fußball-Verbandes. Am 5. Mai 1929 verstarb Georg Blaschke im Alter von 53 Jahren an einer Lungenentzündung. Bereits ein Jahr zuvor wurde der Werftpark-Sportplatz ihm zu Ehren in „Blaschkeplatz“ umbenannt. Georg P. Blaschke ist zudem Ehrenmitglied des DFB. 

Historiker Rolf Fischer würdigte Blaschkes Bedeutung für Kiel und den Fußball: „Er verband Politik, Verwaltung und Sport auf einzigartige Weise. Als ehrenamtlicher Stadtrat konnte er ab 1924 die Sportpolitik der Stadt aktiv mitgestalten. Die Benennung des Blaschkeplatzes 1928 steht sinnbildlich für seinen großen Einfluss und seine Verdienste um Kiel.“ 

„Ein weiter Erinnerungsort, der die KSV eindrucksvoll repräsentiert“

Das Aufstellen der Gedenktafel stellt ein weiteres Puzzlestück in der Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart dar. „Personen wie Georg P. Blaschke spiegeln die gesamte Bandbreite der gesellschaftlichen Bedeutung unseres Vereines im historischen Kontext der Stadtgeschichte eindrucksvoll wider. Gerade auch jetzt in diesen doch sehr bewegten und politisch komplexen Zeiten“, erklärt KSV-Historiker Patrick Nawe. „Für viele Holstein-Anhänger und natürlich auch für mich als Clubhistoriker besitzen die Aktivitäten rund um den 150. Geburtstag unserer Vereinsikone Georg P. Blaschke große Symbolkraft. Umso schöner, dass es nun mit der Gedenktafel in der Dänischen Straße einen weiteren Erinnerungsort, der die Kieler Sportvereinigung eindrucksvoll repräsentiert, gibt.“   

Andreas Breitner, Aufsichtsvorsitzender der KSV Holstein, blickt auf einen weiteren gelungenen und wertvollen Akt des Erinnerns zurück: „Die Jubiläumsveranstaltungen rund um 125 Jahre Holstein Kiel haben gezeigt, dass die KSV mehr als ein x-beliebiger Zweitligist ist, sondern einer der großen Traditionsvereine im deutschen Fußball. Dazu passt, dass Georg P. Blaschke nicht nur unseren Verein, sondern gleich den ganzen DFB aus der Taufe gehoben hat“, stellt Breitner das Wirken von Blaschke noch einmal heraus und führt die Bedeutung des Erinnerns daran weiter aus.  

Das Haus in der Dänischen Straße 24 gehört heute Nana Petrick, die die Idee einer Gedenktafel von Beginn an begeistert aufnahm: „Für mich ist das Haus deswegen so besonders, weil es Alt-Kiel repräsentiert. Dazu kommt der historische Hintergrund, der nun dank der Gedenktafel greifbarer wird.“  

Fan-Choreo und Kranzniederlegung

Zum Rückrundenauftakt gegen Paderborn am vergangenen Sonntag hatten die Holstein-Fans bereits auf ihre Weise an Blaschke erinnert und ihm eine beeindruckende Choreografie gewidmet.

Choreografie zum 150. Geburtstag von Vereinsikone Georg P. Blaschke.
Georg Blaschkes Urenkel Frank Blaschke (li.) mit Sohn und Blaschke-Ururenkel Justus im Holstein-Stadion gegen Paderborn.

Am heutigen Dienstagvormittag wurde zudem an Blaschkes Grab ein Gedenkkranz von Vertretern aus allen Bereichen des Vereinslebens sowie Urenkel Frank Blaschke niedergelegt. Der Kranz wurde vom Block 501, in Zusammenarbeit mit der KSV Holstein und dem Traditionsclub gestiftet.

Holstein Kiel History-Sammelkarten 

In unregelmäßigen Abständen geben wir Autogrammkarten ehemaliger Spieler und Funktionäre unserer KSV Holstein in limitierter Auflage heraus. Erhältlich sind sie im Fanshop am Holstein-Stadion zum Preis von 50 Cent pro Stück. Neben den attraktiven Titelmotiven bieten die Rückseiten der Sammelkarten die wichtigsten Informationen zu unseren „Helden“ der Vereinsgeschichte. 

Den Auftakt macht Vereinsikone Georg P. Blaschke: Seine Sammelkarte ist ab Mittwoch, 21. Januar, um 12 Uhr erhältlich.

Weitere Impressionen von der Gedenkveranstaltung:

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Kranzniederlegung in Gedenken an Blaschke https://www.holstein-kiel.de/verein/kranzniederlegung-in-gedenken-an-blaschke/ Tue, 20 Jan 2026 11:55:57 +0000 https://www.holstein-kiel.de/?p=189353 Kaum eine andere Persönlichkeit hat unsere KSV Holstein so geprägt wie Georg P. Blaschke. An seinem 150. Geburtstag wurde daher am Dienstagvormittag ein Gedenkkranz an seinem Grab niedergelegt. Am Nachmittag erhält die Vereinsikone mit einer Gedenktafel eine weitere Würdigung. 1900 gründeten junge Fußballer um Georg P. Blaschke den Kieler FV. In direkter Nähe von Blaschkes […]

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Kaum eine andere Persönlichkeit hat unsere KSV Holstein so geprägt wie Georg P. Blaschke. An seinem 150. Geburtstag wurde daher am Dienstagvormittag ein Gedenkkranz an seinem Grab niedergelegt. Am Nachmittag erhält die Vereinsikone mit einer Gedenktafel eine weitere Würdigung.

1900 gründeten junge Fußballer um Georg P. Blaschke den Kieler FV. In direkter Nähe von Blaschkes letzter Ruhestätte auf dem Parkfriedhof Eichhof lagen einst – mit dem Städtischen Sportplatz an der Ecke Eckernförder Chaussee/Hohenzollernring, der Koppel an der Eichhofstraße, dem Gutenbergplatz, dem KFV-Sportplatz an der Ecke Mühlenweg/Kronshagener Weg sowie dem 1914 neu errichteten Städtischen Sport- und Spielplatz (heute Nordmarksportfeld) – die ersten Sportplätze der Vereinsgeschichte. Heute, über 125 Jahre nach der Gründung, fanden sich um 10 Uhr Vertreter aus allen Bereichen des Vereinslebens sowie Urenkel Frank Blaschke anlässlich des 150. Geburtstages von Vereinsikone Georg P. Blaschke an seinem Grab ein.

„Mit Georg P. Blaschke würdigen wir anlässlich seines 150. Geburtstags den vermutlich größten Holsteiner der Vereinshistorie und darüber hinaus eine herausragende Persönlichkeit der Kieler Stadtgeschichte“, hob Club-Historiker Patrick Nawe am Dienstagvormittag bei der Kranzniederlegung das Wirken Blaschkes hervor: „Er wirkte federführend an der Fusion von Kieler FV und SV Holstein zur heutigen KSV Holstein mit und gilt als einer der Pioniere des deutschen Fußballs.“ KSV-Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Breitner zeigte sich gerührt: „Das war eine schöne und würdige Veranstaltung für Georg P. Blaschke auf dem Eichhof Friedhof.“

Der ans Grab gelegte Gedenkkranz wurde vom Block 501, dieser wurde am Dienstagvormittag von Vorstand Tobias Meier vertreten, in Zusammenarbeit mit unserer KSV Holstein und dem Traditionsclub gestiftet.

Enthüllung einer Gedenktafel

Das Erinnern an Blaschkes Leben und Wirken wird am heutigen Dienstagnachmittag fortgesetzt. Dem Fußballpionier zu Ehren wird an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Dänischen Straße 24 zeremoniell eine Gedenktafel enthüllt. Alle Fans sind willkommen, ab circa 17 Uhr der Enthüllung beizuwohnen.

Zum Foto:
Kranzniederlegung zum 150. Geburtstag von Holstein-Vereinsikone Georg P. Blaschke auf dem Eichhof Friedhof (v. li.): Harry Witt (Ex-Zweitliga-Profi), Frank Blaschke (Urenkel Georg P. Blaschke), Andreas Breitner (Aufsichtsratsvorsitzender), Steffen Schneekloth (Vereinspräsident), Tobias Meier (Vorstand Block 501), Patrick Nawe (Clubhistoriker), Peter Rautenberg (Deutscher Amateurmeister 1961), Wolfgang Reimers (Fußballhistoriker) und Jérôme Mühlstädt (Leitung Fanprojekt).

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Geburtstagschoreo für Vereinsikone https://www.holstein-kiel.de/verein/geburtstagschoreo-fuer-vereinsikone/ Sun, 18 Jan 2026 16:12:35 +0000 https://www.holstein-kiel.de/?p=189107 Wieder einmal sorgten die Holstein-Fans im Vorfeld eines Spiels für einen echten Hingucker. Anlass war vor dem heutigen Zweitliga-Heimspiel gegen den SC Paderborn der anstehende 150. Geburtstag von Vereinsikone Georg P. Blaschke, der nicht nur durch das erste Tor der Vereinsgeschichte am 7. Oktober 1900 Berühmtheit erlangte, sondern auch eine rasante Funktionärskarriere und Laufbahn im […]

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Wieder einmal sorgten die Holstein-Fans im Vorfeld eines Spiels für einen echten Hingucker. Anlass war vor dem heutigen Zweitliga-Heimspiel gegen den SC Paderborn der anstehende 150. Geburtstag von Vereinsikone Georg P. Blaschke, der nicht nur durch das erste Tor der Vereinsgeschichte am 7. Oktober 1900 Berühmtheit erlangte, sondern auch eine rasante Funktionärskarriere und Laufbahn im Kieler Stadtrat hinlegte.

„Aus den Impulsen der 125-Jahr-Feier heraus reiften die ersten Pläne für eine Blaschke-Choreo rund um seinen 150. Geburtstag am 20. Januar bereits im Herbst. Eigentlich kann das ganze Jubiläumsjahr da positiv hervorgehoben werden, da es ja für deutlich mehr Sichtbarkeit unserer Vereinshistorie gesorgt hat“, so Torge Steen, Aufsichtsrat der KSV und langjähriges Mitglied der aktiven Fanszene der Störche.

Georg Blaschkes Urenkel Frank Blaschke (li.) mit Sohn und Blaschke-Ururenkel Justus im Holstein-Stadion gegen Paderborn.
Georg P. Blaschke als 20-jähriger in Militäruniform.

„Georg P. Blaschke – unvergessen“, prangte es auf großen weißen Lettern vor dem Anpfiff auf einem 80 Meter langen schwarzen Banner, das in der Mitte das Konterfei des Geburtstagskindes präsentierte: Holsteins Vereinsikone als knapp 20-Jähriger in der schmucken Ausgehuniform der „Einjährig-Freiwilligen“ des kaiserlichen Heeres um 1895. Für die junge Generation war es damals eine Möglichkeit, unmittelbar nach der Schulzeit und vor Beginn des Studiums oder einer Berufskarriere einen Dienst beim Militär abzuleisten. Die „Einjährig-Freiwilligen“ waren eine soziale und militärische Institution, die gut gebildete junge Männer in das Offizierskorps integrierte und gleichzeitig die Armee mit qualifizierten Führungskräften versorgte, wenn auch mit beträchtlichen Eigenkosten für die Freiwilligen. So wie auch für Georg P. Blaschke.

Nur wenige Jahre später, genauer am 7. Oktober 1900, markierte Blaschke auf dem Lübecker Burgfeld das erste Tor in der Vereinsgeschichte des 1. Kieler FV, einem der beiden Gründervereine der heutigen KSV Holstein. Später startete Blaschke eine ungemein erfolgreiche Laufbahn als Fußball-Funktionär und Stadtrat. Er gilt nicht zu Unrecht als der vielleicht bedeutendste Funktionär der Holstein-Vereinshistorie.

Eine der Größten der Vergangenheit kehrte eindrucksvoll zurück ins Holstein-Stadion.

Verantwortlich für die Blaschke-Choreo waren die Compagno Ultras in Eigenregie. Tobias Meier, Vorstandsmitglied des Block 501, meinte nach der herausragenden Aktion: „Wie schon bei der Choreo zum 125-jährigen Geburtstag unserer KSV hat die aktive Fanszene erneut unterstrichen, welchen Stellenwert die lange Tradition unseres Vereins für sie hat. Die Choreo der Gruppe Compagno zu Ehren Blaschkes ist ein echter Meilenstein gewesen, um die Holstein-Geschichte lebendig werden zu lassen!“ Clubhistoriker Patrick Nawe dankte den Compagno Ultras für die großartige Unterstützung: „Personen wie Georg P. Blaschke spiegeln die gesamte Bandbreite gesellschaftlicher Bedeutung unseres Vereines im historischen Kontext der Stadtgeschichte eindrucksvoll wider. Gerade auch jetzt in bewegten und politisch komplexen Zeiten. Für mich als Clubhistoriker war das ein sehr bewegender Moment. Mein Dank an Compagno kann daher nicht groß genug ausfallen.“

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