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Unsere U23-Offensive um Jorden Winter ließ gegen Phönix II zu viele Chancen liegen. | Foto: Nick Hanke

Bittere Heimniederlage für die U23

Am Sonntagmitttag mussten sich unsere U23-Jungstörche mit 1:2 gegen die Zweitvertretung des 1. FC Phönix Lübeck geschlagen geben. Auf dem Adsch-Werner-Platz im CITTI FUSSBALL PARK gelang den Gästen nach der Pause ein schneller Doppelschlag, während Holsteins Nachwuchs zahlreiche Chancen liegen ließ.

Holstein Kiel U23 – 1. FC Phönix Lübeck II 1:2 (0:0)

Unsere U23 erwischte den druckvolleren Start ins Heimspiel und verpasste bereits in der zweiten Spielminute die erste gute Gelegenheit durch Islam Matene. Kurze Zeit später hatten unsere Jungstörche nach einem Eckball von Lasse Rosenboom den nächsten Hochkaräter auf dem Fuß. Die Gäste aus Lübeck versuchten in den ersten Minuten noch, auf schnelles Umschalten zu setzen, ließen sich jedoch zunehmend in die eigene Hälfte fallen. Dort machte es Holsteins Nachwuchs aber zu hektisch und vergab zahlreiche gute Chancen auf die Führung: Sowohl Jakupovic als auch Winter und Matene hatten per Kopf die Möglichkeit, auf 1:0 zu stellen.

Kurz vor dem Pausenpfiff versuchte es Jakupovic nach starker Vorarbeit von Cengizhan Koc, der sich an der Grundlinie gegen zwei durchsetzte, erneut per Kopfball. Aber Phönix-Keeper Vladyslav Galytsky war zur Stelle, und so ging es statt mit einer verdienten Führung zunächst ohne Tore in die Kabinen. Zurück auf dem Platz gab es dann eine kalte Dusche: Nach einem Fehler im Aufbauspiel legte Phönix im Strafraum quer, und Aristeidis Andrikopoulos brachte die Gäste mit der ersten richtigen Chance des Spiels in Führung (46.). Nur fünf Minuten später war es Maximilian Ofosu, der sich gegen Rothenhagen im Kieler Tor durchsetzte und schon früh im zweiten Durchgang auf 2:0 für Phönix II stellte (51.).

Davon mussten sich unsere Jungstörche zunächst erholen, und so blieb die Zweitvertretung der Adler am Drücker. Muzaffer Degirmenci hatte sogar noch den dritten Treffer für Phönix auf dem Fuß, er scheiterte per Direktabnahme aus kurzer Distanz nur am Pfosten – Glück für Holsteins U23, die in dieser Phase nicht mehr zu ihrer offensiven Stärke zurückfand. Einen Konter der Gäste verhinderte Rothenhagen in der 75. Minute mit einer Glanztat, und ein Schuss von Embarki Hajd segelte an die Latte, sodass das Chancenplus im zweiten Durchgang auf die Seite der Gäste ging.

Aber unsere Jungstörche kamen noch einmal zurück: Eine Hereingabe von Koc landete am zweiten Pfosten beim eingewechselten Etienne Sohn, der kurzerhand auf 1:2 verkürzte (81.). Im Anschluss kam Holsteins U23 auch wieder zu besseren Aktionen im letzten Drittel, ließ jedoch auch hier wieder gute Momente ungenutzt. Am Ende blieb es bei der knappen und bitteren Heimniederlage im CITTI FUSSBALL PARK.

Statistik

Holstein Kiel U23: Rothenhagen – Parduzi (60. Boelter), Roslyng, Medlin, Rosenboom – Ugoh, Koc, Niehoff (76. Borges) – Winter, Matene (60. Knaak) – Jakupovic (46. Sohn).

Tore: 0:1 Andrikopoulos (46.), 0:2 Ofosu (51.), 1:2 Sohn (81.).

Stimmen zum Spiel

Willi Weiße: „Die Niederlage ist extrem bitter, weil wir uns selber geschlagen haben. Zahlreiche Torchancen wurden liegen gelassen und am Ende verlieren wir das Spiel, weil wir nicht gut aus der Pause kommen. Hinten raus haben wir es dann nochmal probiert, das Spiel aber nicht mehr gedreht bekommen.”

Lenny Borges: „In der ersten Halbzeit müssen wir drei, vier Tore machen. Da hatten wir einige, gefährliche Aktionen im Strafraum, wo wir den Ball nur einnicken müssen. Und in der zweiten Halbzeit haben wir uns selber das Leben schwer gemacht. Durch zwei eigene Fehler bekommen wir zwei Gegentore innerhalb von sechs Minuten. Am Ende sind wir zwar nochmal rangekommen, haben über die gesamte Spielzeit gesehen unsere Chancen aber einfach nicht gut genug genutzt.”

Lio Rothenhagen: „Wir haben das Spiel direkt nach Pause innerhalb von sechs Minuten durch zwei individuelle Fehler verloren. Da sehe ich auch mich in der Verantwortung, es besser zu machen. Insgesamt ist es sehr bitter, weil wir in der ersten Halbzeit überlegen waren und auch gut in Führung hätten gehen können. Aber uns hat da heute der letzte Punch gefehlt.”

Fotos: Nick Hanke

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