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Jubel bei Torschütze Tim Ottilinger und seinen Teamkollegen nach der 3:0-Führung. | Foto: Nico Kaiser

Trotz einer Hälfte in Unterzahl: U23 gewinnt Heimspiel mit 4:0

Am Sonntagmittag waren unsere U23-Jungstörche im heimischen CITTI FUSSBALL PARK gegen den MTSV Hohenwestedt gefordert. Bereits zur Pause führte Holsteins Nachwuchs mit 2:0 und legte im zweiten Durchgang mit einem Mann weniger noch zwei weitere Treffer nach.

Holstein Kiel U23 – MTSV Hohenwestedt 4:0 (2:0)

In ihrer ersten Partie als Interims-Trainer nach der Freistellung von Willi Weiße sahen Sven Boy und Linus Schewior einen engagierten Auftritt ihrer Mannschaft in der Anfangsphase. Die Jungstörche starteten druckvoll, liefen die Gäste aus Hohenwestedt früh an und erspielten sich in der ersten Viertelstunde mehrere gute Aktionen im letzten Drittel sowie einige Standards. Zwingend wurde es zunächst jedoch noch nicht. Nach rund einer halben Stunde fiel dann aber die Führung: Islam Matene holte einen Elfmeter heraus, den Cengizhan Koc souverän verwandelte und zur 1:0-Führung ins linke Eck einschob (27.). Der Treffer wirkte wie ein Brustlöser – die Jungstörche blieben am Drücker und legten wenig später nach. In der 35. Minute erhöhte Tim Ottilinger aus zentraler Position auf 2:0. Kurz vor der Pause hatte erneut Islam Matene die Chance, das Ergebnis weiter auszubauen, doch sein Seitfallzieher wurde von der Defensive des MTSV geblockt.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte folgte jedoch ein Dämpfer: Felix Boelter sah nach einem harten Einsteigen an der Strafraumgrenze als letzter Mann die Rote Karte. Den fälligen Freistoß setzten die Gäste allerdings knapp am Tor von Lio Rothenhagen vorbei. So ging es mit einer 2:0-Führung in die Kabine, aus der unsere Jungstörche in Unterzahl zurückkamen. Entsprechend druckvoll begannen die Gäste den zweiten Durchgang, sodass Holsteins U23 vor den 270 Zuschauerinnen und Zuschauern im CITTI FUSSBALL PARK defensiv wachsam bleiben musste.

Vorne verpasste Jorden Winter nach einem schnellen Umschalten die Chance auf den dritten Treffer, sodass es weiterhin galt, den Zwei-Tore-Vorsprung zu verteidigen. Hohenwestedt kam zwar zu mehr Abschlüssen als noch in Halbzeit eins, diese waren jedoch insgesamt zu ungefährlich. Stattdessen klingelte es auf der anderen Seite: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Koc war erneut Ottilinger zur Stelle und erhöhte per Direktabnahme auf 3:0 (76.). Nur sechs Minuten später legte Jorden Winter nach guter Vorarbeit zurück auf Mätthi Meyer, der ins lange Eck vollendete und mit seinem ersten Treffer für die U23-Jungstörche 4:0 stellte.

Damit stand am Ende trotz einer Hälfte in Unterzahl ein völlig verdienter Heimsieg für unsere U23, die in der kommenden Woche bereits am Donnerstagabend beim SV Preußen Reinfeld gefordert ist (18 Uhr).

Statistik

Holstein Kiel U23: Rotenhagen – Boelter, Medlin, Petersen, Ottilinger – Ugoh, Koc (80. Soldanski), Borges (80. Lückner) – Rüzgar (46. Meyer/86. Kulikas), Winter – Matene (77. V. Esebeck).

Tore:  1:0 Koc (27., FE), 2:0 Ottilinger (35.), 3:0 Ottilinger (76.), 4:0 Meyer (82.).

Zuschauer: 270

Stimmen zum Spiel

Sven Boy: „Die Mannschaft hat heute viele Inhalte sehr gut umgesetzt. Wir haben in der Woche intensiv und teilweise auch mit neuen Abläufen trainiert, da haben die Jungs super mitgezogen. Bis zur Roten Karte war es ein sehr aktiver und frischer Auftritt von uns. Hinten geht es immer darum, sicher zu stehen und mit einem Mann weniger wachsam zu bleiben. Sich dann mit einem Zu-Null-Sieg zu belohnen, ist natürlich besonders schön.“

Tim Ottilinger: „Wir haben uns Anfang der Woche vorgenommen, mit einer guten Energie durchzuziehen, und so sind wir auch auf den Platz gekommen. Natürlich war die Rote Karte dann ärgerlich, aber wir haben trotzdem weitergemacht und den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Uns war klar, dass der Gegner nach der Halbzeit nochmal Druck machen wird, aber wir haben das als Team super wegverteidigt. Mit unseren Treffern in den richtigen Momenten konnten wir Hohenwestedt heute wehtun.“

Mätthi Meyer: „Die ersten Minuten haben wir es top gemacht, in Unterzahl mussten wir das Spiel dann neu ordnen. Wir wollten mehr gegen den Ball arbeiten und in die Tiefe kommen, diesen Impuls konnten wir gut umsetzen und am Ende ein starkes Ergebnis rausholen. Es ist ein schönes Gefühl und als Offensivspieler natürlich auch eine gewisse Erlösung, dass ich jetzt endlich meinen ersten Treffer für die Mannschaft erzielen konnte.“

Fotos: Nico Kaiser

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