Die Holstein Women haben am 8. Spieltag der Frauen-Regionalliga Nord einen denkwürdigen Sieg eingefahren. Beim Landesderby gegen den SV Henstedt-Ulzburg gerieten die KSV-Frauen zunächst früh in Rückstand. Mit einer furiosen Schlussphase drehte das Team von Cheftrainer Stefan Fischer dann aber doch noch die Partie und sicherte sich ganz wichtige drei Punkte.
SV Henstedt-Ulzburg – Holstein Women 1:2 (1:0)
Beim Gastspiel im Beckersberg Stadion begannen die Holstein Women zunächst gewohnt ballsicher. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte der SV Henstedt-Ulzburg allerdings den defensiven Druck und zwang die Holsteinerinnen zu langen Bällen, die nur selten ihr gewünschtes Ziel fanden. In dieser Phase fiel auch der Führungstreffer der Gastgeberinnen. Nach einem Eckball konnte KSV-Torhüterin Lela Naward vorerst noch parieren. Doch einen Nachschuss drückte Emilia van Gunst zum 1:0 für den SVHU über die Linie (11.). Auch in der Folge fanden unsere Women nicht richtig in ihr Spiel. Es ging mit dem 0:1-Rückstand aus Kieler Sicht in die Halbzeit.


Nach der Pause zeigten sich die Holstein Women deutlich verbessert. Über gewonnene Duelle kämpfte sich die Mannschaft zurück in die Partie und kam schließlich auch zu guten Torchancen. Die blieben allerdings bis in die Schlussphase ungenutzt, ehe ein abgefälschte Flanke von Lisann Petersen den verdienten 1:1-Ausgleich brachte (84.). In den letzten Minuten warfen unsere Women nochmal alles nach vorne – und wurden belohnt: Tief in der Nachspielzeit, mit der letzten Aktion des Spiels, traf Sarah Begunk per cleverem Heber zum umjubelten 2:1-Sieg für die KSV.
Durch den Derbysieg haben die Holstein Women ihre makellose Ligabilanz auf acht Siege ausgebaut und sich auch in der Tabelle um einen weiteren Punkt abgesetzt. Ärgster Verfolger ist nun Hannover 96, die Roten haben sieben Zähler Rückstand. Weiter geht es für unsere Women am Sonntag, den 25. Oktober, um 14 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Hamburger SV.
Statistik
Holstein Women: Naward – Hasse, Zimmermann, Begunk, Redant – Carone, Tolksdorf – Jürgensen (89. Eigebrecht), Kuhrt (46. Heydt), Lako (60. Jöhnk) – Petersen.
Tore: 1:0 van Gunst (11.), 1:1 Petersen (84.), 1:2 Begunk (90.+3).
Stimmen zum Spiel
Stefan Fischer: „Die erste Halbzeit war nicht gut von uns, da waren wir zu passiv. Das haben wir in der Pause ganz deutlich angesprochen und haben die Anpassungen in der zweiten Hälfte dann auch sehr gut umgesetzt. Dass wir nach acht Spielen immer noch ohne Punktverlust sind, ist eine tolle Momentaufnahme. Uns stehen allerdings noch einige schwere Spiele bevor, in denen wir die heutige Leistung bestätigen müssen.“
Sarah Begunk: „Ich habe ehrlicherweise die ganze Zeit daran geglaubt, dass wir das Spiel noch gewinnen werden. Besonders, weil ich uns in der Schlussphase als deutlich bessere Mannschaft gesehen habe. Es war ein ganz wichtiger Sieg, umso schöner, dass es auch noch ein Derbysieg war. Das Spiel hat uns gerade in der ersten Halbzeit aber auch gezeigt, woran wir noch arbeiten müssen. Genau das werden wir in den nächsten Wochen tun und uns immer nur auf die nächste Aufgabe konzentrieren.“
Lela Naward: „In der ersten Halbzeit sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen und haben auch zu Recht zurückgelegen. Nach der Pause haben wir dann aber wieder in unser Spiel gefunden und verdientermaßen das Spiel noch gedreht. Eine unserer großen Stärken ist es, dass wir immer bis zum Schluss fest an den Sieg glauben und das hat sich heute wieder bezahlt gemacht.“












