0:3 – Störche scheiden gegen VfB Stuttgart aus DFB-Pokal aus

Die Pokalreise unserer Störche ist beendet. Die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp unterlag am Mittwochabend im DFB-Pokal-Viertelfinale dem Titelverteidiger VfB Stuttgart vor 15.034 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion mit 0:3 (0:0).

Trotz Temperaturen unter dem Gefrierpunkt waren unsere Störche von Beginn an auf Betriebstemperatur, spielten mutig mit – und kamen zu gleich mehreren Chancen: Nach acht Minuten scheiterte Adrian Kapralik aus spitzem Winkel an VfB-Torhüter Alexander Nübel, Andu Kelati zielte bei seinem Startelfcomeback nach über einem Jahr etwas zu hoch (11.) und Kapralik schoss aus vollem Lauf rechts vorbei (15.). Danach wurde auch der Favorit, der fortan mehr vom Spiel hatte, gefährlich: Chris Führich verfehlte das rechte Eck nur knapp (19.), Deniz Undav köpfte aus aussichtsreicher Position drüber (25.) und Bilal El Khannouss‘ Schuss wurde gerade noch geblockt (28.). Bis zur Halbzeit hatte der amtierende Pokalsieger zwar mehr Ballbesitz, echte Hochkaräter kamen aber hüben wie drüben nicht mehr zustande.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der VfB den Druck – und hatte damit Erfolg: Nachdem Jamie Leweling den Ball kurz zuvor noch links vorbei geschoben hatte (55.), brachte Undav die Schwaben zwei Minuten später in Führung, indem er eine Kopfball-Ablage von Ex-Storch Atakan Karazor über die Linie drückte (57.). In der Folge versuchte Stuttgart, den zweiten Treffer nachzulegen, Holstein verteidigte aber weiterhin konzentriert und leidenschaftlich. In der Schlussphase überstanden unsere Jungs zunächst eine weitere Möglichkeit der Gäste, als unser Keeper Timon Weiner den Schuss von El Khannouss zur Ecke parierte (75.). Anschließend drängte unsere KSV noch einmal energisch auf den Ausgleich, doch den Schuss von Aldin Jakupovic parierte Nübel (80.), ehe der Joker freistehend am langen Eck vorbeischoss (81.). Unsere Störche gaben nicht auf und rannten weiter an, kamen aber über eine satte Volleyabnahme von Phil Harres, die Nübel festhalten konnte (89.), nicht hinaus. Stattdessen machte der Erstligist mit zwei Kontern den Deckel drauf: Erst umkurvte Führich Weiner und schob ein (90.), dann bugsierte Karazor den Ball im Fallen mit der Hüfte zum 3:0-Endstand über die Linie, sodass der VfB das Halbfinalticket buchte und das Aus unserer KSV im Viertelfinale besiegelte.

Statistik

Holstein: Weiner – Nekic (85. Müller), Zec, Ivezic, Tolkin – Meffert, Tohumcu (53. Schwab), Davidsen (70. Therkelsen), Kelati (85. Niehoff) – Kapralik (70. Jakupovic), Harres. Trainer: Rapp.

Stuttgart: Nübel – Vagnoman, Hendriks, Chabot, Mittelstädt – Karazor, Stiller (90.+1 Stiller), Leweling (81. Demirovic), El Khannouss (90.+1 Chema), Führich (90.+1 Bouanani) – Undav. Trainer: S. Hoeneß.

Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden) – Tore: 0:1 Undav (57.), 0:2 Führich (90.), 0:3 Karazor (90.+2) – Zuschauer: 15.034 (ausverkauft).

Stimmen

Umut Tohumcu: Wir haben einen guten Start hingelegt und hätten uns mit einem Tor belohnen können. Danach haben wir gut gekämpft und gezeigt, dass wir eine starke Mannschaft sind. Insgesamt können wir stolz auf unsere Leistung sein und wollen darauf aufbauen.

Kasper Davidsen: Wir wussten, dass Stuttgart individuell sehr stark ist und nicht viele Möglichkeiten braucht, um ein Tor zu erzielen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, hätten unsere Chancen gegen einen solch guten Gegner aber besser nutzen müssen. Das Ergebnis ist am Ende etwas zu hoch ausgefallen.

John Tolkin: Wir sind sehr enttäuscht, weil wir ein gutes Spiel gemacht, uns Chancen erspielt und über weite Strecken sehr ordentlich verteidigt haben. Leider ist es uns nach dem Rückstand nicht gelungen, noch einmal zurückzukommen, weil wir gegen einen sehr starken Gegner gespielt haben.

Jonas Meffert: Es ist schwer, gegen einen solchen Gegner weiterzukommen, wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt. Da haben uns heute das Quäntchen Glück und die Ruhe gefehlt. Es ist sehr schade, weil die Chance aufs Weiterkommen durchaus vorhanden war. Aber alles in allem haben die Jungs es richtig gut gemacht: Alle waren wach, wollten Fußball spielen und Zweikämpfe gewinnen. Das können wir mitnehmen.

Phil Harres: Wir wussten, was auf uns zukommt und wir haben den Fight angenommen. Am Ende können wir uns nur vorwerfen, dass wir am Anfang kein Tor gemacht haben. Für uns geht es jetzt darum, den Fokus auf das Spiel am Sonntag gegen Hannover zu legen.

Timon Weiner zum DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den VfB Stuttgart:

Die Pressekonferenz nach #KSVVfB:

Das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Stuttgart in Bildern:

Hier gibt's noch mehr frische News