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1:2 – Heimserie endet mit Niederlage gegen Bielefeld 

Unsere Störche haben am Samstagnachmittag erstmals in dieser Spielzeit ein Heimspiel verloren. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter unterlag Arminia Bielefeld vor 11.700 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion mit 1:2 (0:1). 

Die Ostwestfalen hatten kurz nach Spielbeginn die erste Gelegenheit, als Timon Weiner den satten Distanzschuss von Monju Momuluh im Nachfassen parierte (2.). In der Folge hatte Holstein mehr Ballbesitz, in Führung gingen aber die Gäste – und das durchaus glücklich, als Hiroki Sekine die Hereingabe von Ex-Storch Arne Sicker, der einst im Nachwuchsleistungszentrum unserer KSV ausgebildet worden war, beim Klärungsversuch ins eigene Netz grätschte (14.). Unsere Jungs wollten umgehend eine Reaktion zeigen, erhöhten den Druck merklich und kamen zu Chancen: Erst zielte Kasper Davidsen von der Strafraumkante zu hoch (21.), kurz darauf bejubelten die Zuschauer den vermeintlichen Ausgleich durch Phil Harres, der nach Flanke von Jonas Therkelsen erst an DSC-Torwart Jonas Kersken gescheitert war, den Ball aber im Nachsetzen ins Tor bugsierte (26.). Weil der Einsatz des Stürmers zu rustikal war, wurde der Treffer jedoch einkassiert. Doch auch danach spielte sich das Geschehen fast ausschließlich in der Hälfte der Bielefelder ab, die tief standen, resolut verteidigten und bis auf einen direkt getretenen Freistoß von Guillermo Balzi, den Kersken wegfaustete (30.), keine weiteren Abschlüsse zuließen.  

Nach dem Seitenwechsel blieb es dieselbe Konstellation: Holstein lief an und machte das Spiel, während Bielefeld mauerte und auf Konter lauerte. Nachdem Sekine (48.) und der eingewechselte Giorgi Kvilitaia (54.) per Kopf ihr Ziel verfehlt hatten, hinderte Leon Parduzi per Grätsche Momuluh in letzter Sekunde am Abschluss. Schiedsrichter Haslberger ließ zunächst weiterlaufen, entschied nach Ansicht der Bilder aber auf Foulelfmeter. Zu diesem trat Joel Grodowski an – und scheiterte am stark reagierenden Weiner, der die Hand hochriss und parierte (59.). In der Folge war die Partie aufgrund zahlreicher Unterbrechungen zerfahren, ehe Bielefeld die Großchance auf den zweiten Treffer ausließ, als Benjamin Boakye im Eins gegen Eins am erneut überragend reagierenden Weiner scheiterte (74.). Stattdessen kam Holstein zum Ausgleich: Balzis Flanke fand Sekine, dessen Kopfball im linken Eck einschlug (76.). Doch im direkten Gegenzug stellten die Ostwestfalen den alten Abstand wieder her, als Isaiah Young über links durchbrach und frei vor Weiner einschob (80.). In der Schlussphase warf Holstein alles nach vorne, verpasste aber den abermaligen Ausgleich, weil Gyan de Regts abgefälschter Schlenzer knapp am rechten Winkel vorbeistrich (90.+3) und ein weiterer Sekine-Kopfball aus Rücklage auf dem Tordach landete (90.+4). So entführten die Arminen drei glückliche Punkte aus dem Holstein-Stadion.

Statistik 

Holstein: Weiner – Sekine, Madsen, Schonlau (67. Nekic), Parduzi (67. Skrzybski) – Meffert, Davidsen (46. Kvilitaia), Balzi (77. Kelati) – de Regt, Harres, Therkelsen (46. Kapralik) – Trainer: Walter. 

Bielefeld: Kersken – Koudossou, M. Bauer, Großer, Sicker (51. Handwerker) – Russo, Jensen (64. Schneider), Wörl – Momuluh (64. Boakye), Grodowski (84. Hagmann), Rochelt (64. Young) – Trainer: Kirch. 

Schiedsrichter: Haslberger (St. Wolfgang) – Tore: 0:1 Sekine (14./ET), 1:1 Sekine (76.), 1:2 Young (80.) – Bes. Vork.: Grodowski scheitert per Foulelfmeter an Weiner (59.) – Zuschauer: 11.700 (ausverkauft). 

Stimmen 

Timon Weiner: Wir haben eine vernünftige erste Halbzeit gespielt, das frühe Gegentor hat es für uns aber natürlich nicht leichter gemacht. Nach der Pause haben wir eine schwierige Phase mit dem Elfmeter gut überstanden und verdient den Ausgleich gemacht. Wir hatten gute Chancen und haben viel investiert, der Spielverlauf war aber insgesamt maximal bitter.

Phil Harres: Wir hatten viel Ballbesitz und sind nach dem Rückstand gut zurückgekommen, haben nach unserem Ausgleich aber ein unnötiges Gegentor bekommen und hatten danach zu wenig Durchschlagskraft. Ich kann verstehen, dass die Fans unzufrieden sind, weil sie viel Zeit für unseren Verein investieren. Für sie tut es mir sehr leid.   

Jonas Meffert: In beiden Strafräumen müssen wir besser werden. Wir hatten viel Ballbesitz, hätten aber in unseren Aktionen noch präziser sein können. Heute war es ein gebrauchter Tag für uns. Es ist jetzt wichtig, dass wir die Partie gemeinsam analysieren und als Team zusammenhalten, um die kommenden Spiele positiver gestalten zu können.

Sebastian Schonlau nach dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld

Die Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld

Das Spiel gegen Arminia Bielefeld in Bildern

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