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Festung „Alm“: Arminia Bielefeld unter der Lupe 

Das erste Auswärtsspiel im neuen Jahr bestreitet unsere KSV Holstein am Freitag um 18:30 Uhr auswärts bei Arminia Bielefeld. Wir haben den Aufsteiger und die uneinnehmbar scheinende SchücoArena unter die Lupe genommen. 

In der Vorsaison mussten mit dem SSV Ulm und Jahn Regensburg zwei Aufsteiger nach einer Spielzeit schon wieder die Segel streichen. Der dritte im Bunde, Preußen Münster, rettete sich knapp auf den 15. Tabellenplatz. Das Schicksal eines direkten Wiederabstiegs möchte Arminia Bielefeld selbstverständlich entgehen und legte dementsprechend zum Saisonstart los. Am zweiten Spieltag stand der DFB-Pokalfinalist sogar an der Tabellenspitze und konnte nach fünf Spieltagen zehn Punkte auf der Habenseite verbuchen. Jedoch sind bis zum Ende der Hinrunde nur neun weitere dazugekommen, sodass die Arminia mittlerweile auf Platz 16 und damit auf dem Relegationsrang steht. Der Auftakt ins Jahr misslang zudem mit einer 0:1-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf. Ein weiteres Kapitel in der Bielefelder Geschichte als Fahrstuhlmannschaft mit vier Auf- und fünf Abstiegen in den vergangenen 20 Jahren könnte drohen. 

Mit einem 5:1-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf startete Arminia Bielefeld euphorisch in die Saison (Foto: DFL/Getty Images/Reinaldo Coddou H).
Nach einer erfolgreichen Saison mit Aufstieg und Erreichen des Pokalfinals sind die Trainerfähigkeiten von Mitch Kniat (li.) wieder im Abstiegskampf gefragt (Foto: DFL/Getty Images/Reinaldo Coddou H).

Leihgeschäfte auf Zu- und Abgangsseite 

Im Winter wurde daher versucht, an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Stürmer Julian Kania wurde verliehen, dazu wurden die Leihgeschäfte von Florian Micheler und Jonathan Norbye beendet. Auf der Zugangsseite konnte mit Innenverteidiger Maximilian Bauer (Augsburg), dem flexiblen Mittelfeldspieler Jannik Rochelt (Hannover 96) und Stürmer Semir Telalovic (1. FC Nürnberg) Erfahrung aus dem deutschen Ober- und Unterhaus an Bord geholt werden.  

Hartes Bielefelder Pflaster für Störche 

Bielefelds starken Saisonstart bekamen auch unsere Störche zu spüren. Am zweiten Spieltag bezwang der Aufsteiger die Mannschaft von Marcel Rapp im Holstein-Stadion mit 2:0. Damit setzte sich auch eine Bilanz fort, die es aus Störche-Sicht auszubessern gilt. Von insgesamt 14 Aufeinandertreffen der beiden Klubs gewann unsere KSV drei, bei drei Remis und acht Niederlagen. Insbesondere auswärts taten sich die Störche schwer und konnten noch kein Spiel auf der Bielefelder „Alm“ gewinnen.  

Die legendäre Bielefelder „Alm“ ist jedoch nicht nur für unsere Störche ein hartes Pflaster. In der abgelaufenen Saison sorgte Bielefeld in der SchücoArena, wie das Stadion offiziell heißt, mit einem unfassbaren Lauf für Furore im DFB-Pokal, der im Finale endete. Mit Union Berlin, dem SC Freiburg, Werder Bremen und Bayer Leverkusen waren es ganze vier Bundesligisten, die dem Fluch des ostwestfälischen Fußballtempels unterlagen. Doch auch in der weiter zurückliegenden Vergangenheit bereitete die stimmungsvolle Arena mit den mittlerweile 27.332 Plätzen dem ein oder anderen Gegner große Probleme. Auf einem Rasen, der teilweise eher einem Kartoffelacker glich, konnte beispielsweise in der ersten Bundesligasaison des DSC 1970 Bayern München besiegt werden und mit dem 11:0 gegen Arminia Hannover wurde in der Zweitligasaison 1979/80 auf der Alm der höchste Sieg in der Vereinsgeschichte gefeiert. 

Im Hinspiel gab es für Marcus Müller und unsere Störche kein Durchkommen gegen Bielefeld.
Der letzte Auftrifft unserer KSV auf der Bielefelder „Alm“ im September 2022 ging mit 4:2 an die Hausherren.

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