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SV Darmstadt 98 unter der Lupe: Mit Heimstärke in Richtung Bundesliga 

Am Samstag, dem 7. März, sind unsere Störche am Böllenfalltor gegen den Aufstiegsanwärter Darmstadt 98 gefordert. Insbesondere auf ihre Heimstärke und Erfahrung können die Lilien im Aufstiegsrennen bauen. Wir haben den kommenden Gegner unter die Lupe genommen.  

Insgesamt konnte der SV Darmstadt bislang viermal aus der 2. Bundesliga in das Oberhaus aufsteigen. Erstmals spielten die Lilien in der Saison 1978/79 erstklassig, mussten aber nach einer Saison dort wieder die Segel streichen. Das Schicksal des direkten Wiederabstiegs ereilte die Hessen auch in der Saison 1981/82. Danach dauerte es eine lange Zeit – zwischenzeitlich spielte Darmstadt gar in der Oberliga – bis es wieder nach ganz oben ging.  

Unter Dirk Schuster gelang 2014 erst der Aufstieg aus der dritten in die zweite Liga, dann der direkte Durchmarsch in die Beletage des deutschen Fußballs. Das erste und bis dato einzige Mal gelang dann auch der Bundesliga-Klassenerhalt, eine Saison später ging es mit Torsten Frings wieder nach unten. Zurück in der 2. Bundesliga etablierte sich Darmstadt als ein Aufstiegsaspirant, und so gelang 2023 wieder der Sprung nach oben. Ein langer Aufenthalt war erneut nicht vergönnt und es ging direkt wieder runter.  

Kohfeldt: Vom Abstiegskampf ins Aufstiegsrennen 

Nach einer mühsamen Vorsaison inklusive Trainerwechsel zu Florian Kohfeldt wird derzeit der nächste und vielversprechend aussehende Anlauf im Aufstiegsrennen genommen – eine völlig neue Aufgabe für den 43-jährigen Coach. Schließlich war Kohfeldt nach einer starken Anfangsphase bei Werder Bremen mit den Grün-Weißen abgestiegen. In Wolfsburg wurde er zwar ins gemachte Nest mit Champions-League-Spielen gesetzt, musste in der Bundesliga aber den Blick nach unten wenden, genauso wie bei seiner Auslandsstation bei KAS Eupen. In Darmstadt zeigt der gebürtige Siegener aber wieder, dass in ihm viel Potenzial schlummert. Nicht umsonst hatte es 2019 Gerüchte um eine Anstellung bei Borussia Dortmund gegeben. 

Bei der Mission Aufstieg kann Florian Kohfeldt auf viel Erfahrung zurückgreifen. Mit 26,6 Jahren im Schnitt stellt der SVD eine der ältesten Mannschaften der Liga. Zudem befinden sich mit Marcel Schuhen, Alexander Brunst, Patric Pfeifer und Fabian Holland noch vier Akteure der 2022er-Aufstiegsmannschaft im Kader. Wobei alle – Ersatztorhüter Brunst ausgenommen – weiterhin eine wichtige Rolle einnehmen.  

Florian Kohfeldt – hier noch an der Wolfsburger Seitenlinie – hatte den SV Darmstadt 98 nach der Trennung von Torsten Lieberknecht übernommen (Foto: DFL/GettyImages/Joern Pollex).
Marcel Schuhen (li.) steht in dieser Saison bei neun Spielen ohne Gegentor.

Heimfestung Bölle 

Dass Darmstadt wieder einmal um den Aufstieg mitspielen kann, ist insbesondere der Heimstärke des Clubs zu verdanken. In den bisherigen zwölf Heimspielen konnte der SVD neunmal gewinnen, dazu kommen drei Unentschieden, sodass der Verein noch ungeschlagen ist. 30 der bislang 45 Punkte holten die Lilien bislang daheim. Kein anderes Team der Liga steht in der Heimtabelle besser da. Im Merck-Stadion, besser bekannt als Böllenfalltor oder einfach Bölle, ist auf die Heimfans Verlass. 17.810 Zuschauer passen in das nach den Pappeln – oder auf hessisch „Böllen“ – benannte Stadion hinein. Mit einer Stadionauslastung von 99 Prozent stellt Darmstadt nach Schalke den zweitbesten Wert der Liga. 

Die letzten Duelle

Die Spiele gegen Darmstadt waren für unsere Störche nur selten von Erfolg geprägt. Sechs der gesamt 16 Aufeinandertreffen gewannen die Lilien, Holstein drei. Der letzte Kieler Sieg datiert vom 2. Februar 2021 beim Weiterkommen durch Elfmeterschießen im DFB-Pokal-Achtelfinale. Knapp eine Woche zuvor konnten die Störche das Ligaspiel mit 2:0 gewinnen. Im Hinspiel erzielte David Zec mit einem wuchtigen Distanzschuss den 1:1-Ausgleich und beendete damit die zuvor drei Spiele andauernde Siegesserie der Hessen.  

Der letzte Auftritt unserer Störche im Oktober 2022 endete mit 1:1.
Jubel nach Distanztor von David Zec (re.) im Hinspiel.

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