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Nur einer des Top-Trios blieb: SpVgg Greuther Fürth im Gegnercheck

Der Kader unseres kommenden Gegners, der Spielvereinigung Greuther Fürth, ist kaum wiederzuerkennen. Kein anderer Verein in der 2. Bundesliga hatte so viele Zu- wie Abgänge zu verzeichnen wie das Kleeblatt. Dabei schmerzen zwei Abschiede besonders: Mit Kapitän Branimir Hrgota und Noel Futkeu verließen zwei Spieler des Top-Offensivtrios die Franken. Auf den Dritten im Bunde, Neu-Kapitän Felix Klaus, liegt nun noch mehr Verantwortung.

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Jahr 2022 lauteten die Endplatzierungen der Spielvereinigung 12, 8, 13 und in der vorherigen Saison 16. In der Relegation gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen setzte sich das Kleeblatt durch und sicherte sich den Klassenerhalt. Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel drehten die Fürther das Duell durch einen 2:0-Erfolg im Rückspiel noch zu ihren Gunsten.

Nur zehn Fürther aus der Vorsaison noch da

Nur wenige Stunden, nachdem der Klassenerhalt feststand, gab es mit der Ernennung von Daniel Meyer zum neuen Geschäftsführer die ersten Anzeichen für den bevorstehenden radikalen Kaderumbruch. Es folgten im Sommer 27 Abgänge und 23 Neuzugänge (Leihrückkehrer einberechnet), sodass aus dem Kader der Vorsaison derzeit nur noch zehn Akteure für das Kleeblatt auflaufen. Zum Vergleich: Bei unserer KSV sind es 18 Spieler.

Die derzeit laufende Spielzeit müssen die Fürther unter anderem ohne Hrgota und Futkeu bestreiten, die die entscheidenden Tore in der Relegation geschossen hatten. Die beiden Offensivspieler waren gemeinsam mit Klaus schon in der regulären Spielzeit an 31 der insgesamt 48 Fürther Tore (Anteil des Trios: 64,6 %) beteiligt, nur Fortuna Düsseldorf hatte mit 67,7 % eine höhere Abhängigkeit. Ansonsten hatten sich mit Jan Elvedi und Philipp Ziereis Innenverteidiger mit nachgewiesener guter Zweitliga-Qualität verabschiedet, so auch Identifikationsfigur Julian Green.

Ex-Storch Jannik Dehm (li.) ist einer der wenigen verbliebenden Fürther aus der Vorsaison.
Nach sieben Jahren beim Kleeblatt schloss sich Branimir Hrgota im Sommer dem FC St. Pauli an.

Zwischen Zuversicht und Schwankungen

Mit neun Punkten aus den ersten neun Spielen erlebt die Spielvereinigung einen brauchbaren Saisonstart. Zur Länderspielpause attestierte das Fachmagazin „kicker“ den Grün-Weißen trotz des XXL-Umbruchs eine zarte Zuversicht auf eine ruhigere Spielzeit, gerade weil die vielen Neuen in der Startelf das von Trainer Heiko Vogel präferierte Ballbesitzspiel schon ordentlich umsetzen würden. Einen großen Effekt hatten die Neuzugänge wie Ole Pohlmann, Shinta Appelkamp und Jordan noch nicht. Einzig Leihrückkehrer Omar Sillah war von ihnen an mehr als zwei Toren direkt beteiligt. Dazu kommen noch schwankende Leistungen der gesamten Mannschaft. Zuletzt gewann Fürth nach einer starken Vorstellung – insbesondere der Einsatz in der Defensive war beachtlich – gegen Eintracht Braunschweig mit 2:0, dann folgte jedoch eine von individuellen Fehlern begünstigte 0:3-Niederlage gegen den Aufsteiger VfL Osnabrück.

Felix Klaus: Vom Eigengewächs zum Kapitän

Bei den wechselhaften Leistungen fällt das Fehlen der Konstanten der Vorsaison noch mehr auf. Somit rückt Klaus, der in der letzten Spielzeit schon mit 19 Scorern glänzte, nun stärker in den Fokus. Nach dem Abgang von Hrogta war der Flügelspieler der logische Nachfolger auf das Kapitänsamt. Nicht nur die sportliche Bedeutung sprach für ihn, sondern auch seine Vita. Der 34-jährige gebürtige Osnabrücker hatte weite Teile der Fürther Jugendabteilung durchlaufen und wurde am Ronhof zum Profi. Seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicherte er sich bereits mit 19 Jahren, als er am zweiten Spieltag der Saison 2012/13 gegen den FSV Mainz 05 das erste Bundesliga-Tor der Spielvereinigung schoss und damit auch den ersten Sieg im Oberhaus perfekt machte. Seine Karriere führte ihn anschließend über den SC Freiburg, Hannover 96, den VfL Wolfsburg und Fortuna Düsseldorf, ehe er mit einer Menge Erfahrung im Winter 2025 nach Fürth zurückkehrte. In dieser Saison knüpft er nahtlos an seine Leistung der Vorsaison an und ist bislang an neun der bisherigen 12 Tore direkt beteiligt.

Felix Klaus ist bislang der Unterschiedsspieler des Kleeblatt (Foto: Bundesliga/Getty Images/Leonhard Simon).

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