Nach der dreiwöchigen Länderspielpause steigen unsere Störche mit einem Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig wieder in den Ligabetrieb ein. Nach einem euphorischen Saisonstart kam der Braunschweiger Motor jedoch schnell ins Stottern. Doch die Löwen haben in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass sie ganz genau wissen, wie man den Kopf aus der Schlinge zieht.
Der Braunschweiger Turn- und Sportverein gehört zu den Proficlubs, die in diesem Jahrtausend am häufigsten die Spielklasse gewechselt haben. Von Höhen wie der Bundesligasaison 2013/14 bis zu langen Jahren in der Drittklassigkeit war vieles dabei. Doch nun spielt die Eintracht in der fünften Saison in Folge in der 2. Bundesliga und wehrt sich immer wieder erfolgreich gegen einen Abstieg. Der Kampf um den Klassenerhalt kommt dabei immer einem Tanz auf der Rasierklinge gleich. Dreimal landeten die Braunschweiger auf dem 15. Tabellenplatz, einmal ging es als Tabellen-16. in die Relegation. Im vergangenen Jahr retteten sich die Löwen aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber Fortuna Düsseldorf und der SpVgg Greuther Fürth direkt.
Nach dem knapp erreichten Klassenerhalt ging es ohne einen großen Umbruch in die neue Spielzeit. Schlüsselspieler wie Mehmet Aydin, Lino Tempelmann und der zu einer festen Größe herangereifte Max Marie blieben dem Verein erhalten. Auch Stammkeeper Ron-Thorben Hoffmann, der in der Vorsaison laut dem Fachmagazin „kicker“ einer der notenbesten Torhüter der Liga war, entschied sich für einen Verbleib. Vielmehr wurde der Kader mit jungen, hungrigen Spielern ergänzt und der Altersdurchschnitt um über ein Jahr gesenkt (24,3 Jahre, Platz fünf in der 2. Bundesliga). Mit Ersatztorwart Benjamin Uphoff gibt es nur noch einen Profi im Kader, der über 30 Jahre alt ist.


So ging es mit einer positiven Stimmung in die Saison. Nach den vielen nervenaufreibenden Jahren zuvor wurde die Hoffnung auf Besserung mit einem 6:1-Erfolg beim 1. FC Magdeburg am ersten Spieltag weiter befeuert. Doch die Euphorie konnte nicht weitergetragen werden. Auf den Auftaktsieg folgten zwar mutige Leistungen, jedoch nur ein weiterer Punkt in der Liga und das Ausscheiden in der ersten Pokalrunde gegen Union Berlin.
Der Blick auf die letzten Duelle
In den vergangenen zehn Jahren traf unsere KSV in Pflichtspielen elfmal auf den BTSV. Mit sieben Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage fällt die Bilanz klar zugunsten unserer Störche aus. Das letzte Spiel im Eintracht-Stadion war von viel Intensität geprägt. Im Dezember 2025 brachte Mehmet Aydin Braunschweig per Handelfmeter früh in Führung, doch Niklas Niehoff konnte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ausgleichen. Im Rückspiel an der Förde im Mai dieses Jahres gelang es unseren Störchen, den Klassenerhalt durch einen 2:0-Sieg perfekt zu machen.
