Holsteins zweitplatzierte U23 war am Sonntagmittag zu Gast beim Tabellenführer SV Todesfelde und wollte im Spitzenspiel der Flens-Oberliga unbedingt einen Sieg holen, um den Abstand an die Spitze zu reduzieren. Allerdings belohnten sich unsere Jungstörche für ihren großen Aufwand nicht und trennten sich am Ende mit einem 0:0-Unentschieden von den Todesfeldern.
SV Todesfelde – Holstein Kiel U23 0:0
Für das Spitzenspiel konnte Holsteins U23 auf Unterstützung von den Profis zählen. Lasse Rosenboom, Aldin Jakupovic, Leon Parduzi, Niklas Niehoff und Frederik Roslyng rückten aus dem Profikader in die Startaufstellung der Jungstörche. Nach den ersten Minuten des gegenseitigen Abtastens sorgte Holsteins Nachwuchs für die erste Torgefahr. Innerhalb kürzester Zeit führten zwei Flanken von Niehoff und Rosenboom zu guten Gelegenheiten. Jorden Winter und Ikem Ugoh verpassten die Führung am Fünfmeterraum nur knapp. Ugohs Abschluss konnte dabei sogar erst auf der Linke geklärt werden.
Es folgte eine kurze Druckphase der Todesfelder, die aber wieder durch eine gute Chance von Holsteins U23 beendet wurde. Auf Vorarbeit von Jakupovic schloss Niehoff in unmittelbarer Tornähe ab. Der Todesfelder Keeper Fabian Landvoigt konnte den Treffer aber im letzten Moment vereiteln. Wenig später war Landvoigt dann geschlagen – doch der Pfosten rettete für ihn. Holstein-Kapitän Malte Petersen hatte zuvor aus der Distanz abgezogen. Von dem Pech ließen sich unsere Jungstörche allerdings nicht beirren. Per direktem Freistoß aus halblinker Position zwang der umtriebige Niehoff den gegnerischen Torwart nach einer guten halben Stunde zu einer weiteren Parade. Und noch vor der Pause sorgte Niehoff abermals für Gefahr. Sein scharf getretener Freistoß von der linken Seite konnte nur mit Mühe vom Todesfelder Schlussmann entschärft werden. So blieb es vor der Halbzeitpause trotz des enormen Aufwands der Kieler beim torlosen Unentschieden.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spielbild unverändert. Unsere fleißigen Jungstörche suchten Lücken in der engmaschigen Todesfelder Abwehr, die sich allerdings nur selten auftaten. Die Teams verwickelten sich in dieser Phase in zahlreiche Torannäherungen, brenzlig wurde es jedoch erst wieder nach rund 65 gespielten Minuten. Leon Parduzi und Jakupovic versuchten es aus der Distanz. Weil gegen die tiefstehenden Gastgeber auch anschließend kaum ein Durchkommen war, brachten erst die Schlussminuten wieder etwas Aufregung mit sich. Zahlreiche Flanken flogen vor das Tor der Todesfelder. Doch der Treffer für unsere Jungstörche wollte nicht mehr fallen. Es blieb beim 0:0-Unentschieden und dem verpassten Sieg für Holsteins U23.
Statistik
Holstein Kiel U23: Rothenhagen – Rosenboom (85. Boelter), Ottilinger, Petersen (90. Kulikas), Parduzi (68. Borges) – Ugoh, Roslyng Christiansen, Koc – Niehoff, Winter (80. Knaak) – Jakupovic (79. Matene).
Zuschauer: 695
Stimmen zum Spiel
Willi Weiße: „Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, aber das haben wir nicht geschafft. Das gilt es jetzt zu verarbeiten und ein Stück weit auch zu akzeptieren. Am Ende konnten wir nicht konsequent genug umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Ab der 15. Minute waren wir zwar sehr druckvoll unterwegs und hätten das Tor machen können, aber in der zweiten Halbzeit haben wir aus unserem spielerischen Übergewicht zu wenig gemacht und uns nicht genug klare Torchancen rausgespielt.”
Jorden Winter: „Wir haben von Beginn an versucht, unser Spiel durchzuziehen. Wir hätten in der ersten Halbzeit schon den Sack zumachen können. Wir haben hinten so gut wie nichts zugelassen. Am Ende ist das Wichtigste, dass wir als Team gut zusammenarbeiten und alles auf dem Platz lassen. Darauf müssen wir auf jeden Fall aufbauen und jetzt müssen wir den Fokus schnellstmöglich aufs nächste Spiel richten.”
Ikem Ugoh: „In der ersten Halbzeit war es eigentlich ein gutes Spiel von uns. Wir haben zwar kurz gebraucht, um uns an den Platz zu gewöhnen, aber sind dann gut reingekommen. Ab da konnten wir bis zur Pause den Druck hoch halten und haben uns mehrere Torchancen rausgespielt. Da hätten wir uns dann auch mit einem oder zwei Treffern belohnen müssen. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr so schlagkräftig und konnten uns deshalb nicht so viele Möglichkeiten rausspielen.”









