Über zehn Jahre prägte er den Fußball im Storchennest mit und rangiert mit seinen 300 Pflichtspieleinsätzen (17 Tore) immerhin auf Rang sieben der Ewigen Einsatzliste der KSV Holstein. Am heutigen 18. Oktober feiert er seinen 50. Geburtstag: Thorsten Rohwer.
Rohwer wuchs in einem kleinen Dorf bei Hohenwestedt auf und begann im Alter von vier Jahren mit dem Fußball. Über kleinere Vereine landete er in der B-Jugend des Itzehoer SV und später bei der U19 des Büdelsdorfer TSV, die damals in der höchsten Junioren-Spielklasse auflief. „Dort trainierte mich zum ersten Mal Dieter Bollow, mit ihm bin ich dann 1996 auch zu Holstein gewechselt“, erzählt Rohwer.
Enge Verbindung
Als Leistungsfußballer hat „Todde“, wie ihn seine Fans und Freunde nennen, nur bei zwei Vereinen gespielt: Holstein und Werder Bremen, davon 13 Jahre in Kiel: „Fast ein Drittel meines Lebens habe ich bei der KSV verbracht, viele Menschen begleiteten mich über die Jahre. Und viele Freundschaften entwickelten sich durch den Fußball, die auch bis heute Bestand haben. Nicht ohne Grund freue ich mich immer sehr über die Zusammenkünfte mit der Traditions-Elf“, berichtet Rohwer. Besonders zu „seinem“ Torhüter Henrik „Fuzzi“ Preuß pflegt Rohwer einen engen Kontakt.
Zweimal Aufstieg
Zwischen 1996 und 2011 hat Rohwer viel mit den Störchen erlebt. Die beiden Aufstiege in die drittklassige Regionalliga unter Trainer Dieter Bollow 1998 sowie unter Trainer Falko Götz in die bundesweite 3. Liga 2009 gehörten sicherlich zu den absoluten Highlights. Genauso wie die Oberliga-Meisterschaft unter Trainer Peter Vollmann 2008. Auch die Duelle im ausverkauften Holstein-Stadion gegen den VfB Lübeck und den FC St. Pauli stehen weit oben in Rohwers Erinnerungen. Nicht zu vergessen die DFB-Pokal-Sensation im September 2002 gegen Hertha BSC.
Lustiges und Kurioses
Aber auch die Trainingslager im Ausland, besonders im Königreich Bahrain, blieben bis heute in Erinnerung. „Die erste Zeit waren wir dort an einer Schnellstraße in einer Jugendherberge ohne Fenster untergebracht, weil man dachte, wir wären ein Jugendteam. Es herrschten dort Trainingsbedingungen, die man hierzulande schon lange nicht mehr findet, aber es war eine tolle Erfahrung – allerdings nicht sportlicher Natur. Immerhin schaute der Königssohn mal bei unserem Training vorbei“, so Rohwer. Kurios auch ein Erlebnis im Trainingslager unter Trainer Vollmann in Bad Blankenburg. „Ich teilte mein Zimmer mit Alexander Nouri. Für einige Tage mussten wir das Haus wechseln und hatten dort leider Wespen im Zimmer, die Alex mit einem Kissen versuchte zu beseitigen. Dabei riss er eine Lampe um, so dass es im gesamten Haus bis zum nächsten Morgen keinen Strom mehr gab“, muss Rohwer noch heute schmunzeln.
Der schwärzeste Tag
Aber auch bittere Tage erlebte der Defensiv-Allrounder mit Holstein. „Der schwärzeste sportliche Tag war für mich sicherlich das letzte Saisonspiel in Erfurt im Juni 2007, das wir zwar mit 1:0 gewannen, aber trotzdem mit 48 Punkten in die Oberliga absteigen mussten – für mich bis heute unbegreiflich“, erinnert sich Rohwer.
Sein bestes Spiel
Sein bestes Spiel im Holstein-Trikot absolvierte Thorsten Rohwer indes am 20. März 2004 beim 2:1-Auswärtssieg vor 16.000 Zuschauern am Hamburger Millerntor. Rohwer markierte damals unter Trainer Peter Vollmann den Führungstreffer für seine Störche. „Wenn ich mich recht erinnere, habe ich damals das 1:0 per Volleyschuss mit meinem schwachen rechten Fuß geschossen und das zweite Tor von Sebastian Wojcik vorbereitet“, so Rohwer.
Aufmarsch der Legenden
Nach seiner aktiven Zeit bei Holstein Kiel ließ Rohwer seine aktive Laufbahn bei Comet Kiel und Kilia Kiel ausklingen. Ein Wiedersehen gab es anlässlich der 125-Jahr-Feier der KSV Holstein im Oktober 2025, denn dort stand Thorsten Rohwer beim „Aufmarsch der Kapitäne und Legenden“ mit zahlreichen früheren Weggefährten auf der Bühne der Kieler Hebbelschule.
Happy Birthday, Todde!
Wir gratulieren Dir herzlich zu Deinem 50. Geburtstag, Todde!
















