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Die Studierenden der HAW Kiel mit den KSV-Mitarbeitenden Max Mertens (vorne, 2. v. l.) und Sophie Wagner (vorne, 3. v. l.).

HAW-Studierende für Anspruchsgruppenanalyse im Lernhafen zu Gast

Im Rahmen der Interdisziplinären Wochen (IDW) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Kiel fand im Lernhafen des Holstein-Stadions am Dienstag, dem 3. November 2026, ein ganz besonderer Workshop statt. 15 Studierende aus den Fachbereichen Medien, Wirtschaft, Soziale Arbeit & Gesundheit sowie Maschinenwesen widmeten sich einen Tag lang der Frage, wie die Verbindung zwischen Holstein Kiel und ihnen selbst, den Studierenden in der Landeshauptstadt, noch enger verknüpft werden kann.

Geleitet wurde der praxisnahe Tag von Prof. Dr. Petra Dickel (HAW Kiel) gemeinsam mit Max Mertens und Sophie Wagner (beide Nachhaltigkeit Holstein Kiel) sowie Kiara Behling (Fan- und Inklusionsbeauftragte Holstein Kiel). Das Besondere: Die Studierenden waren an diesem Tag nicht nur Forschende, sondern gleichzeitig auch der Untersuchungsgegenstand selbst.

Anspruchsgruppenanalyse trifft Praxis

Die Bundesliga-Nachhaltigkeitsrichtlinie sieht vor, dass Clubs regelmäßig eine Anspruchsgruppenanalyse durchführen – dazu gehören Fans und Mitglieder, Mitarbeitende, Sponsoren, Partner und die Politik. Nachdem zuletzt die Mitarbeitenden im Fokus standen, wurden nun erstmals gezielt Studierende in Kiel befragt. Da viele Studierende neu in die Stadt gezogen sind und einen sehr unterschiedlichen Bezug zum Fußball mitbringen, wollte Holstein Kiel erfahren, was junge Menschen von einem Verein erwarten.

Mitarbeitende der KSV begrüßten gemeinsam mit Prof. Dr. Petra Dickel (vorne re.) die Studierenden der HAW zum diesjährigen Workshop im Lernhafen.

So lief der Tag im Holstein-Stadion

Los ging es am Dienstagmorgen im Lernhafen. Zum Einstieg positionierten sich die Studierenden im Raum, um anhand verschiedener Aussagen passende Arbeitsgruppen zu bilden. Als Kriterien dienten dabei unter anderem die Wohndauer in Kiel sowie das persönliche Verhältnis zum Fußball und zu Holstein Kiel. So konnten sich die Teilnehmenden zwischen Polen wie „Hier geboren“ und „Neu in der Stadt“, „Fußballfan“ und „Nicht fußballinteressiert“ oder auch „Regelmäßiger Stadiongänger“ und „Noch ohne Stadionbesuch“ einfinden. Aus dieser Auswertung gingen schließlich drei feste Gruppen hervor: überzeugte Holstein-Fans, Anhänger anderer Fußballvereine sowie Kielerinnen und Kieler bzw. Sympathisanten, die gelegentlich das Stadion besuchen.

Von der Arbeitsgruppeneinteilung…
…ins konzentrierte Arbeiten.

Der Vormittag diente dem Arbeiten in intensiven Fokusgruppen, in denen die drei zentralen Fragen „Was verbindet euch mit Holstein?“, „Was würde euch öfter ins Stadion bringen?“ und „Wo sollte sich der Verein stärker engagieren?“ diskutiert wurden. Nach der Pause entwickelte jede Gruppe als Teil ihrer Prüfungsleistung eine konkrete Kommunikationsidee inklusive Botschaft, Zielgruppe und Form der Ansprache, die in einer fünfminütigen Präsentation vorgestellt wurde. Die Ergebnisse dieser Präsentationen sollen in Zukunft dem Verein dabei helfen, auch neu zugezogene Kielerinnen und Kieler von Holstein zu begeistern.

  • „Heute haben wir erneut die Studierenden der HAW Kiel im Rahmen der IDW im Lernhafen begrüßt. Ihre spannenden Ergebnisse bieten uns wertvolle Einblicke in die Sichtweise der Studierenden auf Holstein. Denkbare nächste Schritte sind gemeinsame Forschungsarbeiten. Es war eine großartige Veranstaltung mit Petra Dickel und der HAW, die im kommenden Jahr fortgesetzt wird.”
    Max Mertens
    Mitarbeiter Nachhaltigkeit & Projektkoordination Lernhafen Holstein-Stadion
  • „Solche Kooperationen machen Lehre lebendig: Die Studierenden haben konkrete Ideen entwickelt, wie Holstein Kiel mit seinem gesellschaftlichen Engagement junge Menschen stärker erreichen kann.“
    Prof. Dr. Petra Dickel
    Professorin am Fachbereich Medien & Studiengangsleitung Öffentlichkeitsarbeit & Unternehmenskommunikation
  • „Der Workshop hat mir viel Spaß gemacht und mir Einblicke gegeben, wie sich Holstein Kiel auch abseits des Platzes für wichtige Themen engagiert. Bisher war ich erst einmal im Holstein-Stadion, da ich normalerweise eher im Handball zu Hause bin. In Zukunft könnte ich mir aber definitiv vorstellen, auch weitere Heimspiele zu besuchen. Wünschen würde ich mir weitere Aktionen, die Studierende ins Stadion bringen.“
    Gesine Ohm
    Studentin der HAW am Fachbereich Wirtschaft

Als Dankeschön für den wertvollen Input wurden alle Teilnehmenden im Anschluss an die Veranstaltung zum Heimspiel der Störche gegen Arminia Bielefeld am Samstag, 7. November, eingeladen.

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