Am vergangenen Donnerstag besuchten die beiden Störche-Profis Carl Johansson und Hamza Muqaj gemeinsam mit den Women-Spielerinnen Luisa Erbar und Stine Merschmann das SOS-Kinderdorf in Lütjenburg, um mit den dortigen fußballbegeisterten Bewohnern und Bewohnerinnen einen schönen Nachmittag zu verbringen. Begleitet wurde das Quartett von Vertretern der Fanbetreuung und KSV-Maskottchen Stolle, die von Fanclubs sowie Holsteins Traditions-Elf gestiftete Geschenke überreichten.
Im SOS-Kinderdorf in Lütjenburg wohnen bis zu 50 Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren Eltern leben können. Neben einem sicheren Ort zum Leben und Lernen finden sie dort eine Gemeinschaft, die ihnen Schutz, Halt und Orientierung bietet. „Wir versuchen, den Kindern im Dorf zusätzliche Bildungsangebote ergänzend zur Schule bereitzustellen – aber auch für Kinder und Jugendliche hier aus der Stadt. Dazu zählen ein Medien- und ein Umweltprojekt. Und das können wir nur, weil es so tolle Leute gibt, wie die Menschen von Holstein Kiel, die uns nicht vergessen und die wissen, dass es neben Fußball auch noch ganz viele andere Dinge gibt“, erklärte der Einrichtungsleiter des SOS-Kinderdorfes, Heico M. Engelhardt. „Wenn ich mir die Kinder angucke, die jetzt Autogramme und ein Foto erheischen wollen und einmal neben so einem richtigen Fußballprofi stehen wollen, da geht mir das Herz auf.“


Zuerst erhielt der KSV-Tross bei einem Rundgang durch den Ort Einblicke in die Gemeinschaftsräume, ein neues noch unbezogenes Wohnhaus und das Alltagsleben im Kinderdorf. Anschließend ging es zu den Kindern und Jugendlichen, die begeistert Fotos mit den Spielerinnen und Spielern machten und fleißig Autogramme sammelten. Dazu wurden Geschenktüten verteilt, die mit kleinen Präsenten aus dem KSV-Fanshop gefüllt waren. Mehrere Fanclubs hatten kurzentschlossen insgesamt 900 Euro gespendet, um das zu ermöglichen. Dazu gab es noch Fußbälle, die die Traditions-Elf organisiert hatte. Mit vielen begeisterten Kindern ging es dann für Luisa Erbar, Stine Merschmann und Stolle auf dem Fußballplatz zur Sache. Währenddessen waren Hamza Muqaj und Carl Johansson am Tischkicker gefordert.
„Ich finde es super, dass wir die Möglichkeit hatten, hier zu sein. Es ist ein wirklich schönes Dorf mit einer tollen Atmosphäre“, fasste Erbar den Besuch zusammen: „Es freut uns zu sehen, was den Kindern hier alles möglich gemacht wird, und dass wir ihnen heute ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnten.“


Den ersten Kontakt zwischen der KSV Holstein und dem SOS-Kinderdorf hatte es bereits im vergangenen Jahr zum Heimspiel gegen Hertha BSC gegeben. Damals waren vier Kinder und zwei Betreuer auf Einladung zu Gast im Holstein-Stadion gewesen. „Danach kam uns direkt die Idee, dass wir gerne einen Gegenbesuch planen möchten. Die Kinder in dem Kinderdorf haben es schon schwer genug, und vielleicht konnten wir dazu beitragen, dass sie einen schönen Nachmittag haben und für ein paar Stunden ihre Sorgen vergessen können“, sagte der KSV-Fanbeauftragter Tim Hinzpeter.



