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„Joschi“ Jochimiak feiert 75. Geburtstag

1977 kam er aus Bremerhaven an die Förde, bereits ein Jahr später gelang ihm mit den Kieler Störchen der Sprung in die 2. Liga Nord. In den drei Jahren der Zweitklassigkeit avancierte er zum Top-Torjäger der KSV Holstein. Die Rede ist von Manfred „Joschi“ Jochimiak (geb. 26.2.1951), der entscheidenden Anteil am Aufschwung unseres Traditionsvereins Ende der 1970er Jahre hatte. In der Saison 1980/81 stellte „Joschi“ mit 15 Treffern einen Kieler Zweitligarekord auf, der erst in der Saison 2017/18 mit 18 Treffern von Marvin Ducksch getoppt wurde.

Die Erinnerungen an seinen größten Erfolg mit Holstein, den Aufstieg 1978, sind niemals verblasst: „Das war ein ganz großer Moment für mich und uns alle. Wir waren eine verschworene Gemeinschaft und hatten unheimlich viel Spaß, Freude und Feuer. Fast alle Spieler kamen aus der Region und kannten sich schon lange. Der Identifikationsgrad mit der Mannschaft war bei den Zuschauern, die in Strömen ins Stadion kamen, erheblich. Ich selbst war eher ein Exot, denn ich war ja erst 1977 aus Bremerhaven an die Förde gewechselt. Und gleich in der ersten Saison gelang der Aufstieg. Besser hätte es kaum laufen können.“

Während der Zweitliga-Zeit war Manfred Jochimiak als Student für das Lehramt Mathematik und Sport an der Christian-Albrechts-Universität eingeschrieben. Da kam es schon mal vor, dass der Kieler Goalgetter vor wichtigen Spielen Nachtschichten an der Schreibmaschine ableisten musste, um den Anforderungen des Studiums gerecht zu werden. Mit etlichen Litern Kaffee „gedopt“ stand Jochimiak trotzdem zuverlässig seinen Mann und versetzte die große Kieler Fangemeinde ein ums andere Mal in einen wahren Freudentaumel. Und nicht wenige Dozenten an der Kieler Universität waren damals echte Holstein-Anhänger.

„Joschi war ein ganz unkonventioneller Typ“, erinnert sich sein langjähriger Mitspieler Immo Stelzer. „Die wehenden Haare, seine enorme Schnelligkeit sowie der ausgeprägte Torinstinkt waren seine Markenzeichen. Er liebte den Fußball, und das sah man seinen Aktionen stets an. Darüber hinaus war er ein ganz feiner Kerl. Ruhig, zurückhaltend und definitiv kein Lautsprecher“, so Stelzer.

Heute verfolgt der 85-fache Zweitliga-Spieler, der von 1977 bis 1982 das blau-weiß-rote Trikot trug, das Geschehen rund um den Holsteinplatz aus der Ferne. Seit über zehn Jahren wohnt Jochimiak in Lauf im Frankenland.

Die Kieler Störche senden „Joschi“ zu seinem 75. Geburtstag herzliche Glückwünsche!

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