Die Partie gegen den VfB Stuttgart ist bereits das dritte Aufeinandertreffen beider Teams im DFB-Pokal. Am 13. Dezember 1970 gelang dem damals zweitklassigen Regionalligisten aus Kiel mit dem 2:1-Erfolg im Holstein-Stadion gegen die Bundesliga-Stars vom Neckar eine echte Sensation. Am 8. August 2015 scheiterte der Drittligist Holstein dann – erneut vor heimischer Kulisse – nur knapp mit 1:2 gegen die Schwaben. Mit Spannung erwarten die Kieler Fans das erneute Aufeinandertreffen und träumen nach den drei Siegen gegen Homburg, Wolfsburg und den HSV weiter vom Endspiel im Berliner Olympiastadion.
Mit Torhüter Alexander Nübel, den beiden Mittelfeldspielern Angelo Stiller und Jamie Leweling sowie Top-Stürmer Deniz Undav dürfen sich gleich vier Spieler Hoffnung auf einen Platz im WM-Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann machen. Aber auch Spieler wie Maximilian Mittelstädt, Chris Führich, Ermedin Demirovic und Ex-Storch Atakan Karazor stehen für Extraklasse bei den Schwaben. Dennoch zeigt sich Holsteins Kapitän Steven Skrzybski vor dem Duell David gegen Goliath selbstbewusst: „Wir wissen, dass wir klarer Außenseiter sind, aber im Pokal ist immer etwas möglich. Wir wollen unbedingt eine Runde weiterkommen, auch wenn wir uns der Schwere der Aufgabe bewusst sind. Wir wissen, dass wir einen nahezu perfekten Tag benötigen, um zusammen mit unseren Fans bestehen zu können, aber wir werden alles daransetzen, um eine Runde weiterzukommen.“
Viele Holstein-Fans erinnern sich noch rege an das Pokalduell 2015, in dem die Störche unter Trainer Karsten Neitzel vor 9.916 Fans trotz des Führungstreffers von Rafael Czichos am Ende knapp mit 1:2 den Kürzeren zogen. Unvergessen blieb die außergewöhnliche Choreografie der KSV-Fans: Blauer Himmel, Möwen, Wellen, das Laboer Ehrenmal, ein Fördedampfer und der Falckensteiner Leuchtturm sorgten damals auch international für Aufsehen.
Knapp über 55 Jahre liegt sogar schon die Pokalsensation vom Dezember 1970 zurück. Die Holstein-Mannschaft von Trainer Peter Ehlers sicherte sich damals vor 10.000 Zuschauern gegen den haushohen Favoriten vom Neckar durch die beiden Treffer von Uwe Krüger und Uli Hoffmann einen 2:1-Sieg und damit den Einzug in die 2. Runde – eines der packendsten Pokalspiele der Holstein-Geschichte.


