Das letzte Pflichtspiel unserer Holstein Women liegt rund elf Wochen zurück. Hinter Cheftrainer Stefan Fischer und seiner Mannschaft liegt eine vor allem vom Winter geprägte Vorbereitung. Nicht nur zahlreiche Testspiele, sondern auch Trainingseinheiten konnten unsere Women aufgrund von Schnee und Frost nicht wie geplant durchführen. Wir haben im Interview mit Fischer über diese besonderen Herausforderungen gesprochen.
Moin Stefan, nach der langen Zeit mit Schnee und Eis: Wie sehr freust du dich auf hoffentlich Plusgrade und Regen am Wochenende?
Ich freue mich sehr! Grundsätzlich freue ich mich auf jede richtige Trainingseinheit, die wir vor dem Start noch absolvieren können. Auch für die Mädels wird es sicher schön sein, wenn die Wetterbedingungen wieder uneingeschränktes Training und normalen Spielbetrieb zulassen.
Die letzten Wochen haben euch vor einige Herausforderungen gestellt. Wie habt ihr euch den winterlichen Trainingsbedingungen angepasst?
In den wenigen Einheiten haben wir den Fokus darauf gelegt, möglichst wettkampfnah zu trainieren. Für mich war es wichtig, dass wir über das gesamte Spielfeld und auf große Tore arbeiten, um nicht aus dem Rhythmus zu kommen. Der Verein hat immer wieder alles versucht, um uns einen Platz zur Verfügung zu stellen. Viel Betrieb und die widrigen Witterungsbedingungen waren jedoch für alle bei Holstein eine große Herausforderung. Deshalb sind wir mehrfach in die Fußballhalle ausgewichen. Spielrelevante Abläufe lassen sich dort allerdings nur in Ansätzen trainieren.
Wie nimmst du das Team insgesamt kurz vor dem Wiederbeginn wahr?
Sie scharren alle mit den Hufen – das ist mein Eindruck. Die Mädels wollen unbedingt trainieren und endlich richtig loslegen. Sie wissen, wie gut wir uns entwickelt haben, und wollen das weiter umsetzen. Das ist für mich als Trainer eine super Einstellung der Mannschaft und eine gute Voraussetzung, wenn es wieder richtig losgeht.
Haben die Herausforderungen deine Erwartungen an die zweite Saisonhälfte verändert?
Nein, auf gar keinen Fall. Ich habe gesehen, wie die Mannschaft in den Einheiten, die wir hatten, Fußball gespielt hat. Da haben wir einen Schritt nach vorn gemacht. Wir sind gut im Tempo und fast alle Spielerinnen sind fit. Aber im Endeffekt hat der Wettkampf seinen eigenen Stellenwert.
Am Wochenende steht der Pflichtspielauftakt 2026 in Form des Landespokalhalbfinales beim IF Stjernen Flensborg bevor. Was erwartest du von diesem Spiel?
Als Mannschaft, die eine Klasse höher spielt und auf dem ersten Tabellenplatz steht, ist es unser Ziel, das Spiel zu dominieren. Ich gehe davon aus, dass die Flensburgerinnen eher tief stehen und versuchen, uns mit ihren schnellen Spielerinnen auszukontern. Wir müssen von Beginn an wachsam sein und unser Spiel gut auf den Platz bringen. Dann bin ich optimistisch, dass wir das Ticket fürs Finale lösen.







