Die Nachwuchsförderung talentierter Spielerinnen bei unseren Holstein Women wächst stetig. Ein Fakt, der seit vier Jahren auch von Can Karatas mit Leben gefüllt wird. Der Sportmanagement-Student engagiert sich bei unseren Women als Nachwuchskoordinator für die U13 sowie U15 und ist bei Letzteren außerdem Trainer. Im Interview erklärt er seine vielfältigen Tätigkeitsbereiche, zeigt auf, wie leistungsorientierte Mädchen bei Holstein gezielt gefördert werden und spricht eine herzliche Einladung aus!
Moin Can! Danke, dass du dir die Zeit nimmst, um über deine Engagement bei Holstein zu sprechen. Hol uns zum Start gerne einmal ab, indem du erklärst, was du bei Holstein genau machst.
„Moin! Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich immer, wenn ich Einblicke in das geben kann, was wir im Bereich der Nachwuchsförderung für Mädchen aufbauen. Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit in der Mitgliederverwaltung bin ich ehrenamtlicher Nachwuchskoordinator für die U15 und U13 bei den Holstein Women und zudem Trainer der U15.“
Welche Aufgaben übernimmst du in deiner Rolle als Nachwuchskoordinator?
„Ich bin erster Ansprechpartner für die Trainerinnen und Trainer, sowie die Spielerinnen und ihre Eltern. Dazu gehört auch der regelmäßige Austausch, um die Ausbildung der Kinder bestmöglich zu begleiten, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und offene Fragen zu erklären. Außerdem bin ich in das Scouting von neuen Spielerinnen und die Organisation von Sichtungsmaßnahmen involviert.“
Welche Ziele verfolgt ihr momentan in der Nachwuchsentwicklung von jungen Spielerinnen?
„In erster Linie möchten wir das Wachstum und die Strahlkraft von Holstein Kiel im Mädchenbereich vergrößern. Wir wollen die erste Anlaufstelle und das sportliche Ziel für die talentiertesten Juniorinnen in Schleswig-Holstein sein, so wie es auch bei den Jungs der Fall ist. Langfristig wäre es außerdem schön, wenn es uns gelingen würde unsere eigenen Talente in die Frauenmannschaft zu integrieren.“
Was wurde in der Entwicklung der Nachwuchsförderung seit Beginn deiner Tätigkeit schon erreicht?
„Wir haben den Austausch mit dem Landesverband deutlich intensiviert, weil mittlerweile eine Vielzahl an Spielerinnen aus unseren Teams regelmäßig an den Auswahltrainings teilnehmen. Für uns hat das auch einen besseren Zugang zu talentierten Spielerinnen mit sich gebracht, die noch in ihren Heimvereinen spielen. Inhaltlich entwickeln sich außerdem unsere Trainerinnen und Trainer immer weiter. In der U13 machen zum Beispiel momentan zwei Trainer ihre B-Lizenz, die ich bereits im letzten Jahr abgeschlossen habe. Im Verbund mit einem regelmäßigen, internen Austausch führt das zu einem immer professionelleren Umfeld des Vereins.“
Du hast den Kontaktaufbau zu talentierten Spielerinnen gerade schon angesprochen. Wie stellt ihr sicher, dass sie den Weg zu Holstein finden?
„Neben der Schnittstelle beim Verband, wissen auch viele Trainerinnen und Trainer anderer Vereine, dass sie jederzeit auf uns zukommen können, wenn sie eine talentierte Spielerin bei sich im Team haben, die auf leistungsorientierterem Niveau reinschnuppern möchten. Dazu bieten wir jedes Jahr mindestens ein Sichtungstraining an. Das ist ganz bewusst ein offenes Training, jede junge Spielerin im Bereich U13 bis U15 kann sich anmelden. Gerade für die U13 gewinnen wir teilweise sogar Großteile des Kaders durch diese Sichtungsmaßnahmen. Das nächste findet am Freitag, 27. März, statt und wir freuen uns weiterhin über jede Anmeldung!“
Wie nimmst du die Resonanz von anderen Vereinen zur Mädchen-Nachwuchsarbeit von Holstein war?
„Es gibt vereinzelt Stimme, die es eher befürworten, dass talentierte Spielerinnen in ihren Vereinen bleiben. Aber ein Großteil der Vereine nehme ich als total offen wahr. Die freuen sich für ihre Spielerinnen, wenn sie von uns angesprochen werden. Das gleiche gilt auch für uns: Es würde uns ebenso stolz machen, wenn eine Spielerin, die wir über mehrere Jahre ausgebildet haben, den Sprung in den professionellen Bereich könnte.
Was sind deine Zukunftswünsche für den Mädchenfußball bei Holstein?
„Im Allgemeinen, dass wir weiterwachsen und die Qualität weiter steigt, mit der wir die Spielerinnen scouten und ausbilden. Auch die Sichtbarkeit nach außen darf gerne noch größer werden. Damit möglichst viele talentierte Mädchen im Umkreis wissen: Bei Holstein kann ich unter guten Bedingungen leistungsorientiert Fußball spielen.“
Dabei wünschen wir dir viel Erfolg und danken für das Gespräch!






