Mit teilweise müden Augen, aber doch mit sichtbarer Vorfreude traten unsere Störche um sechs Uhr den Weg aus dem verschneiten Kiel nach Spanien an. In Algorfa absolvieren unsere Jungs ihr Wintertrainingslager vom 4. bis zum 11. Januar. Der erste Tag stand dann auch im Zeichen einer schnellen Ankunft, denn am Nachmittag stand schon das erste Training an. In den Koffern hatte sich zudem die Hoffnung auf ein paar mehr Sonnenstunden versteckt – diese ging leider aber bei den ersten Übungen auf dem grünen Rasen nicht in Erfüllung.
Die erste Etappe mit dem Bus aus Projensdorf zum Hamburger Flughafen wurde mit Gesprächen im Flüsterton und dem ein oder anderen Schläfchen verbracht. In der Hansestadt angekommen, verzögerte sich jedoch der Abflug aufgrund der eisigen Gegebenheiten. Doch dann ging es endlich los in Richtung Spanien. Nach drei Stunden landeten unsere Störche in Alicante und wurden dann von unserem Busfahrer Tim Brockmüller durch die hügelige, von Oliven- und Zitrusbäumen bepflanzte Landschaft ans endgültige Ziel, Algorfa, gefahren. Dort warteten 15 Grad und ein bedeckter Himmel auf die Mannschaft– auch die aus Kiel bekannte steife Brise wehte.
Der Blick auf den Wetterbericht stimmt einen für Montag, den zweiten Tag, nicht optimistisch. Es ist Regen angesagt. ABER: Die Prognose sieht gut aus! Ab Dienstag sind Sonne und sogar das ein oder andere Grad mehr angesagt.


Das Training beginnt
Aufgrund der Verspätung blieb nicht viel Zeit zum Ankommen. Schnell wurden die Koffer auf die Zimmer des La Finca Resorts gebracht, um sich dann am Mittagstisch zu stärken. Es zeigte sich dabei schon früh, dass die einzige Kaffeemaschine im Essensraum in den kommenden Tagen einiges an Arbeit verrichten muss. Kurz konnte während einer ersten Besprechung verdaut werden, dann zogen sich unsere Störche schnell die Trainingsklamotten an. Danach ging es auf den Trainingsplatz.
Spätestens nach den ersten Laufeinheiten auf dem gut gepflegten Rasen waren die Profis endgültig wach. „Platz top, Hotel gut, Essen auch gut – und wir haben es geschafft, trotz der Verspätung nochmal zu trainieren, deswegen sind wir sehr zufrieden“, sagte Marcel Rapp, der selbst in einigen Übungen vollen Einsatz zeigte. „Wir haben in Kiel in den vergangenen Tagen schon zweimal hart trainiert. Heute war es zum Reinkommen eher taktisch und nochmal Positionstraining.“ Im variantenreichen Torschusstraining nach Hereingaben wurde Abschlussqualität unter Beweis gestellt. Nachdem das letzte Licht langsam hinter der hügeligen Landschaft am Horizont verschwunden war, trat die alte Bolzplatzregal in Kraft: Wenn es dunkel wird, ruht der Ball und es gibt Abendessen.













